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Musikkonzern Warner Music will Geld für Lübbecker „Jerusalema“-Video

Mühlenkreiskliniken wollen Lizenzgebühr bezahlen

Lübbecke

Zum Song „Jerusalema“ haben Mitarbeiter des Lübbecker Krankenhauses eine fröhliche Tanzchoreographie einstudiert und mit ihrem so produzierten Video im Dezember viele Internetnutzer erfreut.

Friederike Niemeyer

Die Tanzfreude der Lübbecker Pflegekräfte hat im Internet große Resonanz gefunden. Foto: MKK

Im ganzen Land haben sich Polizeiwachen, Feuerwehrstationen oder Firmenbelegschaften an dieser sogenannten Challenge beteiligt – und müssen nun nachträglich mit Zahlungsaufforderungen für die Musikrechte rechnen.

Der Konzern Warner Music als Rechteinhaber hat bereits das NRW-Innenministerium und das Klinikum Düsseldorf angeschrieben, damit „Künstler und Künstlerinnen für ihre Musik bezahlt werden, wenn sie von Dritten genutzt wird, um ihre Reputation zu steigern“. Bei den Mühlenkreiskliniken ist solch ein Brief zwar noch nicht eingegangen, dennoch würden auch sie Lizenzgebühren zahlen, sagte MKK-Sprecher Christian Busse auf Anfrage.

MKK-Sprecher Christian Busse

„Wir haben selbst Kontakt mit Warner Music aufgenommen und werden die Lizenzgebühren übernehmen. Wir hatten nie vor, Künstlern etwas ihnen Zustehendes vorzuenthalten“, sagte Busse. Der Musikkonzern habe sich sehr unkompliziert präsentiert. Gestaffelt nach Institutionen und Klickzahlen sollen die Gebühren ab 50 Euro aufwärts ausfallen.

Wie der Pressesprecher weiter sagte, habe das Lübbecker „Jerusalema“-Video mit „ein paar 100.000“ Aufrufen zwar in der Region relativ große Aufmerksamkeit erzielt. Damit sei man aber noch weit entfernt von schon sehr früh platzierten Videos wie von der St.-Barbara-Klinik Hamm mit mehr als sieben Millionen Aufrufen bei Youtube.

Einzelne Teilnehmer der „Jerusalema“-Challenge haben ihre Videos aus Sorge vor hohen Gebührenforderungen aus dem Netz genommen. Den Dreh des Lübbecker Krankenhauses kann man sich dagegen nach wie vor ansehen, etwa auf der Facebook-Seite der Mühlenkreiskliniken.

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