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Teilabriss der Flutmuldenbrücke könnte Verkehrskollaps in Eidinghausen entschärfen

Rollt der Verkehr einspurig weiter?

Bad Oeynhausen-Eidinghausen (WB/mcs). Um einen Verkehrskollaps in Eidinghausen im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau der Flutmuldenbrücke zu verhindern, lässt der Landesbetrieb Straßen NRW das marode alte Bauwerk derzeit statisch überprüfen.

Um einen Verkehrskollaps in Eidinghausen zu verhindern, wird derzeit geprüft, ob es möglich ist, die Flutmuldenbrücke während des bevorstehenden Neubaus zunächst nur halbseitig abzureißen und in Etappen neu zu errichten. Foto: Malte Samtenschnieder/Archiv

»Erst wenn die  Untersuchung des von uns damit beauftragten Ingenieurbüros abgeschlossen ist, können wir sagen, ob es möglich ist, die alte Brücke längs durchzuschneiden und so zunächst nur eine Hälfte abzureißen«, sagte Straßen-NRW-Sprecher Sven Johanning am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung.

Sollte diese Lösung allerdings umsetzbar sein, wäre ein Hauptanliegen des Landesbetriebes im Zusammenhang mit dem Brückenneubau im Verlauf der Eidinghausener Straße erreicht: So sollen die Behinderungen für den Verkehr möglichst gering gehalten werden. »Sollte es möglich sein, die halbe alte Brücke einspurig weiter zu nutzen, während daneben bereits eine Hälfte der neuen Brücke entsteht, würde das die Situation im Vergleich zu einer Vollsperrung deutlich entzerren« sagte Sven Johanning.

Ampellösung ist wahrscheinlich

Sollte der halbseitige Abriss der Flutmuldenbrücke umgesetzt werden können, ist nach Angaben des Straßen-NRW-Sprechers der Einsatz einer Baustellenampel wahrscheinlich. Dann könnte der Verkehr die einspurige Engstelle wechselweise in beide Richtungen durchqueren. Sven Johanning: »Wegen der überschaubaren Länge der Brücke wären die zu veranschlagenden Grün- und die Räumzeiten sicherlich noch passabel.«

Zeitdruck beim Erarbeiten einer Lösung für den Brückenneubau besteht laut Sven Johanning nicht. Vor Beginn der Arbeiten müsse der Lückenschluss der A30 freigegeben sein.  Da damit 2018 nicht mehr zu rechnen sei, sei auch mit dem Baubeginn für die neue Flutmuldenbrücke frühestens 2019 zu rechnen. Der Straßen-NRW-Sprecher: »Wir rechnen aber damit, dass das Gutachten über die Statik der alten Brücke innerhalb der nächsten Wochen vorliegen wird.«

Verkehrssicherheit hat Vorrang

Erst danach sei es möglich, über die Bauweise zu entscheiden und dann auch einen entsprechenden Bauplan zu erstellen. Auch dabei gelte es, zwischen dem Wunsch, die wichtige Verkehrsverbindung nicht komplett zu trennen, und der Verpflichtung eine verkehrssichere Lösung zu finden, abzuwägen.

Obwohl derzeit noch viele Detailfragen geklärt werden müssen, rechnet Sven Johanning mit einer Bauzeit von mindestens einem Jahr für den Abriss und Neubau der Flutmuldenbrücke. Für das Projekt veranschlagt der Landesbetrieb Straßen NRW etwa drei Millionen Euro.

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