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Unabhängige in  Espelkamp legen Augenmerk auf die Stadtentwicklung

Adient-Gelände ein entscheidender Bereich

Espelkamp

Die Entwicklung einer Stadt hängt entscheidend von den Angeboten zum Wohnen und Arbeiten ab. Und genau dafür werden wohl mittelfristig mehr als 100.000 Quadratmeter in Espelkamp frei - auf dem ehemaligen Adient-Gelände. Die Fraktion "Die Unabhängigen" sieht darin eine große Chance.

Von Felix Quebbemann

Für das riesige Gelände am Brandenburger Ring in Espelkamp sehen die Unabhängigen große Perspektiven. Foto: Felix Quebbemann

Das Areal des Adient-Geländes bezeichnete Paul-Gerhard Seidel, Unabhängigen-Fraktionsvorsitzender, während einer Pressekonferenz seiner Fraktion, als "einen entscheidenden Bereich für die City". Was letztlich auf dem Gelände, das rund 110.000 Quadratmeter groß ist, entstehen soll, steht noch nicht fest.

Begehungen

Die Unabhängigen aber fordern zum einen, dass es Begehungen auf dem Gelände geben soll. Seidel fügte an, dass es Interessenten von außerhalb geben solle, die sich für das Gelände am Brandenburger Ring, auf dem zuletzt der Automobilzulieferer Adient seine Produktion hatte, gebe.

Eine Möglichkeit sei es, dass auf dem Gelände ein Wohngebiet entsteht. Eine weitere Alternative, die ebenfalls in der Vergangenheit angesprochen wurde, ist eine Kombination aus Büro- und Wohnraum. Darüber hinaus könnten Industriegebäude auch für Wohnzwecke genutzt werden. Loftwohnungen, also Lager- und Industrieräume, die zu Wohnzwecken umfunktioniert werden - sind zu nennen. Seidel sieht die Möglichkeit, dass auf dem Adient-Gelände ein "neuer Stadtteil entstehen kann". Aufgrund der Bedeutung forderte er, dass das Gebiet "sinnvoll überplant wird, sowohl ökologisch wie auch ökonomisch".

Paul-Gerhard Seidel, Unabängige Espelkamp Foto: Felix Quebbemann

Fraktionskollege Peter Dürr bestätigte: "Das ist für uns ein ganz wichtiges Thema." Und Bernd Selig fügte an, dass die Wirtschaftsförderung dieses Thema nun richtig angehen müsse. Selig holte in diesem Zusammenhang auch gleich weiter aus, um die Möglichkeiten für noch mehr Wirtschaftsfreundlichkeit in Espelkamp anzusprechen. "Die Stadt hat eine hervorragende Infrastruktur für Unternehmens-Neugründungen." Dies aber sei seiner Meinung nach ein "gut gehütetes Geheimnis". Selig sagte daher, dass die Stadt ihre Möglichkeiten besser vermarkten müsse. Dies könne zum Beispiel mit weiteren Unternehmer- oder auch mit Start-Up-Stammtischen erfolgen.

Derzeitige Entwicklung

Mit Blick auf die derzeitige Entwicklung in der Welt wagte er zudem die Prognose, dass die Unternehmen künftig erstmal wieder mehr Kapazitäten benötigten, um Rohstoffe zu lagern. Das Adient-Gelände sei dafür mittlerweile auch ein Beweis. Denn einige Unternehmen hätten die leer stehenden Gebäude mittlerweile angemietet, um dort Lagerraum zu nutzen.

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