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Akkon-Group will das Lenné-Karree zu einem Dienstleistungszentrum umfunktionieren

„Selbst die Nase blutig geschlagen“

Bad Oeynhausen (WB). „Der Leerstand im Lenné-Karree ist kein Geheimnis“, sagt Peter Zimmermann, Geschäftsführer der Akkon-Group aus Köln, im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Immobilienberatungsunternehmen für Investoren ist für die Vermarktung der Flächen zuständig. Nun soll das Lenné-Karree zu einem Dienstleistungszentrum umfunktioniert werden.

Louis Ruthe

Die Akkon-Group will das Lenné-Karree zu einem Dienstleistungszentrum umfunktionieren. Über die Pläne hat Geschäftsführer Peter Zimmermann informiert. Foto: Ruthe

„Mit dem verzweifelten Versuch, in den vergangenen Jahren Einzelhandelsgeschäfte ins Lenné-Karree zu bekommen, haben wir uns selbst die Nase blutig geschlagen“, sagt Peter Zimmermann. Als Beispiel nennt der Geschäftsführer die frühere Idee, einen Bio-Markt am Standort zu etablieren.

Nitarbeiter führen Gespräche mit jetzigen Mietern des City-Centers

„Wir haben 35 Unternehmen und Händler angeschrieben und mit hohen Subventionen geworben – wirklich gemeldet hat sich bis heute niemand“, sagt Peter Zimmermann. Ein Fehler der Vermarktungsgesellschaft sei es gewesen, über Monate nicht präsent gewesen zu sein. „Eine Stadt wie Bad Oeynhausen versteht man nur, wenn man vor Ort mit den Leuten spricht“, sagt Peter Zimmermann. Seit einem Dreivierteljahr sei nun mindestens ein Mal in der Woche ein Mitarbeiter in der Kurstadt.

„Wir haben zwei Mitarbeiter dafür abgestellt, um etwas gegen den Leerstand im Lenné-Karree zu tun“, sagt Peter Zimmermann. Zu 100 Prozent werde die Fläche nie vermietet sein. „Das Lenné-Karree ist von den Bauherren und dem Architekten als kleines Einkaufscenter konzipiert worden, da bleiben bei der Umstrukturierung Leerflächen“, sagt Peter Zimmermann.

Aktiv werde derzeit auch mit den derzeitigen Mietern des City-Centers gesprochen. Die Mieter dort haben Kündigungen bekommen und müssen ihre Ladenlokale bis Ende Dezember geräumt haben, da der neue Eigentümer an dem Standort ein Wohn- und Geschäftszentrum bauen will.

Multimedialer Konferenzraum und Platz für „Co-Working-Space“

„Die Gespräche werden geführt. Auch über ‚Store-in-Store‘-Lösungen wird gesprochen“, berichtet Peter Zimmermann: „Bestenfalls können wir dort zudem ein kleinen Café etablieren, dass den Dienstleistern zusätzliche Laufkundschaft bringt.“ Zudem wolle das Unternehmen nun an einem verbesserten Hinweissystem im Center arbeiten.

„Wir sind dabei einen multimedialen Konferenzraum zu schaffen, der von allen Mietern genutzt werden kann“, sagt der Geschäftsführer. Auch denkbar seien Flächen für den so genannten Co-Working-Space, welche vorrangig von Unternehmensgründern gesucht werden.

Die Immobilie hat eine Gesamtmietfläche von 7100 Quadratmetern, verteilt auf sechs Etagen, Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen.

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