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Am 6. September können in Bad Oeynhausen von 13 bis 18 Uhr die Geschäfte öffnen

Verkaufsoffener Sonntag beschlossen

Bad Oeynhausen  (WB). In Bad Oeynhausen dürfen am Sonntag, 6. September, in der Zeit von 13 bis 18 Uhr die Geschäfte öffnen. Das sieht eine ordnungsbehördliche Verordnung vor, die an diesem Samstag in Kraft tritt. „Mit dem verkaufsoffenen Sonntag soll der durch die Corona-Pandemie gebeutelte Einzelhandel unterstützt werden“, sagte Stadtsprecherin Kerstin Vornheder am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung.

Malte Samtenschnieder

Unter den Folgen der Corona-Pandemie hat auch der Einzelhandel in der Bad Oeynhausener Innenstadt zu leiden. Ein zusätzlicher verkaufsoffener Sonntag am 6. September soll den Betroffenen zusätzlichen Umsatz bescheren. Foto: Louis Ruthe

Die Basis für die ordnungsbehördliche Verordnung sei ein bis zum Jahresende begrenzter Erlass des NRW-Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie von Mitte Juli. „Sofort nach der Veröffentlichung haben wir bei den Einzelhändlern das Interesse abgefragt und dann die relevanten Verbände und Institutionen um Stellungnahmen zu den Plänen für den verkaufsoffenen Sonntag am 6. September gebeten“, sagte Kerstin Vornheder.

Da kurzfristig Handlungsbedarf bestanden habe, sei die ordnungsbehördliche Verordnung per Dringlichkeitsentscheidung beschlossen worden. Wie in derartigen Situationen üblich seien die Vorsitzenden aller Ratsfraktionen angesprochen worden. „Die Linken waren leider nicht erreichbar“, sagte Kerstin Vornheder. Vertreter aller anderen Fraktionen und Bürgermeister Achim Wilmsmeier hätten den Beschluss am Donnerstag unterzeichnet. Er muss in der nächsten Ratssitzung – laut Sitzungskalender am 7. Oktober – formal bestätigt werden.

Erlass hebt Beschränkungen auf

„In der Vergangenheit war es zuletzt so, dass verkaufsoffene Sonntage nur in Verbindung mit traditionsreichen Veranstaltungen und deren räumlichem Bezug durchgeführt werden durften“, sagte Kerstin Vornheder. Diese Beschränkung hebe der neue Erlass des NRW-Wirtschaftsministeriums vorübergehend auf. Deshalb könne der verkaufsoffene Sonntag am 6. September auch ohne parallel veranstaltetes Weinfest im Kurpark stattfinden.

Letzteres war bereits vor längerer Zeit einem coronabedingt bis Ende Oktober in NRW verlängerten Verbot von Großveranstaltungen zum Opfer gefallen. Kerstin Vornheder: „Wir werden uns bemühen, nun ähnliche Lösungen für die verkaufsoffenen Sonntag zu finden, die es sonst parallel zum Herbst- und Bauernmarkt im Oktober und zum Weihnachtsmarkt im Dezember gegeben hätte.“

Laut ordnungsbehördlicher Verordnung der Stadt Bad Oeynhausen soll mit dem verkaufsoffenen Sonntag am 6. September „zum Erhalt und zur Stärkung örtlicher Einzelhandelsstrukturen und zur Belebung der Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder Ortsteilzentren“ beigetragen werden. „Deshalb dürfen auch nicht nur die Geschäfte in der Innenstadt, sondern im gesamten Stadtgebiet öffnen“, erläuterte Kerstin Vornheder.

Einzelhändler brauchen Umsatz

„Ich freue mich, dass nahezu alle Fraktionen bei dieser Dringlichkeitsentscheidung mitgewirkt haben. Das ist ein gutes Signal für den Einzelhandel in Bad Oeynhausen, der nun in die Werbung für die kurzfristige Aktion in zwei Wochen gehen kann“, sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier.

„Wir begrüßen es sehr, dass der verkaufsoffene Sonntag am 6. September zustande kommt“, sagte Tim Schütte, Vorsitzender der Initiative Bad Oeynhausen. Davon werde der durch die Corona-Krise stark beeinträchtige Einzelhandel in der Kurstadt sicherlich profitieren. Tim Schütte: „Die Menschen sehnen sich nach Normalität. Sie wollen wieder etwas Schönes erleben. Dazu gehört es auch, wieder ausgiebig einzukaufen.“

Bisher seien die Stimmen der anderen Einzelhändler aus der City zum zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntag positiv. „Ich nehme an, dass alle mitmachen. Wir brauchen den Umsatz“, sagte Tim Schütte. Er hoffe, dass auch die verkaufsoffenen Sonntage im Oktober und Dezember stattfinden.

Werre-Park und Südstadtmeile dabei

„Ich freue mich, dass auch wir in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit an dem verkaufsoffenen Sonntag teilnehmen dürfen“, sagte Torben Schulz, Center-Manager des Werre-Parks, am Freitag im Gespräch mit dieser Zeitung. Es sei seine Hoffnung und sein Wunsch, dass sich möglichst viele Einzelhändler aus dem Einkaufszentrum trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie Kurzarbeit und Urlaubszeit daran beteiligen.

Ähnlich äußerte sich Alexander Otto, stellvertretender Vorsitzender der Südstadtmeile. „Das Interesse unserer Mitglieder an einem verkaufsoffenen Sonntag ist groß. Für viele ist dieses zusätzliche Engagement in der aktuell schwierigen Situation aber nicht so einfach zu stemmen“, sagte der Geschäftsführer von Edeka Otto an der Schulstraße.

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