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Ausschuss für Stadtentwicklung lehnt zweites Staffelgeschoss ab – Investorengesellschaft muss nachbessern

Medical City Plaza: 23 Meter und nicht höher

Bad Oeynhausen (WB). Ein Gebäude, zwei Sichtweisen. Das Medical City Plaza soll als „Leuchtturmprojekt“ für Bad Oeynhausen fungieren. Doch die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung (ASE) haben der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes von Achim Fratzke, Geschäftsführer der Investmentgesellschaft, nur unter Auflagen zugestimmt. Die vorgestellte Höhe des neuen Gebäudes an der Ecke Mindener Straße/Eidinghausener Straße sorgte für Dissens.

Louis Ruthe

Von der Plaung mit einem zweiten Staffelgeschoss in dem 13 Penthouse-Appartments für das Service-Wohnen geplant sind, muss sich die Investorengesellschaft verabschieden. Foto:

„Wir haben uns bei den neuen Plänen an die vereinbarten Bedingungen mit der Stadtverwaltung gehalten“, verkündete Achim Fratzke, als er im ASE die Pläne vorstellte, die als Grundlage für den Bebauungsplan dienen sollen. Er präsentierte ein viergeschossiges Gebäude mit zwei Staffelgeschossen. Bisher genehmigt ist ein viergeschossiges Gebäude mit einem Staffelgeschoss und einer Maximalhöhe von 23 Metern.

Mit dem zweiten Staffelgeschoss – in dem 13 Penthouse-Wohnungen fürs Service-Wohnen entstehen sollen – wächst das Medical City Plaza jedoch auf 26,80 Meter Bauhöhe. „Die Planungen haben sich immer mehr in die Höhe entwickelt“, kommentierte Thomas Lüer, Technischer Beigeordneter der Stadt Bad Oeynhausen.

Mehr Wohnbebauung als Gewerbe?

Man habe in der Planung den Flächenumfang den Bedürfnissen angepasst, antwortete Achim Fratzke. „Über die neue Planung gibt es weder eine mündliche noch eine schriftliche Vereinbarung mit der Stadt“, bekräftigte Thomas Lüer.

Nicht nur bei der Bauhöhe hakten die Ausschussmitglieder nach. „Es ist ein Entwurf, der deutlich von der vereinbarten Höhe abweicht. Des weiteren fehlen noch einige Gutachten, die uns weiterhin nicht vorliegen“, sagte Dirk Büssing (CDU).

Damit bezog er sich auf die fehlende Untersuchung (Schall, Verkehr und Baugrund). Rainer Müller-Held (BBO) erinnerte die neue Planung mehr an eine Wohnbebauung, „und solch eine ist so nah an einem Sportplatz nicht zulässig“.

Etwa 6700 Quadratmeter der etwa 11.700 Quadratmeter Nutzfläche (ohne Tiefgarage) des Neubaus sind in dem Vorentwurf als Wohneinheiten für Betreutes Wohnen (18 Einzelapartments auf 1141 Quadratmetern), Service-Wohnen (13 Penthouse-Apartments auf 1090 Quadratmetern), die Tagespflege (35 Apartments/Einzelzimmer auf 1458 Quadratmetern) und der Stationären Pflege (80 Einzelzimmer auf 3000 Quadratmetern) eingeplant gewesen.

Gesellschaft plant auch ohne zweites Staffelgeschoss weiter

„Ich habe eine Bitte. Ich möchte dort kein reines Altenheim hinhaben. Ich wünsche mir mehr medizinische Komponenten in der künftigen Planung“, sagte Dr. Olaf Winkelmann (SPD).

Auch das Haus der Jugend hat für Nachfragen seitens der Politiker gesorgt. Andreas Korff (Die Linke) und Andreas Edler (Bündnis 90/Die Grünen) sorgten sich um den Erhalt der Jugendeinrichtung. „Nach aktuellen Planungen bleibt die Einrichtung dort bestehen“, versicherte Achim Fratzke. Zumal der Bebauungsplan nicht vorsieht, dass das Grundstück von der Investorengesellschaft gekauft wird.

Die Ausschussmitglieder haben dem Vorhaben unter der Auflage zugestimmt, das die Bauhöhe 23 Meter nicht überschreitet und die fehlenden Gutachten nachgereicht werden. „Wir werden auch ohne zweites Staffelgeschoss weiterplanen“, sagte Achim Fratzke.

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