1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Kreis Minden-Lübbecke
  6. >
  7. Kreis Minden-Lübbecke: Eine Belastung über Jahrzehnte

  8. >

Kreiskämmerer informiert Finanzausschuss über Finanzierungskonzept zu Klinikneubauten

Eine Belastung über Jahrzehnte

Lübbecke/Minden

Die Ausführungen des Kreiskämmerers Jörg Schrader zum Finanzierungskonzept der Klinikneubauten im jüngsten Finanzausschuss des Kreises lassen noch Fragen offen. Deutlich geworden ist, dass der Kreis mit Eigenliquidität den zu erwartenden Anteil für die beiden Klinikneubauten der Mühlenkreiskliniken (MKK) – ersten Kostenrechnungen nach 350 Millionen – nicht schultern kann. Einziges Mittel des Kreises zur Gegenfinanzierung der benötigten Kredite bleibt also die Kreisumlage.

Von Louis Ruthe

Eine enorme finanzielle Belastung kommt auf die Kommunen im Kreis mit den geplanten Klinikneubauten zu. Foto: dpa

Die momentane Haushaltssituation des Kreises weist laut Kämmerer zwar einen jährlichen Überschuss von etwa 7,7 Millionen Euro aus. „Dieser Betrag wird im Wesentlichen für die Tilgung bestehender Darlehen (etwa 3,5 Millionen Euro) – mit steigender Tendenz in der mittelfristigen Finanzplanung –, der Einzahlung in den Pensionsfonds (etwa 3,6 Millionen Euro) sowie die kreiseigenen Investitionen benötigt“, führt der Kämmerer aus. Da sich derzeit alle Beteiligten einig scheinen, dass die Mühlenkreiskliniken in öffentlicher Trägerschaft bleiben sollen und der Klinikverbund selbst aus Eigenmitteln die Kosten der Umstrukturierung nicht tragen kann, muss der Kreis Darlehen aufnehmen. Diese würde der Kämmerer gerne so strukturieren, „dass eine kurze Laufzeit angepeilt wird“. In einem Rechenbeispiel Schraders sind dies 30 Jahre. Das heißt bei einem Zinssatz von zwei Prozent, eine jährliche Belastung zwischen 13 und 18 Millionen Euro, je nach Höhe der benötigten Kreditsumme (hier zwischen 250 und 350 Millionen Euro).

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!

ANZEIGE