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Senioren erhalten Tipps zum sicheren Auto- und Radfahren

Vorsicht im Verkehr

Bad Oeynhausen (WB). Wie bereiten sich Senioren auf längere Autofahrten vor? Wie funktioniert das Einfädeln auf der Autobahn? Und müssen Radfahrer im Kreisverkehr ein Handzeichen geben? Tipps für Senioren im Verkehr gab es am in der Hauptschule Bad Oeynhausen.

Rajkumar Mukherjee

Zu einem Seminar für Verkehrsteilnehmer im Seniorenalter hat die Verkehrswacht Minden-Lübbecke in die Hauptschule im Schulzentrum Nord eingeladen. Tipps hat Verkehrssicherheitsberaterin Annegret Wilkening (von rechts) den Teilnehmern Norbert Keil, Monika Albert, Reinhold Jaschewski, Helmut Sohr, Friedhelm Schäffer, Anita Kordes sowie Ursula und Horst Lange gegeben. Foto: Rajkumar Mukherjee

Zu den monatlichen, kostenlosen Treffen im Schulzentrum Nord lädt die Kreisverkehrswacht Minden-Lübbecke ein. Dann gibt Annegret Wilkening Informationen. Einen wichtigen Hinweis gab sie vorab: »Wenn Sie Radfahren, setzen Sie einen Helm auf. Mir ist ein Fall einer Radfahrerein aus Bad Oeynhausen bekannt. Sie trug keinen Helm, stürzte und ist heute wegen schwerer Kopfverletzungen ein Pflegefall«, sagte Annegret Wilkening.

Zehn Besucher nahmen nun am Treffen teil. In einem Lichtbildvortrag stellte Annegret Wilkening knapp 30 verkehrsrelevante Punkte vor – die nicht nur für Senioren wichtig sind. Hier ist ein Auszug daraus.

Check am Auto

Regelmäßig sollten auch Senioren Folgendes prüfen: den Reifendruck und die entsprechende Profiltiefe. Hinweise auf den Reifendruck gibt es im Bordbuch des Wagens. Die Profiltiefe sollte mindestens 1,6 Millimeter betragen. Sicherer sind 4 Millimeter. Auch sollten besonders Senioren regelmäßig nachschauen, ob beispielsweise alle Lampen, etwa für den Blinker, funktionieren.

Auf dem Parkplatz

»Was viele nicht wissen: Auf Parkplätzen an Einkaufszentren, beispielsweise am Werre-Park, gilt nicht automatisch die Straßenverkehrsordnung«, sagte Annegret Wilkening. Sie gelte nur, wenn dies auf Schildern entsprechend ausgewiesen wird. Auf die Regel »Rechts vor links« können sich Autofahrer bei Unfällen nicht berufen. Annegret Wilkening empfahl deshalb besonders hier das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Kommt es zu einem Parkrempler müssen Autofahrer bis zu zwei Stunden warten, ein Zettel hinter der Windschutzscheibe reicht nicht. »Besser ist es, direkt die Polizei zu verständigen. Sonst laufen Sie Gefahr, dass Sie eine Unfallflucht begehen«, sagte Annegret Wilkening.

Kreuzungen ohne Ampel

Hier sollten Senioren sich nicht von anderen Verkehrsteilnehmern bedrängen lassen. »Lassen Sie sich Zeit und orientieren Sie sich. Schauen Sie lieber zweimal, bevor Sie in die Kreuzung hineinfahren«, sagte Annegret Wilkening. Dabei gilt der Rundum- und Schulterblick. Besonders auf Radfahrer und Fußgänger sei zu achten.

Auf die Autobahn fahren

Auch hier sollten sich besonders ältere Autofahrer noch einmal über das richtige Auffahren Gedanken machen. »Wenn Sie auf der Beschleunigungsspur Gas geben, sich aber auf der Autobahn keine Lücke ergibt, sollten Sie keinesfalls am Ende der Spur abbremsen und stehen bleiben. Falls nötig, überfahren Sie die weiße Linie und scheren später nach links ein«, sagte Annegret Wilkening.

Warnweste im Auto anziehen

Kommt es zu einem Autounfall, sollte man – wenn man nicht verletzt ist – versuchen, Ruhe zu bewahren. »Es empfiehlt sich nach dem Einschalten der Warnblinkanlage schon im Auto die Warnweste anzuziehen«, sagte Annegret Wilkening. Zudem sollten sich Autofahrer nicht auf der Fahrbahn aufhalten und die Unfallstelle absichern. Dazu wird das Warndreieck in mindestens 100 Meter Entfernung aufgestellt.

Positives Fazit

Zufrieden nach der etwa einstündigen Beratung war Teilnehmer Gerhard Kordes. Er war mit seiner Ehefrau Anita aus Vlotho gekommen. »Weil es dort ein solches Angebot für Senioren bisher nicht gibt. Mir hat besonders gefallen, dass die Informationen gut zusammengefasst waren«, sagte Gerhard Kordes.

Weitere Informationen zu den Angeboten für Senioren gibt es bei der Kreisverkehrswacht unter Telefon 0571/44055.

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