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Stadt Bad Oeynhausen sucht Paten für 80 Bäume auf einer knapp 8000 Quadratmeter großen Fläche am Steinkamp

Zweiter Bürgerwald in Dehme

Bad Oeynhausen

Mit den Plänen für einen zweiten Bürgerwald in Bad Oeynhausen befasst sich der Umweltausschuss bei seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 4. Februar, um 18 Uhr im Bürgerhaus Rehme. Dafür im Gespräch ist eine knapp 8000 Quadratmeter große Fläche der Stadt nördlich der Dehmer Spange.

Malte Samtenschnieder

In Löhne gibt es mehrere Bürgerwälder (Foto). Nach einem Pilotversuch in Werste soll in Bad Oeynhausen eine zweite Fläche in Dehme ausgewiesen werden. Foto: Heike Nolte

Laut Beschlussvorlage für die Ausschusssitzung erfolgte die Entscheidung zur Errichtung eines ersten Bürgerwaldes in Werste im August 2016. Der Wunsch, Baumpate zu werden, sei so stark gewesen, dass bereits im November 2017 die komplette Fläche bepflanzt werden konnte.

Da im ersten Bürgerwald nicht alle Bürger, die Interesse bekundet hatten, eine Baumpatenschaft übernehmen konnten und es nach wie vor den Wunsch gebe, Bäume auf städtischen Flächen zu pflanzen, könne nun eine zweite geeignete städtische Fläche mit einer Größe von 7853 Quadratmetern am Steinkamp in Dehme vorgeschlagen werden.

Der Aufforstungsantrag wurde nach Angaben der Verwaltung bereits gestellt. Eine Aufforstung mit „unterschiedlichen mehrfach verschulten standortgerechten Bäumen“ sei genehmigt worden und damit möglich. Auf der Fläche könnten etwa 80 hochstämmige Bürgerbäume im Abstand von acht Metern gepflanzt werden.

Wenn jemand Baumpate werden möchte, sollte er sich nach Angaben der Verwaltung im Stadtportal unter Bürgerwald informieren und sich anschließend für eine Baumart entscheiden. Gleichzeitig sollten 150 Euro für den gewählten Bürgerbaum überwiesen werden. Erst dann sei die Anmeldung über das online verfügbare Bestellformular für beide Seiten verbindlich.

„Sobald 80 Anmeldungen eingegangen und entsprechende Überweisungen getätigt worden sind, werden die Bäume zentral beschafft und im November eines Jahres angepflanzt“, heißt es weiter in der Beschlussvorlage. Alle Baumpaten würden frühzeitig zu einem Pflanzfest eingeladen. Dort bestehe dann für die Paten die Möglichkeit, an die fachgerecht gepflanzten Bäume etwas Rindenmulch zu streuen und „ihren Baum“ zu begutachten.

Die Verwaltung weist darauf hin, dass der Baum mit seiner Pflanzung Bestandteil des Bad Oeynhausener Waldes und nicht Eigentum des Spenders wird. Er dürfe auch nicht wieder aus dem Wald entfernt werden. Ein Anspruch auf Ausgleich oder eine Ersatzpflanzung bei Verlust oder Zerstörung des Baumes – aus welchen Gründen auch immer – bestehe nicht.

Die Baumpaten stehen aber nicht mit leeren Händen da: Sie erhalten beim Pflanzfest eine Urkunde für ihre Baumpflanzung mit eingezeichnetem Standort.

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