1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Kreis-minden-luebbecke
  6. >
  7. Die Krux mit dem Denkmalschutz

  8. >

Stadtheimatpfleger Dr. Klaus Peter Schumann bezieht Stellung zu einem möglichen Abriss des Hotels Wittekind in Bad Oeynhausen

Die Krux mit dem Denkmalschutz

Bad Oeynhausen (WB)

„Als ich davon erfahren habe, dass das Hotel Wittekind möglicherweise abgerissen werden soll, hatte ich ein Deja-vu“, sagt Dr. Klaus Peter Schumann. Der Stadtheimatpfleger spielt damit auf das Schicksal des ehemaligen Hotels zur Rose auf dem Nachbargrundstück an.

Von Malte Samtenschnieder

Die Ursprünge des Hotels Wittekind reichen bis in das Jahr 1848 zurück. Auffällig sind die Rundbogenfenster in der Frontfassade. Sie werden von einigen Experten dem sogenannten preußischen Rundbogenstil zugerechnet und deshalb als schützenswert eingestuft.Diese Postkartenaufnahme ist um 1900 entstanden. Sie zeigt das Hotel Wittekind in seiner ursprünglichen Form, bevor 1911 die Aufstockung um eine Etage erfolgte.Auf diesem Foto ist das Hotel Wittekind bereits inklusive zusätzlicher Etage zu erkennen. Die zugehörige Postkarte wurde von Kurgästen im Jahr 1914 verschickt.Bis zu seiner Schließung Ende 2019 hat das Hotel Wittekind Solebäder angeboten. Foto: Malte SamtenschniederStadtarchiv Bad OeynhausenMalte Samtenschnieder/Archiv

„Nach der Schließung des Hotelbetriebs ging im Mai 1982 ein Antrag zum Abbruch bei der Stadt ein“, erläutert Klaus Peter Schumann. Das Amt für Denkmalschutz habe das Hotel damals als schutzwürdig erachtet, da es das Gebäude als wichtig für die Baugeschichte der Badestadt und als Repräsentant eines frühen Hotelbautypes eingestuft habe. Dennoch habe die Stadt den Abriss genehmigt. Einwände des Landeskonservators und Verhandlungen mit dem Besitzer seien erfolglos geblieben.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!