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Deutsches Automatenmuseum lädt zu besonderer Führung am 9. November ein

30 Jahre nach dem Fall der Mauer

Gestringen (WB). »Wo waren Sie am 9. November 1989, als in Berlin die Mauer fiel?« Wohl jede Person, die diese Zeit bewusst erlebte, kann diese Frage beantworten.

Viel Musik aus der Jukebox erwartet die Besucher in der 70-er-Jahre-Ausstellung. Das Deutsche Automatenmuseum lädt am 9. November zu einer besonderen Führung ein. Foto:

Ein Tag, der nicht nur die weltpolitische Lage, sondern zahlreiche Biografien nachhaltig prägte. »Genau 30 Jahre nach diesem Ereignis bietet das Deutsche Automatenmuseum die Gelegenheit, sich an Vergangenes zu erinnern«, erklärt Museumsleiter Sascha Wömpener.

Zeitreise

Im Rahmen der Sonderausstellung »Die wilden 70-er Jahre« lädt Kuratorin Jessica Midding am Samstag, 9. November, um 16 Uhr zu einer besonderen Führung ein. »Beim Rundgang durch die Ausstellung wird es in diesem spannenden Zeitraum von 1965 bis 1979 um die deutsch-deutschen-Beziehungen gehen«, so Midding. Eine Zeit, in der die Regierungen unter Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt, Helmut Schmidt und Erich Honecker das Leben der Deutschen beeinflussten, genau wie die Musik von Karat oder Udo Lindenberg.

Thematisch erwartet die Besucher an diesem 9. November eine Zeitreise quer durch die gesamtdeutsche Geschichte. Neben politischen und kulturellen Ereignissen wird die Musik eine zentrale Rolle spielen genau wie die Automaten, aus denen die Musik in beiden deutschen Staaten ertönte. Ebenfalls wird das Spielen am Automaten in Ost und West beleuchtet, wobei sämtliche Exponate in Funktion zu erleben sind.

Elementare Bedeutung

Von elementarer Bedeutung innerhalb der Führung soll der Aspekt der persönlichen Erinnerung sein. Es geht darum, in Dialog zu treten und über die Erlebnisse bezüglich der Teilung Deutschlands zu sprechen. »Denn die geteilten Erinnerungen schaffen Gemeinsamkeiten. Sie verbinden, faszinieren und wecken Verständnis, erweitern den eigenen Horizont und geben die Möglichkeit, aus ihnen zu lernen – selbst dann, wenn es nicht die eigenen Erinnerungen sind«, schildert die Kunsthistorikerin.

Angesprochen fühlen sollen sich bei dem Angebot im Museum auf Schloss Benkhausen ausdrücklich sowohl Personen, die in der alten Bundesrepublik oder der DDR gelebt haben, als auch diejenigen, die erst nach 1989 geboren wurden.

Einstündige Führung

Für die Teilnahme an der einstündigen Führung am Samstag, 9. November, um 16 Uhr wird um Anmeldung gebeten unter Tel. 05743/9318222 oder per E-Mail unter info@deutsches-automatenmuseum.de.

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