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Dirk Henschel bezieht Stellung zu Lage des Eigenbetriebes Staatsbad Bad Oeynhausen

Unerwartete Ausgaben belasten Budget

Bad Oeynhausen (WB). Nicht nur durch mutwillig zerstörte Bänke im Kurpark kommen in diesem Jahr unerwartete Mehrkosten auf den Eigenbetrieb Staatsbad zu. Auch die Folgeschäden des Sturmtiefs »Friederike« belasten das Jahresbudget. Das hat Betriebsleiter Dirk Henschel im zuständigen Fachausschuss erklärt.

Malte Samtenschnieder

Nach dem Absturz eines Giebels aus der Dachkonstruktion sind am Turbinenhaus im Sielpark Reparaturen erforderlich. Foto: Claus Brand

Demnach wurden durch den Eigenbetrieb Staatsbad von den Stadtwerken Bad Oeynhausen im ersten Quartal Leistungen von mehr als 300.000 Euro in Anspruch genommen. Das entspreche rund der Hälfte des mit den Stadtwerken vereinbarten Gesamtjahresbudgets von 620.000 Euro.

Allein für Arbeiten im Zusammenhang mit Schäden durch das Sturmtief »Friederike« seien bereits Kosten von 186.500 Euro entstanden. Und noch nicht alle Arbeiten seien abgeschlossen. Dirk Henschel: »Das angestrebte Jahresbudget wird damit voraussichtlich deutlich überschritten.«

Festhalten an Instandhaltungsmaßnahmen

Dennoch wird der Eigenbetrieb Staatsbad an geplanten Instandhaltungsmaßnahmen festhalten. Der Umbau der Niederspannungshauptverteilung in der Station Westkorso werde zeitnah durchgeführt. Die Durchführung des zweiten Bauabschnittes der Sockelsanierung des Badehauses I solle voraussichtlich ab Juli umgesetzt werden. Abgeschlossen worden sei unter anderem der Neubau einer Fußgängerbrücke über die Oeyne im Bereich Westkorso.

»Die durch das Sturmtief ›Friederike‹ beschädigte Brücke über den Hambkebach in der Oeynhausener Schweiz ist zum einen wegen der Sturmschäden, zum anderen aber auch wegen weiterer im Zusammenhang mit einer zwischenzeitlich durchgeführten Brückenprüfung bestehender Mängel umfangreich zu sanieren«, führte Dirk Henschel aus.

Beseitigen von Schäden an Turbinenhaus

Auch auf Gebäudeschaden am Turbinenhaus im Sielpark kam der Betriebsleiter zu sprechen. Dort war ein Giebel aus der Dachkonstruktion herab gestürzt. Im Zusammenhang mit dem Sturmtief »Friederike« stehe dieser Schaden aus dem Monat Februar allerdings nicht. Derzeit werde geprüft, ob es sich um einen Gebäudeversicherungsschaden handele. Offen sei auch noch, inwieweit das denkmalgeschützte Gebäude in seinen Originalzustand zu versetzen sei.

»Wenn die Versicherung etwas zahlen sollte, dann wohl bestenfalls aus Kulanz«, betonte Dirk Henschel im Ausschuss. Die Wegeverbindung von der Stadtachse in Richtung Sielbad sei seit einigen Tagen wieder freigeben. Trotz Kritik von Fußgängern und Radfahrern, die hier regelmäßig unterwegs sind, sei dies nicht früher möglich gewesen. Sie hatten insbesondere die Positionierung eines Absperrzaunes kritisiert. Dirk Henschel: »Die Verkehrssicherungspflicht hatte in diesem Bereich Vorrang.«

Mit Blick auf die Beherbergungsstatistik hatte der Betriebsleiter auch positive Nachrichten zu verkünden. So sei die Gesamtzahl der Übernachtungen in den Bad Oeynhausener Beherbergungsbetrieben im ersten Quartal 2018 um 2,8 Prozent auf 225.216 gestiegen. Besonders stark hätten die Hotelübernachtungen zugelegt, nämlich um 9,3 Prozent auf 25.119.

Kurbeiträge gehen erneut zurück

»Dennoch haben sich die Erlöse aus Kurbeiträgen in der Zeit vom 1. Januar bis 30. April um 5,7 Prozent auf 283.281 Euro verringert«, betonte Dirk Henschel. Diese gegenläufigen Entwicklungen stünden nicht im Widerspruch zueinander. Dafür sei das System, auf dessen Grundlage die Kurbeiträge in der Stadt Bad Oeynhausen erhoben würden, einfach zu komplex.

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