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29 Teilnehmer lernen im GOP-Kaiserpalais US-Tanz der 1920er Jahre kennen

Nach dem Charleston ein heißes Bad

Bad Oeynhausen (WB). Der »Bad Oeynhausen«-Saal im GOP-Kaiserpalais ist vor­übergehend zu einem Tanzparadies im Stil der 1920er Jahre geworden. In einem Workshop lernten 29 Teilnehmer die Grundlagen des Charleston kennen. Die Schritte des US-amerikanischen Gesellschaftstanzes brachte ihnen der Tänzer und Darsteller Bob e. Thomas bei.

Eva-Lotta Dehne

29 Teilnehmer haben am Wochenende an einem Tanz-Workshop im GOP-Kaiserpalais teilgenommen. Die Grundlagen des US-amerikanischen Gesellschaftstanzes Charleston hat ihnen Tänzer und Darsteller Bob e. Thomas gezeigt – in entsprechender Kleidung hat er die Bewegungen vorgemacht. Foto: Eva-Lotta Dehne

Unter den Teilnehmern waren am vergangenen Wochenende auch Irmgard und Günter Tiekenheinrich (60 und 65). Sie hatten bei einem Gewinnspiel des WESTFALEN-BLATTS Karten gewonnen.

»Der Charleston besteht aus vielen Bewegungen, die eher ungewöhnlich sind«, erklärte Bob e. Thomas den Teilnehmern. Vor allem seien es große, ausladende Bewegungen. »Subtil zu sein, lohnt sich beim Charleston nicht«, fügte er hinzu.

Deswegen sollten die Teilnehmer sich übrigens auch nicht wundern, wenn sie am Tag darauf nicht mehr so gut laufen könnten. »Ich empfehle ein heißes Bad und am besten auch noch eine Massage«, scherzte er.

Tanzstil nach Hafenstadt benannt

Der Charleston, benannt nach einer Hafenstadt in South Carolina, war in den 1920er Jahren in der afroamerikanischen Tanzkultur aufgekommen. Der Tanz habe dann schnell auch in der weißen Gesellschaft an Popularität gewonnen, erklärte Workshop-Leiter Bob e. Thomas. Neben Charleston sei New Orleans eine der wichtigsten Städte für die Verbreitung des Tanzes gewesen, fügte er hinzu. Die heutige Tanzrichtung des Hip Hop habe zudem viel von den Tanzschritten aus dem Charleston übernommen.

Bob e. Thomas wurde in den USA geboren und lebt seit 2008 in Deutschland. Seit etwa drei Jahren bietet er in ganz OWL die Tanz-Workshops an. Manchmal wird er dabei auch von seiner Ehefrau Bernadett begleitet. »Wir haben uns sogar auf einem meiner Seminare kennengelernt«, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Neben seinen Seminaren gibt er auch Schreibkurse an der Universität in Bielefeld.

Die Teilnehmer des Tanzkurses waren begeistert vom Charleston und wippten in den Knien und schüttelten ihre Arme was das Zeug hielt.

Teilnehmer sind begeistert

Irmgard und Günter Tiekenheinrich, Rentner aus der Südstadt von Bad Oeynhausen, tanzen bereits seit 1991 jede Woche im Tanzkreis einer Rehmer Tanzschule. »Wir lieben es, aber leider wird nie der Charleston gelehrt«, erklärte Irmgard Tiekenheinrich.

Dabei sei gerade der Charleston etwas außergewöhnliches, sagte Günter Tiekenheinrich. Während des Workshops ging er davon aus, dass die Teilnehmer auch nach dem dreitägigen Kurs noch etliche Schritte des Charleston tanzen könnten. »Bob e. Thomas hat eine tolle Art die Grundlagen zu vermitteln«, sagte Günter Tiekenheinrich.

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