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Gartenbesitzer im Kreis Minden-Lübbecke zeigen ihre grünen Oasen - los geht es am 7. Mai

Einblicke hinter die Gartentore

Minden/Lübbecke

Endlich ist es wieder soweit. Nach zwei Jahren Pandemiepause öffnen die Gärten im Mühlenkreis wieder ihre Pforten für Besucherinnen und Besucher. Zehn Gärten sind in diesem Jahr dabei.

Der Garten der Familie Larusch in Blasheim kann am Sonntag, 19. Juni, besichtigt werden. Foto: Angela Larusch

Den Anfang macht an diesem Wochenende, 7. und 8. Mai, der Garten der Töpferei Sundern in Stemwede. Von 10 bis 18 Uhr öffnen die Künstler Kathinka Luckmann und Gerd Lammers neben ihrem Garten auch ihre Keramikausstellung auf der Deele des Bauernhauses. Ihr naturnaher Garten lockt mit insektenfreundlichen Blühflächen, Staudenbeeten, einer Obstwiese und einem Bauerngarten mit Gemüse und Kräutern. Skulpturen und Keramikobjekte fügen sich wie selbstverständlich in die Naturidylle ein. Neben alten Haustierrassen können auch die von Gerd Lammers selbst gebauten Tiny-Häuser bewundert werden. Die Töpferei Sundern bildet den Rahmen der diesjährigen Gartensaison. Denn nach dem Start im Wonnemonat Mai wird sie die Saison am 27. und 28. August mit gleichem Programm auch beschließen.

Bereits am Sonntag, 22. Mai, und erneut am 12. Juni öffnet Anja Stuffel in Minden-Bölhorst ihren Garten jeweils zwischen 13 und 18 Uhr. Unter dem Motto „Erlaubt ist, was gefällt“ lässt sie auch Pflanzen zu, die sich selbst aussäen, solange sie gefallen. Dabei liegt ihr ein insektenfreundlicher Garten am Herzen.

Am Wochenende, 11. und 12. Juni, begeht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe den Tag der Gärten und Parks zum zehnten Mal. Auch aus dem Mühlenkreis sind immer einige Gärten dabei. Der Schlosspark Benkhausen in Gestringen lädt an beiden Tagen zum Flanieren durch den Englischen Garten ein. Am Samstag, 11. Juni, um 16 Uhr gibt es in der Scheune am Park das Impro-Theater mit Emscherblut. Der Eintritt kostet 25 Euro. Wer später dazu stößt, kann ohne Eintritt ab 18 Uhr beim „Dinner in Weiß“ an Genuss-Stationen bei Musik kulinarische Köstlichkeiten probieren. Am Sonntag, 12. Juni, können von 11 bis 18 Uhr auch Kunsthandwerkerstände besucht und Kulinarik genossen werden. Kunstbegeisterte kommen hier auch vom 23. bis 27. Juni auf ihre Kosten, wenn Skulpturen im Park entstehen.

Weiterhin sind beim Westfälischen Gartentag dabei: Der Landgarten Böhne aus Hille-Rothenuffeln, der Hortus Quercuum-Garten von Lena Fenne in Stemwede-Haldem und der NaturGarten mit Kunst-Objekten von Jutta Wasels im Stemwede-Niedermehnen.

Täglich in der Woche vom 1. bis 10. Juli jeweils in der Zeit von 11 bis 17 Uhr kann in Minden-Leteln im Garten Westphal Neues entdeckt werden. Foto: Christiane Westphal

Verwunschene Gartenecken

Bereits am Sonntag darauf, 19. Juni, von 11 bis 18 Uhr öffnet Ute Böhne aus Hille-Rothenuffeln ihren Landgarten. Ein Spaziergang vom historischen Backsteinhaus bis zum Mühlenteich offenbart eine Blütenpracht und verwunschene Gartenecken mit Sitzplätzen. Am 24. Juli kann ihr Garten ein zweites Mal bestaunt werden.

Ebenfalls am Sonntag, 19. Juni, können auch der Garten Larusch in Blasheim und der Garten Horn in Preußisch Oldendorf-Schröttinghausen besichtigt werden. Beide öffnen an diesem Tag von 11 bis 18 Uhr.

Angela Larusch hat sich ganz einem Naturgarten mit heimischen und insektenfreundlichen Pflanzen verschrieben. Ihr Resthof wird von Wildsträucherhecken umsäumt. Eine angelegte Blumenwiese hält auch Trockenheit stand und lockt Schmetterlinge an.

Ganz neu dabei ist Ellen Horn aus Schröttinghausen. Seit gut drei Jahren gestaltet sie ihren 1200 Quadratmeter großen Garten um das alte Fachwerkhaus als reinen Blumengarten. Es darf wachsen, was kommt.

Teichanlage als Hingucker

Am Sonntag, 26. Juni, von 11 bis 18 Uhr öffnen die Gärten Meier & Müller in Preußisch Ströhen und der Hortus Quercuum in Stemwede-Haldem. Der idyllische Naturgarten von Sonja und André Müller im Ortsteil Tielge erstreckt sich über 5000 Quadratmeter mit verschiedenen Themenbereichen. Eine Teichanlage mit Steg ist der Hingucker. Die Gartentour können Gäste mit einem Besuch der Alt-Traktoren-Ausstellung und bei Bratwurst und Getränken ausklingen lassen.

Die Gartenfrauen der Dorfgemeinschaft Niedermehnen bieten wieder den beliebten Trödelmarkt „Gegen das Verschwinden der Dinge“ an. Foto: Reinhard Hegerfeld

Seit 2017 können Gäste von Lena Fenne das Entstehen ihres Hortus Quercuum, Garten der Eichen, verfolgen. Er verbindet Grundsätze eines Naturgartens mit der Permakultur und folgt stringent dem Prinzip des Artenschutzes und dem Erhalt der Artenvielfalt. Die Pufferzone mit einheimischen Sträuchern ist Lebensraum vieler Wildtiere. Die Hotspot-Zone mit Blumenwiesen und mehrjährigen Stauden ernährt die Insekten. Die Ertragszone versorgt den Menschen durch Gemüseanbau mit ökologischen Lebensmitteln.

Kunstobjekte ausgestellt

Täglich in der Woche vom 1. bis 10. Juli jeweils in der Zeit von 11 bis 17 Uhr kann in Minden-Leteln im Garten Westphal Neues entdeckt werden. Objekte des Künstlerehepaars Schmidt/Pankow sind im Garten ausgestellt und zu erwerben.

Am 24. Juli ist dann erneut von 10 bis 18 Uhr der Tielger Garten Meier & Müller in Preußisch Ströhen geöffnet.

Die Stemweder Gärten der Töpferei in Sundern und von Jutta Wasels in Niedermehnen beschließen am 27. und 28. August die Gartensaison im Mühlenkreis. Der Natur-Garten mit Kunst-Objekten von Jutta Wasels lädt ein, die Langsamkeit zu entdecken und auch die Kunst. Skulpturen und Kunstobjekte gehen eine Symbiose mit der Landschaft ein. Die Gartenfrauen der Dorfgemeinschaft Niedermehnen bieten den beliebten Trödelmarkt „Gegen das Verschwinden der Dinge“ vor der Scheune an. An beiden Tagen ist der Natur-Garten von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Ebenso lädt die Töpferei Sundern an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr erneut und ein letztes Mal zum Stöbern im Garten und auf der Keramik-Deele ein.

Jederzeit geöffnet haben der Kreisgarten am Gut Nordholz in Minden, der Herrenhausgarten der Glashütte-Gernheim in Ovenstädt und der Park von Schloss Benkhausen.

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