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Schwelbrand in der Wittekindshofer Betriebsstätte in Benkhausen verläuft glimpflich

100 Menschen evakuiert

Gestringen (WB/fq). In der Betriebsstätte Benkhausen der Wittekindshofer Werkstätten ist es am Mittwochmittag zu einem Schwelbrand in einer Toilettenanlage gekommen.

Die Feuerwehr Espelkamp ist mit insgesamt 30 Einsatzkräften zum Wittekindshof gefahren. Dort wurde ein Brand gemeldet. 100 Menschen sind evakuiert worden. Foto: Feuerwehr

Alarmierung

100 Menschen mit und ohne Behinderung befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM). „In weniger als zehn Minuten nach Beginn des Alarms waren alle Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung am Sammelplatz. Um sicherzustellen, dass sich wirklich alle Frauen und Männer außerhalb des Gebäudes befindet, erfolgt eine namentliche Anwesenheitskontrolle“, erklärte Bernd Wlotkowski, zuständiger Wittekindshofer Geschäftsbereichsleiter, der sich sofort nach der Alarmierung von Bad Oeynhausen-Volmerdingsen auf den Weg nach Espelkamp gemacht hat, um sich persönlich ein Bild vor Ort zu machen.

Mann vermisst

„Bei der namentlichen Überprüfung hat einer unserer Mitarbeiter festgestellt, dass ein Beschäftigter fehlt. Der Kollege reagierte sofort und machte sich auf die Suche nach dem Mann, fand ihn und brachte ihn ins Freie. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die beiden. Der Vermisste hatte etwas Rauch eingeatmet und wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde er nach einer ärztlichen Kontrolle bereits am frühen Nachmittag entlassen“, berichtete Wlotkowski.

Volker Dau, Pressesprecher der Espelkamper Feuerwehr, teilte mit, dass die Feuerwehr entsprechend dem Einsatzstichwort „Brand Versammlungsstätten“ in größeren Umfang ausgerückt sei.

Vor Ort waren der Zug West mit den Löschgruppen Gestringen, Fabbenstedt und Vehlage sowie aus dem Zug Mitte der Teleskopmast und drei Löschfahrzeuge. Des Weiteren wurden ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug eingesetzt. Insgesamt waren unter der Leitung von Wehrführer Reiner Hußmann 30 Feuerwehrleute im Einsatz.

Starker Qualm

Das Gebäude war stark verqualmt. Ein Angriffstrupp ging unter Atemschutz vor und konnte das Feuer schnell löschen.

Dass die Evakuierung so schnell und vorbildlich verlaufen ist, sei auf die regelmäßig stattfindenden Evakuierungsübungen zurückzuführen, sagte Bernd Wlotkowski. Und Volker Dau bestätigte dies: „Bei Eintreffen der Feuerwehr war das Gebäude bereits vollständig geräumt. Die Mitarbeiter hatten sich vorbildlich auf den vorgesehenen Sammelplätzen eingefunden.“

„Mindestens einmal im Jahr proben wir den Ernstfall. Diese Übungen haben sich nun ausgezahlt. Niemand wurde verletzt, alle haben zügig gehandelt“, erläuterte Wlotkowski weiter.

Der Geschäftsbereichsleiter dankte im Namen der Diakonischen Stiftung Wittekindshof nicht nur der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr, sondern auch dem benachbarten Unternehmen Gauselmann. „Die Firma Gauselmann hat uns unverzüglich unter die Arme gegriffen und für den Zeitraum des Feuerwehreinsatzes sowie für die anschließende Wartezeit, bis alle Beschäftigten abgeholt wurden, Räume zur Verfügung gestellt. Das ist tolle Nachbarschaftshilfe.“

Schlossvergnügen

Nach Beendigung des Feuerwehreinsatzes rückte ein Reinigungsteam an. „Morgen kann der Betrieb hier normal weiterlaufen“, kündigte Wlotkowski an.

Auch das Winterliche Schlossvergnügen, das am kommenden Wochenende, 21. und 22. Dezember, auf Schloss Benkhausen stattfindet, kann planmäßig ausgerichtet werden.

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