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Neues Projekt von Staatsbad, städtischer Musikschule und Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen

Musiker für Sinfonieorchester gesucht

Bad Oeynhausen  (WB). Dass sich in Bad Oeynhausen in diesen Tagen ein Staatsbad-Jugend-Orchester gründet, ist einem Zufall zu verdanken. „Als wir für die Festschrift zum 125-jährigen Bestehen des Immanuel-Kant-Gymnasiums im Stadtarchiv recherchiert haben, sind uns unter anderem alte Programme der Vorgänger des heutigen Staatsbad-Orchesters in die Hände gefallen“, sagt Gymnasiallehrer Manuel Doormann. Dabei habe sich herausgestellt, dass nicht nur die Schule im Jahr 2018, sondern auch das Staatsbad-Orchester im Jahr 2020 ein besonderes Jubiläum feiert: Es besteht seit 175 Jahren.

Malte Samtenschnieder

Heben das neue Staatsbad-Jugend-Orchester gemeinsam aus der Taufe (von links): Beate von Rüdiger und Anton Koch (beide Musikschule der Stadt Bad Oeynhausen), Denise Gruber (Staatsbad-Orchester) sowie Dr. Tom van de Loo und Manuel Doormann (beide Immanuel-Kant-Gymnasium). Foto: Malte Samtenschnieder

Sie habe sich gefreut, als Manuel Doormann mit den entdeckten Unterlagen an sie herangetreten sei, sagt Denise Gruber. Sofort sei ihr der Gedanke gekommen, den besonderen Geburtstag mit einem Festkonzert zu feiern. „Die Idee ist, sich bei der Zusammenstellung des Programms am Ablauf der Feiern zum 50-jährigen Jubiläum zu orientieren“, sagt die Leiterin des Staatsbad-Orchesters. Das Programm von 1895 gehört zu Manuel Doormanns Archivfunden.

Alle Partner profitieren von der Zusammenarbeit

„Voraussetzung dafür ist aber ein richtiges Sinfonieorchester“, sagt Denise Gruber. Etwas Derartiges könne das heutige Staatsbad-Orchester mit seiner Handvoll Mitglieder nicht alleine auf die Beine stellen. Also suchte die Orchester-Leiterin nach Partnern zur Gründung eines Staatsbad-Jugend-Orchesters. Bei der Musikschule der Stadt Bad Oeynhausen und beim Immanuel-Kant-Gymnasium stieß Denise Gruber mit ihrer Idee auf offene Ohren.

„Wenn es uns gelingt, mit dem Staatsbad-Jugend-Orchester ein sinfonisches Orchester auf die Beine zu stellen, dann haben wir etwas umgesetzt, was keine der beteiligten Institutionen alleine geschafft hätte“, sagt Manuel Doormann. Die Voraussetzungen für eine Teilnahme beschreibt Beate von Rüdiger, Leiterin der Musikschule der Stadt Bad Oeynhausen, so: „Wir suchen junge Musiker, die bereits das Anfängerstadium hinter sich haben und zu den Fortgeschrittenen gehören.“ Eine Altersbegrenzung gebe es nicht. Auch sei der Besuch des Immanuel-Kant-Gymnasiums oder der städtischen Musikschule ausdrücklich keine Voraussetzung, um im neuen Orchester mitzuspielen.

„Wir freuen uns über Interessierte von allen Schulen. Es können sich auch gerne Musiker aus den Nachbarstädten bewerben“, betont Beate von Rüdiger. Eine erste Kontaktaufnahme ist möglich per E-Mail an die Adresse sjo@badoeynhausen.de. Die Nachricht sollte den Namen, das Alter und das Instrument des Interessenten enthalten. „Es wäre auch toll, wenn die Bewerber ein Stück angeben, das sie aktuell spielen. Dann können wir die individuellen Fähigkeiten besser einschätzen“, ergänzt Denise Gruber.

Großes Festkonzert am 21. Juni ist das Ziel

Einen großen Auftritt soll das neue Staatsbad-Jugend-Orchester am Sonntag, 21. Juni, um 11.30 Uhr bei einem Konzert zum 175-jährigen Bestehen des Staatsbad-Orchesters im Theater im Park haben. Die weiteren Schritte bis zur Aufführung stehen schon fest: Am 1. Februar gibt es einen Kennenlerntag. Eine erste Probenphase ist vom 14. bis 19. April angesetzt. Ein einzelner Probentag folgt am 16. Mai. Den letzten Schliff bekommt das Programm vom 15. bis 19. Juni bei einer Orchesterfahrt ins Kloster Frenswegen.

„Beim Repertoire orientieren wir uns am Jubiläumskonzert von 1895“, sagt Denise Gruber. Es werde sicherlich ein Strauß-Walzer einstudiert. Auch der Ungarische Tanz von Brahms sei so gut wie gesetzt. Hinzu kämen wahrscheinlich auch ein Auszug aus der Diebischen Elster von Rossini und ein Stück von Beethoven. „Das Staatsbad-Orchester hat sich bereits die Coriolan-Ouvertüre erarbeitet“, sagt die Orchesterchefin. Ob das Staatsbad-Jugend-Orchester zu einer Dauereinrichtung werde, bleibe abzuwarten. Die Initiatoren würde es nach eigener Aussage jedenfalls freuen.

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