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Projektorchester der Stadt Bad Oeynhausen spielt vor mehreren hundert Zuhörern

Serenadenkonzert im Kurparkidyll

Bad Oeynhausen  (WB). Seit mehr als zehn Jahren ist es eine Tradition: Wenn das Projektorchester der Stadt Bad Oeynhausen zum Serenadenkonzert vor der Wandelhalle einlädt, strömen die Zuhörer in den Kurpark. So auch diesmal. Mehrere hundert Besucher verfolgten am Mittwochabend das kurzweilige Programm. Dafür spendeten sie Anton Koch und seinen 60 Musikern viel Beifall.

Malte Samtenschnieder

Seit mehr als zehn Jahren ist das sommerliche Serenadenkonzert vor der Wandelhalle im Kurpark eine lieb gewonnene Tradition. Etwa 60 Musiker waren diesmal mit dabei. Foto: Malte Samtenschnieder

»Es ist schön, dass Sie alle da sind«, sagte Stefan Meier, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Oeynhausen, zu Beginn ans Publikum gewandt. Die Mitarbeit im Projektorchester biete den beteiligten Musikern aus den Feuerwehrmusikzügen Dehme, Oberbecksen und Werste die Möglichkeit, die Vielfalt der Feuerwehrarbeit zu zeigen. »Wir können nämlich mehr, als Feuer zu löschen oder etwa Menschen aus verunfallten Fahrzeugen zu befreien«, sagte Stefan Meier.

Den zweiten Teil der Begrüßung übernahm Beate von Rüdiger, Leiterin der Musikschule der Stadt Bad Oeynhausen. Von ihrer Einrichtung wirkten die Mitglieder des Jugendblasorchesters im Projektorchester mit. Beate von Rüdiger lobte das hohe Niveau der musikalischen Arbeit, obwohl die meisten Beteiligten Laien seien. »Es wirken aber heute auch einige Lehrer von uns mit – allen voran Anton Koch als Dirigent«, sagte die Musikschulleiterin.

Projektorchester fährt in Partnerstadt Fismes

Für das 90-minütige Programm hatte das Projektorchester einen vielfältigen Musikmix vorbereitet. In bewährter Blasmusiktradition standen drei Märsche auf dem Programm. Und das nicht von ungefähr, wie Anton Koch erläuterte. »Wir fahren in diesem Sommer noch in unsere französische Partnerstadt nach Fismes und sind dort zur Teilnahme an einer Parade eingeladen. Dafür haben wir die drei Märsche eingeübt.« Die meisten Mitwirkenden blickten der Reise gespannt entgegen. »Wir haben herausgefunden, dass es gar nicht so einfach ist, gleichzeitig Musik zu machen und zu marschieren«, erläuterte der Dirigent.

Auch ein Ausflug in die Unterhaltungsmusik durfte nicht fehlen. So ernteten die Musiker viel Applaus für zwei Medleys, die Melodien aus dem Film »Blues Brothers« beziehungsweise Hits vom »King of Pop« Michael Jackson verarbeiteten. Hohes Ohrwurmpotenzial bot darüber hinaus ein musikalischer Ausflug in die Welt der Karl-May-Filme. Wohl jeder summte bei den eingängigen Erkennungsmelodien von »Winnetou« und »Old Shatterhand« mehr oder weniger bewusst mit.

Beim sicherlich anspruchsvollsten Werk, einem »Earth Dance«, legten nicht nur die Instrumentalisten eine deutlich sichtbare Freude an der Musik an den Tag. Auch Dirigent Anton Koch strahlte, als das Orchester während des Vortrages technische Klippen souverän umschifft und dem Publikum so gleichzeitig einen vielfältigen Hörgenuss beschert hatte.

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