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Literaturkurs des Kant-Gymnasiums in Bad Oeynhausen zeigt Shakespeare-Klassiker

»Sommernachtstraum« einmal anders

Bad Oeynhausen  (WB). Sechs kleine Elfen, drei kleine Trolle und vier Verliebte, die doch nicht so recht wissen, wer wen am Ende liebt, haben nach dem WM-Albtraum am Mittwoch für einen »Sommernachtstraum« in der Aula des Schulzentrums Süd gesorgt.

Annika Tismer

Unter der Leitung von Lehrer Jan Schneidereit hat ein Literaturkurs des Immanuel-Kant-Gymnasiums William Shakespeares »Ein Sommernachtstraum« auf die Bühne gebracht. Einige neue Tanzeinlagen rundeten die altbekannte Handlung ab. Foto: Annika Tismer

Ein Literaturkurs des Immanuel-Kant-Gymnasiums hat dort das gleichnamige berühmte Stück vom William Shakespeare präsentiert. Ein wahrer Trost für alle diejenigen, die nur eine Stunde vor dieser Premiere das Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft miterleben mussten. War dies noch wenige Minuten vor dem Theaterstück Thema Nummer 1 im Zuschauerraum, so war es spätestens nach den ersten fünf Theater-Minuten vergessen.

Denn die jungen Schauspieler hatten in den vergangenen Wochen noch einmal alles gegeben, um eine herausragende Inszenierung auf die Bühne zu bringen. Vom Bühnenbild über die Kostüme bis hin zu den Requisiten und nicht zuletzt natürlich den schauspielerischen Leistungen passte einfach alles. Gekonnt hatten die insgesamt 29 Schülerinnen und Schüler das Stück so für sich gestaltet, dass der Charme der alten Texte blieb und doch immer wieder moderne Elemente vorkamen.

Elfen tanzen zu modernen Pop-Songs

Denn während Hermia (Lisa Zaengel) mit Lysander (Jakob Thies) in einen Wald floh, um nicht mit Demetrius (Clemens Schellerhoff) verheiratet zu werden, tanzten die dort lebenden Elfen zu modernen Pop-Songs. »Mir war es wichtig, die Interessen der einzelnen Schüler bestmöglich aufzugreifen«, sagte Lehrer Jan Schneidereit. Aus diesem Grund habe es zum Beispiel die Tanzeinlagen der Elfen, aber auch andere moderne Gegebenheiten (unter anderem tanzte Isabel Koch als Esel zu »Ein Bett im Kornfeld«) sowie einige neue Dialoge gegeben.

Aufgrund der Größe des Kurses – immerhin 29 Schülerinnen und Schüler – hätten an verschiedenen Stellen neue Elemente in die bekannte Geschichte eingebaut werden müssen. »Sie ist nach und nach gewachsen«, erklärte der Lehrer. Zuletzt habe die Gruppe ein ganzes Wochenende lang an dem Stück rund um die wirren Liebesgeschichten der Hauptakteure, den Elfenkönig Oberon (Sarah Lüfelsmeier) und den kleinen Puck (Nico Jacobi) gearbeitet. »Zuvor wurde bereits ab Januar intensiv geprobt«, sagte Schneidereit.

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