Bürgerhaus in Bad Oeynhausen-Rehme: Ortsunion macht Vorschlag für weitere Nutzung und stellt erstes Konzept vor

Modernisieren und Umbau zum Veranstaltungszentrum

Bad Oeynhausen

Nachdem sich die Ortsunion Rehme-Oberbecksen-Babbenhausen über viele Jahre für den Erhalt des Bürgerhauses Rehme eingesetzt habe, hat der Vorstand jetzt ein erstes Konzept für eine weitere Nutzung vorgestellt. Demnach soll das Bürgerhaus nach einem Abriss des Hallenbades in den nächsten Jahren modernisiert und wieder zum Veranstaltungszentrum umgebaut werden.

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Die Ortsunion hat ein Konzept zum Bürgerhaus in Rehme vorgelegt. Foto:

Das neue Konzept sieht nach Angaben der Ortsunion unter anderem vor, dass der Bürgersaal ein Veranstaltungszentrum für „jedermann“ werden soll. Damit soll es für jeden Bürger möglich sein, die Veranstaltungsräume zu mieten und dort Veranstaltungen durchzuführen

Tobias Walkenhorst, Vorsitzender der Ortsunion: „Wir haben das Bürgerhaus als identitätsstiftend für Rehme und Bad Oeynhausen erkannt und wollen es in dem Sinne mit einer modernen Nutzung belegen. Es kann so eine zentrale Rolle für den Aufbau einer modernen Quartiersentwicklung spielen.“

Nach Vorstellung der Ortsunion sollen die Räumlichkeiten multifunktional umgebaut werden, um den Bad Oeynhausener Unternehmen die räumlichen und technischen Möglichkeiten für Geschäftspräsentationen oder kleinere Messen zu bieten. Möglich sei auch, einen kleinen Bereich als Co-Working-Space für Unternehmen auszubauen.

Für die Attraktivität des Standortes sollen nach den Vorstellungen des Vorstandes neue Apartments auf dem Gelände des Schwimmbades entstehen. Dort könnten aufgrund der guten In­frastruktur und der Anbindung zu den Autobahnen „Gäste von außerhalb und bei jeweiligen Veranstaltungen“ übernachten.

Um die Verkehrslage und Parkmöglichkeiten zu entspannen, möchte die Ortsunion mit der Stadtverwaltung das Gespräch suchen, um Lösungen anzubieten und zu erarbeiten.

„Wir wollen den Vereinen wieder den Raum geben, um ihren Aktivitäten nachzugehen. Die Vereine spielen für uns eine zentrale Rolle bei der Modernisierung des Bürgerhauses. Möglich wäre hier auch, ein Kulturangebot in Form von Kunstausstellungen oder Lesungen zu ermöglichen“, sagt Volker Ingendoh, stellvertretender Vorsitzender der Ortsunion.

Der Ortsunionsvorstand möchte Räume und technisches Equipment für Förderangebote für Kinder und Jugendliche am Standort des Bürgerhauses etablieren. Außerdem könne die Stadt dort Jugendarbeit betreiben. Abgerundet werden könne eine zukünftige Nutzung mit einem gastronomischen Angebot. Das Bürgerhaus soll nach Vorstellung der Ortsunion ein öffentlicher Begegnungsort bleiben.

Behcet Altuntas, Vorstandsmitglied der Ortsunion: „Um die Qualität der Serviceleistungen auf einem ordentlichen Niveau anzubieten, muss man erfahrene Pächter suchen und finden, die das vorgeschlagene Konzept erlebbar machen.“ Faire und kurzfristige Pachtverträge seien unerlässlich.

„Wenn wir in Rehme das Quartier rund um das Bürgerhaus weiterentwickeln wollen, dann benötigen wir Sozialstrukturen, die die Bürger einbeziehen und dazu befähigen, gemeinsam mit anderen eine Nachbarschaft aktiv zu gestalten. Deshalb sollten die Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine in Rehme bei der zukünftigen Nutzung weiter mit einbezogen werden. Erste Schritte dazu wurden in den Online-Formaten zur Dorfentwicklung getan“, erläutert Tobias Walkenhorst.

„Einen Dialog mit allen interessierten Vereinen und politischen Gremien möchten wir, parallel zum Dorferneuerungskonzept, zeitnah auf die Beine stellen, um für Rehme ein erfolgreiches Konzept in die Wege zu leiten“, meint in diesem Zusammenhang Schriftführer Matthias Schlattmeier.

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