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GOP-Show in Bad Oeynhausen begeistert Zuschauer mit atemberaubender Akrobatik

»Slow« ist nur das Sprechtempo

Bad Oeynhausen (WB). Artistisches Temperament und schweizerische Gelassenheit treffen bei der neuen Varieté-Show »Slow« aufeinander. Eine erfolgreiche Fusion zweier Gegensätze, die die Premierengäste im GOP-Kaiserpalais von Anfang bis Ende überzeugt hat.

Lydia Böhne

Tosenden Applaus spendet das Publikum den elf Akteuren der aktuellen GOP-Show »Slow« für ihre gelungene Premiere. Bis zum 1. Juli gastiert die Varieté-Show noch im Kaiserpalais. Neben Artistik bietet sie auch humorvolle Passagen zum Schmunzeln. Foto: Lydia Böhne

Mystische, entschleunigende Musik erfüllt den Saal, dann folgt plötzlich der Bruch: Die Künstler der neuen GOP-Show stürmen auf die Bühne und versprühen mit ihrer Tanz-Choreografie Partystimmung. Musikalisch begleitet werden sie von Ingrid Korpitsch. Die Österreicherin singt nicht nur, sie begleitet sich auch am Klavier und liefert obendrein eine waghalsige Darbietung am Luftring ab. Gedämmtes Licht und ruhige Musik setzen den Auftritt von Jonas Witt in Szene. Mit seinem lebensgroßen Cyr-Ring verzaubert er die Anwesenden.

Zum Staunen bringt auch Pavel Gurov das Publikum. Mit beeindruckender Körperspannung trotzt der 27-Jährige am vertikalen Chinesischen Mast der Schwerkraft. Gleich zweimal ist Pavel Gurov in der Show zu sehen. Wie die Geschichte zweier Liebender erzählt sich die leidenschaftliche Partnerakrobatik, die er gemeinsam mit Acelya Özcan präsentiert.

Mit ihrem energiegeladenen Auftritt heizt Yulia Rasshivkina dem Publikum ein. Obwohl bereits mehrere funkelnde Hula-Hoop-Ringe um den Körper der temperamentvollen Russin kreisen, findet diese immer noch Zeit für einen kleinen Flirt mit den Zuschauern. Unterhaltsam geht es weiter mit Hazel Bock, alias »The Amazing Hazel«. Die Australierin jongliert mit den Händen – vorzugsweise aber auch mit den Füßen. Sogar um ihren Dutt, zu dem die 36-Jährige ihre Lockenmähne gebunden hat, lässt sie einen der Ringe kreisen.

Zum Träumen lädt Moderator Claude Criblez ein. Im Gepäck hat der Schweizer seinen »Flugzoo«. Es sei ein »brutales Gebastel« gewesen, aus Propellern und Ballons motorisierte Tiere entstehen zu lassen. Neben den niedlichen Ballontieren ist es die schweizerische Leichtigkeit und der unnachahmbare Charme von Claude Criblez, der seinen Auftritt unvergesslich macht. »Keine Angst, der will nur spielen«, kommentiert er, während er mit kindlicher Freude den silbernen Fisch über die Köpfe der Zuschauer schweben lässt. Für eine Raubtier-Nummer holt Claude Criblez sich Hilfe aus dem Publikum. »Bist du schon mal eine Katze geflogen«, fragt der Schweizer, bevor er die Fernbedienung abgibt. »Slow« ist bei dieser Show aber höchstens das Sprechtempo des Moderators, wie die noch folgenden Auftritte zeigen sollen.

Diabolo-Kunst auf höchstem Niveau

Ein strahlendes Lachen gepaart mit Diabolo-Kunst auf höchstem Niveau präsentiert Chu Chuan Ho. Dem Abend der Extraklasse kann am Schluss nur die »Flight Crew Jump Rope« aus den USA mit akrobatischen Elementen zwischen peitschenden Seilen noch eins drauf setzen. Was sie zeigen, hat nichts mit dem herkömmlichen Seilspringen zu tun. Das Trio um die Springseil-Athleten Douglas Henry, Tori Beth Boggs und Billy Scott Jackson wird zurecht mit donnerndem Applaus belohnt.

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