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»The Last Action Heroes« treten bei Breakdance-WM am 21. Oktober in Essen an

Training bis zur letzten Minute

Essen/Bad Oeynhausen (WB). Gerade erst hat die Breakdance-Crew »The Last Action Heroes« Deutschlands größten Breakdance-Wettbewerb gewonnen, schon bereiten sich die Mitglieder auf das nächste Battle vor. Am Samstag, 21. Oktober, treten die Tänzer bei der Weltmeisterschaft in Essen gegen internationale Konkurrenz an.

Lydia Böhne

Michael Kapiza (von links), Alexander Scharow, Georgios Papadopoulos, Amin Mohammadiam und Evgenij Zotov breiten sich mit ihrer Crew auf die Weltmeisterschaft am 21. Oktober in Essen vor. Begleiten werden sie viele Freunde und Unterstützer. Foto: Lydia Böhne

Einen Monat vor dem »Battle of the Year«, so der offizielle Name der Weltmeisterschaft im Breakdance, laufen bei der heimischen Breakdance-Crew die Vorbereitungen auf Hochtouren. Für ihren Auftritt haben die acht Tänzer extra eine neue Show erarbeitet, die allerdings noch nicht ganz fertig ist. »Wir sind flexibel. Wenn uns neue Ideen kommen, wird die Choreografie auch kurz vor der Show noch mal umgestellt«, sagt Amin Mohammadiam (18). Punkten wollen die Jungs vor allem mit Action, Power und bunten Outfits. »Wir wissen, was wir drauf haben«, ergänzt Mohammadiam.

Mit ihrem Sieg im August bei der Deutschen Meisterschaft im Breakdance, haben sich die Tänzer für die Teilnahme an der WM in Essen qualifiziert (diese Zeitung berichtete). »Wir haben beim Auftritt dort extra ein bisschen Luft nach oben gelassen, um uns bei der WM selbst übertreffen zu können«, sagt Evgenij Zotov (25).

Dass die Konkurrenz hart ist, wissen die »Last Action Heroes«. Mehrfach haben Evgenij Zotov und Michael Kapiza bei Weltmeisterschaften zugeschaut. Die Titelverteidiger aus Japan kennen sie bereits von anderen Events. »In dieser Szene kennt man sich einfach. Die Wettkämpfe sind immer ein internationaler Treffpunkt, wo man sich austauscht«, sagt Michael Kapiza. Dass er die WM dieses Mal aus der Perspektive eines Teilnehmers erleben darf, ist für den 19-Jährigen eine große Ehre. Insgesamt werden 15 bis 20 Crews aus 17 Ländern um den Titel kämpfen. Einige Qualifikationen werden noch ausgetragen.

Bis zu 15 000 Besucher finden in der Essener Grugahalle, dem Austragungsort, Platz. Für die Bad Oeynhausener ihr bisher größter Auftritt vor Publikum. »Es war immer unser Traum einmal auf so einer riesigen Bühne vor so einem großen Publikum aufzutreten«, ergänzt Amin Mohammadiam.

Auch wenn der Druck und die Aufregung bereits spürbar sind, steht für die Tänzer der Spaß im Vordergrund. Auch das Preisgeld ist eher Nebensache. »Der Titel ist der eigentliche Gewinn. Man erlangt Bekanntheit, dadurch Buchungen und wird automatisch für die nächste WM eingeladen«, erläutert Evgenij Zotov. Sechs bis sieben Buchungen haben die Tänzer momentan im Monat. »Seit der Deutschen Meisterschaft sind wir sehr viel gefragter«, ergänzt Evgenij Zotov.

Für die Breakdancer startet das Abenteuer Weltmeisterschaft bereits am Freitag, 20. Oktober, mit einer Stellprobe. An den Eins-gegen-Eins-Battles, die am Freitag ausgetragen werden beteiligen sich die Bad Oeynhausener nicht. Richtig ernst wird es Samstagabend, wenn die Crews nach und nach ihre maximal sechsminütigen Shows präsentieren. Beurteilt werden sie nach Dynamik, Synchronität und Thema von einer fünfköpfigen Jury, bestehend aus erfahrenen Tänzern.

Im Finale treten die Crews dann in einem zehnminütigen Battle gegeneinander an. Die Entscheidung erfolgt direkt im Anschluss. Neben dem Weltmeister werden auch die beste Show und das beste Video gekürt, wofür alle Gruppen im Vorfeld ein kreatives Video von sich einreichen konnten. »Auch wenn wir nicht gewinnen sollten, werden wir auf der After-Show-Party unsere Leistung feiern«, ist sich Amin Mohammadiam sicher.

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