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Abrissarbeiten in Bad Oeynhausen sind erledigt – Im November soll gemauert werden

Neues Kombibad im Siel: „Jetzt geht es erst richtig los“

Bad Oeynhausen (WB). Hohe Kräne und tiefe Mulden bestimmen derzeit das Bild auf der Baustelle des neuen Kombibades im Siel. Etwa fünf Prozent des gesamten Vorhabens sind laut Bauleiter Daniel Lögering abgeschlossen.

Louis Ruthe

Bislang ragen nur zwei Kräne in den Himmel. Das soll sich Anfang November jedoch schon Schritt für Schritt ändern. Dann soll mit den ersten Betonier- und Maurerarbeiten am neuen Hallenbad im Siel begonnen werden. Foto: Louis Ruthe

Dazu zählen der Abriss der ehemaligen Sielbad-Gebäude, das Ausheben der neuen Becken und Technikkeller sowie die Sicherung der Baustelle vor eintretendem Grundwasser aus dem Erdreich. Damit liegen die Arbeiten laut Lögering „vollkommen im Zeitplan“.

„Anfang November wird die erste Bodenplatte gegossen sein, so dass wir mit dem Hochbau beginnen können“, berichtet der Bauleiter der Construction Management Resourse GmbH (CMR). Derzeit spiele das Wetter gut mit.

Für dieses Jahr sei geplant beim Neubau auch in den Wintermonaten zu arbeiten. Natürlich seien zur Sicherheit wetterbedingte Ausfälle bei der Bauplanung eingerechnet. Derzeit werde vorrangig in den Baugruben gearbeitet.

Vorgaben werden erfüllt

Um Energiesparvorgaben gerecht zu werden, folgen auf eine etwa 50 Zentimeter dicke Schotterschicht neben einer leichten Sandschicht zehn Zentimeter Dämmung. „Darauf wird eine Folie befestigt, die unter die sogenannte Sauberkeitsschicht aus Beton gelegt wird“, sagt Daniel Lögering. Diese Arbeiten sollen nächste Woche abgeschlossen werden. Bis dahin fließen etwa 1200 Kubikmeter Beton.

„Wer denkt, dass wir dann die Pumpen zur Grundwasserentnahme abstellen können, der irrt“, sagt Lögering. Erst wenn die Betondecke fürs Erdgeschoss gegossen sei, habe der Baukörper genug Gewicht, um dem von unten drückenden Wasser stand zu halten. Denn der Grundwasserspiegel an der etwa 7,5o Meter tiefen Baugrube liegt bei 2,80 Meter. „Das ist nicht ungewöhnlich, ohne Abpumpen schwimmt jedoch die Betondecke durch die Baugrube“, sagt Daniel Lögering.

Damit das neue zweigeschossige Gebäude für Freibadtechnik, Kiosk, Umkleiden und Aufenthalträume auf festen Grund steht, ist zudem eine 3,50 Meter dicke Sandschicht vonnöten gewesen. „Wir haben an der Stelle sehr lehmhaltigen Boden, so mussten wir den Grund mit Sand auskoffern.“

Das Grundwasser ist auch ein Grund, warum das alte Außenbecken des Sielbades aktuell bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist, „sonst besteht auch dort die Gefahr, dass das Becken hoch gedrückt wird“, sagt Daniel Lögering.

Zwei Kräne werden justiert

Hoch hinaus geht es für zwei Kranführer auf der Baustelle. In 35 Metern und 45 Metern Höhe justieren sie zwei Kräne, mit denen bis zu sechs Tonnen auf der Baustelle transportiert werden – mit bestem Blick über die Kurstadt.

„Jetzt geht es erst richtig los“, sagt Rüdiger Ernst, Sprecher der Stadtwerke Bad Oeynhausen, die Bauherr des Projektes sind. Zeitplan und Bausumme seien weiter wie im Vorfeld kalkuliert. „Dafür, dass erst fünf Prozent vom gesamten Projekt umgesetzt sind, hat sich doch einiges verändert“, sagt Rüdiger Ernst.

Da es in der Vergangenheit vereinzelt zu Diebstählen an der Baustelle gekommen ist, setzen Bauleitung und Stadtwerke nun einen Wachdienst an der Baustelle ein. „Während der Abrissarbeiten sind beispielsweise Kabelreste geklaut worden“, berichtet Lögering.

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