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Gemeinde Stemwede hofft auf Vollversorgung der Haushalte und appelliert an Bürger: Bei „Gustav Internet“ Interesse bekunden

Chance auf „Glasfaser für alle“ ist groß

Stemwede

Steuert Stemwede auf eine Vollversorgung der Haushalte mit schnellem Internet hin?

Viele Jahre war es der Wunsch in Stemwede, dass in der Gemeinde endlich das schnelle Internet kommt. Viel hat sich – auch durch den Masterplan des Kreises sowie privatwirtschaftliche Initiativen – schon getan. Mit „Gustav Internet“ winkt womöglich sogar ein Vollausbau. Foto:

In der Gemeinde beginnt der nächste Schritt in Richtung schnelles Internet für alle. Mit Hilfe zweier Partner soll der Komplettausbau eines Glasfasernetzes realisiert werden.

„Haushalte, die bisher noch nicht ans Glasfasernetz angeschlossen sind, können kostenlos einen Anschluss bekommen – wenn das Interesse innerhalb der Gemeinde groß genug ist. Mindestens 60 Prozent der noch nicht angeschlossenen Haushalte müssen mitmachen, dann lässt sich der Vollausbau realisieren“, erklärt Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat. „Wir wollen jetzt diejenigen erreichen, die bei den bisherigen Maßnahmen zum Internetausbau noch nicht zum Zuge gekommen sind. Unabhängig davon, wo die Gebäude im Gemeindegebiet liegen.“

Und der Verwaltungschef betont: „Die Hauseigentümer müssen sich an den Baukosten nicht beteiligen“. Möglich wird das, weil mit Primevest ein Partner gefunden wurde, der in das Stemweder Glasfasernetz investiert und mit „Gustav Internet“ ein Anbieter zur Verfügung steht, der das Netz betreibt und entsprechende Produkte anbietet – Internetpakete von 100 bis 1000 Mbit/s.

„Es ist eine Riesen-Chance für Stemwede, dass der Ausbau von den Unternehmen eigenwirtschaftlich umgesetzt werden soll. Das spart auch Steuergelder“, sagt Abruszat. Vor allem hätten die Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt, wie schwierig es sei, Netzanbieter für den Glasfaserausbau zu finden, da momentan alle Städte und Gemeinden damit beschäftigt seien, eigene Netze auf- oder auszubauen.

„Jetzt kommt es darauf an, dass wir alle gemeinsam Werbung machen für dieses Projekt. Sprechen Sie mit Nachbarn, Freunden, Bekannten“, motiviert der Bürgermeister alle Stemwederinnen und Stemweder und erinnert noch einmal an die „60-Prozent-Hürde“, die es zu überwinden gilt, damit der Komplettausbau starten kann. „Wir haben eine einmalige Chance. Lassen Sie uns diese ergreifen“, ermutigt der Bürgermeister auch all diejenigen über das Angebot nachzudenken, die mit ihren aktuellen Bandbreiten momentan noch zufrieden sind. „Wir schaffen hier ein zukunftsfähiges und robustes Versorgungsnetz, das auch den steigenden Anforderungen nach immer höheren Bandbreiten standhält. Das betrifft nicht nur das Thema Home-Office, sondern beispielsweise auch den wichtigen Bereich der Telemedizin.“

Wie wichtig es dem Verwaltungschef ist, dass dieses Projekt realisiert wird, zeigt sich auch in dem persönlichen Anschreiben, das der Bürgermeister demnächst an alle Stemweder Haushalte schickt, die bisher noch keinen Glasfaseranschluss besitzen.

Außerdem gibt es im Internet unter www.glasfaser-stemwede.de schon jetzt alle Informationen zu den Produkten sowie auch die Gelegenheit, einen Vorvertrag abzuschließen.

Gustav Internet

Das DSL-Schwesterprodukt Hugo, eine RWE-Tochter, ist in Stemwede bereits in mehreren Bereichen verfügbar – unter anderem am Stemweder Berg entlang.

„Als nächster Schritt soll das Glasfasernetz in der Gemeinde komplett ausgebaut werden und wir haben das gemeinsame Ziel, dass möglichst alle Interessierten in Stemwede von der neuen Technologie profitieren können“, wirbt das Unternehmen „Gustav Internet“ auf seiner Homepage www.glasfaser-stemwede.de.

„Wenn sich in Stemwede genügend Interessenten finden, erschließen wir den Ausbaubereich mit eigenen Investitionsmitteln – das heißt ohne Baukostenzuschuss für die Bürger“, heißt es weiter. „Gebiete, die sich durch entsprechend hohes Interesse als erstes qualifizieren, werden wir als erstes in der Planung für den Ausbau der Glasfaser berücksichtigen und realisieren.“ Die Bürger können sich unverbindlich registrieren lassen, falls sie Interesse an einen Anschluss haben. Auf der Internet-Seite von „Gustav Internet“ finden sich bereits Angaben zu Produkten und Preisen. Angeboten werden vier Highspeed-Internetprodukte – angefangen mit 100 Mbit/s für monatlich 44,99 Euro. Dann folgen – entsprechend für höhere Preise – Geschwindigkeiten von 200 und 500 Mbit/s. Insgesamt, so wirbt „Gustav Internet“, sind bis zu 1000 Mbit/s möglich. Die Vertragsmindestlaufzeit beträgt 24 Monate. Das Unternehmen wirbt mit dem Ausbau auch in der Stadt Rahden, der Gemeinde Hille, der Stadt Preußisch Oldendorf und der Gemeinde Hüllhorst.

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