1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Bad-oeynhausen
  6. >
  7. Partner für Wasserenthärtung gesucht

  8. >

Positives Votum aus Bad Oeynhausen ist am Dienstag Thema beim WBV Am Wiehen

Partner für Wasserenthärtung gesucht

Bad Oeynhausen  (WB). Die deutliche Mehrheit für eine zentrale Trinkwasserenthärtung beim Ratsbürgerentscheid am Sonntag sieht Stadtwerkevorstand An­dreas Schwarze als klaren Handlungsauftrag. »Wir werden jetzt mit der gebotenen Ruhe eine Projekt- und Detailplanung aufstellen«, sagte er am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung. Ziel sei es, erste Ergebnisse während der November-Sitzung des Verwaltungsrates der Stadtwerke vorzustellen.

Malte Samtenschnieder

Im ersten von vier Briefwahlbezirken für den Ratsbürgerentscheid haben mehrere Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums beim Auszählen der Stimmen geholfen. Das Foto zeigt das gesamte Briefwahlteam mit (von links) Björn Lademann, Michael Lohmeier, Elke Schröder, Marlene Kallmeyer, Angelina Bisterfeld, May-Brit Freiburg, Vanessa Sielhöfer und Lena Timmerberg. Foto: Malte Samtenschnieder

»Ich hoffe, dass wir weitere Details zu den Planungen bis zur Jahreswende dann auch öffentlich kommunizieren können«, sagte Andreas Schwarze. Er hoffe, dass die Ausschreibung im nächsten Frühjahr erfolge. Ob beide Anlagen – die Schnellenthärtung in Bergkirchen und die Umkehrosmose in Rehme – zusammen oder getrennt oder sogar einzelne Gewerke ausgeschrieben werden, sei momentan noch völlig unklar.

An der Idee, nach dem positiven Votum für eine zentrale Trinkwasserenthärtung in Bad Oeynhausen nun auch innerhalb des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Am Wiehen dafür zu werben, will Andreas Schwarze nach eigener Aussage festhalten. Je mehr Mitglieder des WBV Am Wiehen sich beteiligten, desto geringer fielen die spezifischen Kosten pro Kubikmeter Wasser und somit auch für jeden einzelnen Kunden aus, so die Motivation des Stadtwerkevorstandes.

An Überlegungen für Rehme ändert sich nichts

An den Überlegungen für die Umkehrosmose in Rehme ändere die Suche nach weiteren Mitstreitern nichts. Möglicherweise aber an der Beschaffenheit und dem Standort der zweiten Anlage, die am Hochbehälter in Bergkirchen errichtet werden soll. Andreas Schwarze: »Wenn sich andere Kommunen beteiligen würden, müsste die Anlage eventuell neu dimensioniert werden.«

Angaben zu einem möglichen Baubeginn seien reine Spekulation. »Wir gehen derzeit aber davon aus, dass die Trinkwasserenthärtung frühestens Ende 2020 in Betrieb gehen könnte«, sagte der Stadtwerkevorstand. Ein wichtiger Aspekt bei den weiteren Überlegungen sei auch, ob der vorgegebene Kostenrahmen von etwa fünf Millionen Euro eingehalten werden könne. Andreas Schwarze: »Sollte dieser deutlich überschritten werden, würden wir die Ausschreibung zurückziehen.«

WBV Am Wiehen tauscht sich Dienstag über Thema aus

»Ich bin mir sicher, dass wir dieses wichtige Thema an diesem Dienstag bei der Verbandsversammlung des WBV Am Wiehen mit allen Mitgliedern besprechen werden«, sagte Georg Busse, kaufmännischer Betriebsführer beim WBV Am Wiehen, am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung. Sich über eine grundsätzliche Entkalkung auf WBV-Ebene Gedanken zu machen, sei aus seiner Sicht sinnvoll. »Ob die Ideen am Ende auch umgesetzt werden, ist dann aber insbesondere eine Frage des Preises«, betonte Georg Busse.

Was eine Verlegung der Entkalkungsanlage aus Bergkirchen beispielsweise zur Brunnenanlage des WBV in Hille oder an einen zentralen Knotenpunkt in Hüllhorst für Konsequenzen hätte, sei unklar. »Zunächst müsste geprüft werden, ob weiter eine Schnellenthärtung oder möglicherweise ein anderes Verfahren an dem neuen Standort besser geeignet wäre«, sagte der kaufmännische Betriebsführer.

Anfallendes Brauchwasser muss abgeleitet werden

Auch über bei der Entkalkung anfallendes Brauchwasser, das nicht in den Trinkwasserkreislauf eingeleitet werden könne, müsse man nachdenken. Georg Busse: »Es gäbe ja nicht die Möglichkeit, es wie in Rehme in die Weser einzuleiten, es müsste stattdessen gegen ein Entgelt in den Schmutzwasserkanal geleitet werden. Was mit zugekauftem Wasser, etwa aus dem WBV Herford-West passieren solle, müsse auch Berücksichtigung finden.

»Ich bin zuversichtlich, dass wir heute über die Trinkwasserenthärtung ins Gespräch kommen, auch wenn das Thema noch nicht auf der Tagesordnung steht«, ergänzte Bernd Poggemöller, Vorsteher des WBV Am Wiehen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag, 26. September, im WESTFALEN-BLATT, Lokalausgabe Bad Oeynhausen/Löhne.

Startseite