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Vier Hobbygärtner in Löhne und Bad Oeynhausen öffnen ihre kleinen Paradiese

Natur in Vielfalt und Schönheit gezeigt

Bad Oeynhausen/Löhne (WB). Den Startschuss für die Gartensaison haben am Wochenende vier Hobbygärtner aus Löhne und Bad Oeynhausen gegeben. Sie öffneten ihre Gartentüren für Besucher und standen ihnen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Angelina Zander

Hans-Werner Twelsiek und seine Frau Gabi sind stolz auf ihren Garten, in dem sich zahlreiche Skulpturen aus Holz mit bunten Blumen abwechseln. Foto: Angelina Zander

Eidinghausen

»Unkraut ist nur das, was an der falschen Stelle wächst.« Nach dieser Devise hegt und pflegt Nicole Wiedemann aus Eidinghausen ihren gemütlichen Hausgarten. Im Sommer summt und brummt es auf der kleinen Wiese, auf der vor allem Bienen und andere Insekten einen Platz finden sollen. Am Sonntag konnten die Besucher ihres Gartens die aktuell violette Blüte bewundern.

»Eigentlich wollte ich immer einen weißen Garten«, sagte Wiedemann. Ihre Lieblingsblume ist jedoch weder weiß noch violett, sondern strahlend gelb und hat ihren Platz zentral im Garten: die gelbe Iris. »Ich habe es am liebsten, wenn alles blüht«, sagte Wiedemann. Aber ihr Garten ist nicht nur etwas für das Auge. Auch die Nase hat dort einiges zu entdecken. Die Iris dufte meistens morgens und mittags, am Abend verströme dann die Nachtviole ihren Duft.

Lohe

Mit farbenfrohen Azaleen und einem leuchtend grünen Ahorn hat Horst Pönnighaus von der Lohe seine Gäste in seinem Garten empfangen. Die Azaleen gehören zu den wenigen blühenden Pflanzen in seinem Garten. Denn seine Leidenschaft gilt den Bäumen, besonders den Laubbäumen. 220 verschiedene Laubbäume hat er in seinem weitläufigen Garten, die alles andere als gewöhnlich sind.

Ob Taschentuchbaum, Lederhülsenbaum oder die Blutpflaume: Im Garten von Horst Pönnighaus sind diese Bäume zu finden. Einer von ihnen ist sein ganzer Stolz und wurde auch von den Besuchern fasziniert bewundert: »Am Tag der Wiedervereinigung habe ich eine Goldeiche gepflanzt. Es ist eine der wenigen Wiedervereinigungseichen, die ich kenne«, sagte er. Dass er auch gerne mit Holz arbeitet, zeigen einige seiner ausgestellten Kunstwerke.

Obernbeck

Die Leidenschaft von Lothar und Lisa von Bargen aus Obernbeck sind die Hosta, auch als Funkien bekannt. Mehr als 600 verschiedene Sorten tummeln sich in ihrem Sammlergarten zwischen Gartenteich und Gemüsebeet. Und es werden immer mehr: »Eigentlich sammeln wir immer Pflanzen, obwohl wir gar nicht wissen wo wir sie hinpflanzen sollen«, gab Lisa von Bargen zu. Doch wenn ihr eine Pflanze gut gefällt, nimmt sie mit. Daraus resultieren zahlreiche Töpfe an Steinrändern, in denen zumeist Hosta darauf warten, eingepflanzt zu werden.

Dabei ist das Ehepaar durch Zufall zu dieser Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Agavengewächse gekommen. Angefangen habe alles vor 30 Jahren mit Kräutern. Als aus den Kräutern langsam Rosen wurden, kamen 1995 die Funkien dazu und sind bis heute geblieben. Sie rahmen den Gartenteich mit seiner gemütlichen Sitzecke ein oder sind direkt neben der Baumschaukel platziert.

Obernbeck

Eine Skulptur stellt im Garten von Gabi und Hans-Werner Twelsiek aus Obernbeck alles auf den Kopf. Dabei ist es nur eine kleine Glaskugel, durch die die Welt plötzlich gedreht wird. Ein spannendes Phänomen, das bei vielen Besuchern für Staunen sorgte. Aber der Garten der Twelsieks hatte mehr zu bieten als eine einzelne Skulptur. Denn für Gabi Twelsiek hat ein Garten viel mit Farbe zu tun. Daher blühen zwischen den mehr als 70 Skulpturen, die ihr Mann kreiert hat, bunte Pflanzen und verleihen dem Garten seinen besonderen Charme.

Auch bei den Blättern der Bäume legte Gabi Wert auf farbliche Abwechslung. Momentan versucht das Ehepaar, seinem Garten eine neue Richtung zu geben: »Früher bin ich bei der Auswahl meiner Pflanzen nur nach der Optik gegangen. Heute stellen wir uns die Frage: Was braucht die Natur?« Sie wollen der Natur etwas zurückgeben und versuchen, Pflanzen für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge in ihren Garten zu integrieren.

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