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„Creactiv Art“ und „Antik Lädchen“ schließen – „Bonita“ zieht aus – „Leckerei“ schon zu

Vier Geschäfte verlassen die Innenstadt

Bad Oeynhausen (WB). Der Einzelhandel in der Innenstadt ist in Bewegung: Seit dieser Woche hat Gabriele Jarms – nach 30 Jahren in der Innenstadt – ihr Antiquitätengeschäft „Das Antik Lädchen“ endgültig geschlossen. Nach mehr als 17 Jahren in der Innenstadt schließt Irina Jacke zum 31. Juli ihr Bastel-, Mal- und Schreibwarengeschäft „Creactiv Art“ an der oberen Klosterstraße. Auch der Filialist „Bonita“ zieht sich aus der Innenstadt zurück.

Louis Ruthe

„Das Antik Lädchen“ hat laut Inhaberin Gabriele Jarms (Zweite von links) so gut wie jeder Bad Oeynhausener in den vergangenen 30 Jahren besucht. Nun räumen Elke Buresch (von links), Mechthild Horst und Frauke Gamm das Geschäft leer. Fotos: Louis Ruthe Foto:

„Es haben sich viele Kunden in den vergangenen Tagen bei mir verabschiedet“, sagt Gabriele Jarms, Inhaberin des Geschäftes „Das Antik Lädchen“. Angefangen hatte alles vor mehr als 30 Jahren mit ihrem Mann Carl-Fritz Jarms in einem kleinen Lädchen am Wilhelmsplatz. „Wir haben immer viel Antikes gesammelt.

Irgendwann haben wir uns dazu entschlossen, einen Laden aufzumachen“, sagt die Bad Oeynhausenerin. Nach zwei Jahren habe für die beiden festgestanden, dass ein größeres Geschäft vonnöten sei. „Wir zogen an den Anfang der Klosterstraße, dorthin, wo heute das Nagelstudio ist“, berichtet sie.

Doch auch dort reichte der Platz nicht aus, so dass sich das Ehepaar wenige Jahre später entschloss, an die Klosterstraße 16 zu ziehen. Nach mehr als 20 Jahren vor Ort ist nun aber Schluss. „Mein Mann ist vor einigen Jahren schon in Rente gegangen, für mich ist es nun auch soweit“, sagt die Inhaberin. Sie sei immer mit viel Herzblut bei der Arbeit gewesen. „Ja, es wird mir etwas fehlen“, meint Gabriele Jarms.

Seit November habe sie durch den Räumungsverkauf versucht, die Antiquitäten, Dekoware oder auch Modeaccessoires abzuverkaufen. „Über die Jahre hat sich so einiges angesammelt“, sagt Ga-briele Jarms. Deshalb werde sie auch weiter die restlichen Sachen zum Abverkauf in einem Schaufenster an der Viktoriastraße präsentieren. Telefonisch könnten Interessierte sich bei ihr melden.

Bastelgeschäft schließt nach 17 Jahren

Nach 17 Jahren an der Klosterstraße zieht zudem Irina Jacke Ende Juli die Notbremse. „Der Einzelhandel in der Innenstadt leidet seit Jahren“, sagt die Inhaberin. Vor allem der Online-Handel sei immer mehr zu einer Konkurrenz geworden. „Zudem ist die Begeisterung fürs Basteln und Malen bei vielen über die Jahre hinweg eingeschlafen“, berichtet Irina Jacke. Für sie sei es besser, jetzt Schluss zu machen, bevor es zu spät sei.

Im Dezember 1983 hatte ihre Mutter Gisela Jacke am WEZ Weserstraße das erste kleine Geschäft, damals ausschließlich für Malerbedarf, eröffnet. Nach zehn Jahren zog Gisela Jacke mit ihrem Geschäft an die Detmolder Straße. 1998 folgte der erste Laden in der Innenstadt. „Im Verkehrshaus haben wir das erste Geschäft eröffnet. Neben Malerbedarf haben wir dort erstmalig auch Bastelwaren angeboten“, erzählt Irina Jacke.

2003 übernahm Irina Jacke das Geschäft von ihrer Mutter, einhergehend mit dem Umzug an die Klosterstraße. „Ich hatte mich dazu entschlossen, noch Schreibwaren mit anzubieten“, sagt Irina Jacke. Mit dem Aufkommen der großen Filialisten und Drogeriemärkte sei jedoch der Andrang der Kunden immer mehr ausgeblieben. „Ich habe das Gefühl, dass eine gute Beratung heutzutage nichts mehr wert ist“, sagt die Inhaberin. Nochmals neu an einer anderen Stelle anzufangen, kommt für die 55-Jährige nicht in Frage. Nun steht der Abverkauf an. „Die Schilder sind bestellt, der Abverkauf wird in den nächsten Tagen starten“, sagt Irina Jacke.

„Bonita“ zieht sich zurück

Unweit vom Antiquitätengeschäft findet seit einigen Wochen im Modegeschäft „Bonita“ ein weiterer Räumungsverkauf wegen einer Geschäftsaufgabe statt. Eine offizielle Aussage zu einer möglichen Schließung an der Klosterstraße gab es aber nicht.

Im Gespräch mit dieser Zeitung bestätigt eine Unternehmenssprecherin nun die Schließung. Diese geschehe im Zuge der Restrukturierung des Modelabels. „Sollten sich interessante Angebote in der Stadt ergeben, werden wir diese prüfen“, teilt die Sprecherin mit. Bis Ende Januar soll der Abverkauf erfolgen.

Leckerei bereits geschlossen

Leer steht seit Dezember das ehemalige Bistro „Leckerei“. „Ende Dezember haben die Betreiber Insolvenz angemeldet, somit ist der Mietvertrag hinfällig geworden“, sagt Karl-Ludwig Meyer, Vermieter und Inhaber der Hohenzollern GmbH. Für neue Interessenten sei die Fläche ab sofort zu mieten.

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