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Schnee und Eis in Bad Oeynhausen bringen die Arbeiten auf der Baustelle für das neue Kombibad im Siel vorübergehend zum Erliegen

Wintereinbruch stoppt Baufortschritt

Bad Oeynhausen

Wegen Schnee und Eis ruht die Baustelle für das neue Kombibad im Siel. Das hat Rüdiger Ernst, Sprecher der Stadtwerke Bad Oeynhausen, am Mittwoch auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt.

Malte Samtenschnieder

Wegen enormer Schneemengen und klirrender Kälte ist das Baugeschehen am Standort des künftigen Kombibades im Siel zum Erliegen gekommen. Foto: Stadtwerke Bad Oeynhausen

Demnach wurden die Bauarbeiten am Montag vorübergehend eingestellt. „Dafür ausschlaggebend waren die starken Schneefälle vom Wochenende“, sagte Rüdiger Ernst. Erschwerend hinzu kämen die niedrigen Temperaturen im zweistelligen Minus-Grad-Bereich.

Negative Auswirkungen auf den weiteren Bauablauf seien bislang nicht zu befürchten. „Am Anfang der Woche lagen wir zwei Wochen vor unserem Zeitplan. Selbst wenn wir jetzt für 14 Tage Winter haben sollten, wirft uns das also nicht zurück“, sagte Rüdiger Ernst.

Eine Maßnahme, die aufgrund des Kälteeinbruchs verschoben werden müsse, sei das Einziehen der Decken im künftigen Freibad-Technik-Gebäude. Die Wände seien inzwischen bis zum Erdgeschoss hochgemauert. „Bei Dauerfrost können wir dort aber momentan nicht weiterarbeiten“, betonte der Stadtwerkesprecher.

Im künftigen Hallenbad seien sowohl die Becken als auch die Beckenköpfe betoniert. „Es konnte auch schon ein Teil der Decken eingezogen werden“, sagte Rüdiger Ernst. Als nächster Schritt müssten passgenaue Verschalungen gebaut werden, um weitere größere Betonteile zu gießen. Rüdiger Ernst: „Die dafür benötigten Formen lagern bereits im Nichtschwimmer-Bereich des ehemaligen Freibades.“

Als eine weitere wichtige Etappe müssen nach Angaben des Stadtwerkesprechers Löcher in den Boden gebohrt werden für Pfähle, auf denen später das Fundament für den Eingangsbereich und die Umkleiden des neuen Hallenbades lagern soll. „Mit den Bohrarbeiten kann auch erst begonnen werden, wenn das Erdreich nicht mehr gefroren ist“, sagte Rüdiger Ernst.

Dass sich das absichtlich in den ehemaligen Freibadbassins belassene Wasser beim Dauerfrost der vergangene Tage immer mehr in Eis verwandelt habe, sei kein Problem. „Die Freibadbecken sind darauf ausgelegt“, sagte Rüdiger Ernst.

Sobald die Temperaturen wieder steigen und Schnee und Eis geschmolzen sind, sollen die Bauarbeiten für das Kombibad im Siel fortgesetzt werden. Der geplante Eröffnungstermin für das neue Hallenbad und das rundumerneuerte Freibad ist im Frühjahr 2022.

Wie Stadtwerke-Vorstand Andreas Schwarze jüngst im Sportausschuss erläuterte, kann der geplante Kostenrahmen von 21,8 Millionen Euro wahrscheinlich unterschritten werden. Erschließungsmaßnahmen, um das Gelände nutzen zu können, seien soweit abgeschlossen. Die Ausführungsplanung sei zu 95 Prozent erfolgt. Die zweite Ausschreibungsrunde mit dem dazugehörigen Paket der Gewerke stehe zudem vor dem Abschluss.

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