1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Bad-oeynhausen
  6. >
  7. Tauwetter lässt Straßenbelag platzen

  8. >

Kolonne der Stadtwerke Bad Oeynhausen repariert Schäden – Enorme Schneemassen haben Winterdienst vor Herausforderung gestellt

Tauwetter lässt Straßenbelag platzen

Bad Oeynhausen

Der Wintereinbruch vor gut zwei Wochen war heftig. Neben frostigen Temperaturen hat er Bad Oeynhausen vor allem enorme Schneemassen beschert. Diese haben den Winterdienst der Stadtwerke Bad Oeynhausen vor große Herausforderungen gestellt. Das hat Unternehmenssprecher Rüdiger Ernst im Gespräch mit dieser Zeitung bestätigt.

Malte Samtenschnieder

Unter anderem im Verlauf der Brunnenstraße sind durch das Tauwetter verschiedene bereits zuvor geflickte Schlaglöcher erneut aufgebrochen. Foto: Malte Samtenschnieder

„Wir haben von Beginn an alle für den Winterdienst verfügbaren Kräfte aufgeboten“, sagte Rüdiger Ernst. Am ersten Tag der Schneefälle seien 50 Mitarbeiter im Einsatz gewesen. An den Folgetagen seien es bis zu 70 Mitarbeiter gewesen.

Sie hätten nicht nur das Ziel gehabt, schnellstmöglich Straßen und Gehwege in der Reihenfolge der für den Winterdienst vorgegebenen Prioritätenliste vom Schnee zu befreien. „Sie mussten auch einen Teil der Schneemengen mit Lkw aus der Innenstadt abtransportieren, weil dort an den zumeist engen Straßen nicht genug Raum war, um Schnee zu lagern“, sagte Rüdiger Ernst.

Schnee wird per Lkw abtransportiert

Dies sei beispielsweise in der Bismarckstraße, in der Von-Möller-Straße oder auch in einigen Abschnitten der Detmolder Straße der Fall gewesen. „Ein besonderes Augenmerk lag darüber hinaus auf der Kaiserstraße und auf der Bahnhofstraße. Aufgrund der andauernden Sperrung der Steinstraße ist dort ja aktuell das Verkehrsaufkommen größer als sonst“, erläuterte der Stadtwerke-Sprecher.

In den betroffenen Straßen sei der Schnee zunächst per Bagger auf einen Lkw geladen und mit diesem zum Parkplatz am Freibad Lohe transportiert worden. Während dank der wärmenden Frühlingssonne der meiste Schnee im restlichen Stadtgebiet am Dienstag bereits abgetaut war, dürfte dies angesichts der riesigen Mengen auf dem Sammelplatz auf der Lohe sicherlich noch einige Tage dauern.

Weil der Raum an einigen engen Straßen in der Innenstadt nicht ausreichte, um die Schneemassen zu lagern, wurde ein Teil per Lkw zum Parkplatz am Freibad Lohe transportiert. Foto: Malte Samtenschnieder

„Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon mal so viel Schnee gab, dass wir ihn per Lkw abtransportieren mussten“, sagte Rüdiger Ernst. Derartige massive Wintereinbrüche gebe es zum Glück nur selten. „Natürlich wollen wir den Bürgern auch in seiner solchen Situation den besten Service anbieten“, betonte der Unternehmenssprecher. Die Mitarbeiter der Stadtwerke könnten aber nicht überall gleichzeitig räumen. Zudem gebe es etliche Anliegerstraßen, in denen – wie der Name es nahelegt – die Anlieger für das Beseitigen des Schnees zuständig seien.

Subjektive Beobachtungen, der Winterdienst sei in Bad Oeynhausens Nachbarkommunen effektiver verlaufen, wies Rüdiger Ernst zurück. „Wir haben in Bad Oeynhausen verschiedene hügelige Bereiche – etwa am Wiehengebirge oder im Bereich Steinegge. Dort ist es schwieriger zu räumen als etwa in Löhne und Minden, wo es keine derartigen Höhenunterschiede gibt.“

Geflickte Schlaglöcher brechen auf

Zwar habe der Frost etlichen Straßen im Stadtgebiet zugesetzt, andere oft auftretende negative Begleiterscheinungen wie Schäden an Wasserrohren seien aber ausgeblieben. „Besonders schlimm waren die Frostschäden an der Hermann-Löns-Straße, an der Ober­becksener Straße, an der Brunnenstraße an der Straße Mönichhusen und an der Detmolder Straße“, sagte Stadtwerke-Sprecher Rüdiger.

Im Verlauf aller fünf genannten Straßen seien bereits zuvor geflickte Schlaglöcher wieder aufgebrochen. Rüdiger Ernst: „Eine Kolonne ist bereits unterwegs, um die akutesten Schäden zu beheben.“ Eine komplette Auflistung sämtlicher Frostschäden an Straßen im Stadtgebiet gebe es noch nicht. „Die wird erst Ende März erstellt, wenn wir davon ausgehen können, dass der Winter zu Ende ist“, sagte der Unternehmenssprecher.

Startseite