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Mitte 2018 soll er baureif sein – für Pendler eine Alternative zum Auto

Radschnellweg kommt voran

Bad Oeynhausen (WB). Der Radschnellweg Ostwestfalen-Lippe steht auf der Prioritätenliste des Landes auf Platz 3 . Das Verkehrsministerium hat ihm wegen der weit fortgeschrittenen Planungen jetzt die Bezeichnung RS3 gegeben. Vor ihm rangieren die Radschnellwege Ruhr (RS1) und Westmünsterland (RS2).

Dietmar Kemper

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Ex-NRW-Verkehrsminister Michael Groschek auf einem Teil des Radschnellwegs RS1. Foto:

Die neue schwarz-gelbe Landesregierung hat sich zu den Projekten bekannt. Radschnellwege seien »eine sinnvolle Ergänzung« der Verkehrsinfrastruktur, heißt es in der Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Arndt Klocke (Bündnis 90/Die Grünen). Dank der Vorarbeit der rot-grünen Landesregierung nehme NRW bei den Radschnellwegen eine Vorreiterrolle ein. Sieben sind geplant.

Umgesetzt werden sie unter Federführung des Landesbetriebs Straßen NRW . Noch unter der alten Landesregierung sei das Straßen- und Wegegesetz geändert worden, sagte Alfred Overberg vom Referat Betrieb und Verkehr: »Radschnellwege werden jetzt analog zu Landesstraßen behandelt. Dadurch übernehmen wir Planung, Bau und Unterhalt.«

Länge von 26 Kilometern

Der RS3 wird voraussichtlich eine Länge von 26 Kilometern haben und von Herford über Löhne, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica bis Minden führen. Die Planungsgemeinschaft Verkehr in Hannover hatte bereits eine Machbarkeitsstudie vorgelegt. Demnach betragen die Kosten schätzungsweise 26 Millionen Euro. Projektpartner sind der Kreis und die Stadt Herford sowie die Städte Bad Oeynhausen, Löhne, Minden und Porta Westfalica. Zuerst wird der Abschnitt zwischen Löhne und Bad Oeynhausen gebaut. Die Stadt Bad Oeynhausen ist bei den Vorarbeiten schon weit. »Wir übergeben die Planungen Mitte 2018 an den Baulastträger Straßen NRW«, sagte die Beauftragte der Stadt für den Radverkehr, Linda Noack, am Freitag. Auch Löhne will das dann tun.

Auf Radschnellwegen sollen Menschen zügig ohne Hindernisse, ohne Absteigen und Warten vor Ampeln von A nach B kommen. Für Pendler sind sie eine Alternative zum Auto. Allein zwischen Löhne und Bad Oeynhausen gebe es täglich 15.000 Pendler, sagte Noack. Dass noch 2018 die Bagger anrollen, hält Overberg für möglich. Wie lange der Bau dauere, hänge auch davon ab, »wie viel Widerstand es zum Beispiel von Bürgerinitiativen vor Ort noch gibt«, sagte er.

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