1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Espelkamp
  6. >
  7. Aufruf zur Menschenkette

  8. >

Bündnis BSSW organisiert Aktion entlang der Breslauer Straße

Aufruf zur Menschenkette

Espelkamp  (WB/ko). Sie soll ein Band der Vielfalt, Toleranz und Demokratie sein: Zu einer bunten Menschenkette einmal die Breslauer Straße rauf und runter, rund um den Grünanger, ruft das Aktionsbündnis „Bunt statt schwarzweiß“ (BSSW) für Dienstag, 1. September, auf.

Das Espelkamper Aktionsbündnis Bunt statt schwarz-weiß – hier ein Foto aus dem März 2020 – plant eine Menschenkette auf der Breslauer Straße für mehr Toleranz und gegen den Krieg. Foto: Felix Quebbemann (Archiv)

Ab 18 Uhr sollen mehrere hundert Menschen auf dem Wilhelm-Kern-Platz erscheinen, um mit farbigen Flatterbändern ein Zeichen gegen Rassismus und für Weltoffenheit zu setzen. Die Bänder werden vor Ort verteilt und sind so lang, dass der Sicherheitsabstand gewahrt bleibt.

„Nicht stumm bleiben“

Das Aktionsbündnis BSSW musste im März seine Aktionswochen corona-bedingt absagen. „Wir wollen dennoch in diesem Jahr nicht stumm bleiben“, sagt Claudia Strobel vom Verein Mitmenschen. Sie ist Sprecherin von BSSW. „Wir wollen, dass unsere bunte Stadt bunt bleibt. Wir wollen aufrütteln und wachrufen, dass unsere Werte in der Gesellschaft wichtig sind“, erklärt Strobel. Die Veranstaltung solle gleichzeitig ein Aufruf dazu sein, das Wahlrecht wahrzunehmen und zur Kommunalwahl zu gehen.

„Espelkamp steht für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, betont Frank Engelhardt, Stadtjugendpfleger. Diese drei gesellschaftlichen Werte seien auch die Hauptanliegen von BSSW. „Espelkamp steht zusammen“, erklärt Fabian Golanowsky, Arbeitskreis BSSW, den Bezug zur Menschenkette. Claudia Strobel erläutert, dass sich viele Espelkamper Unternehmen und Betriebe, Schulen, Kindergärten, Kirchen, Vereine und Gruppen für „Bunt statt schwarz-weiß“ engagieren.

Das Datum hat BSSW nicht zufällig gewählt. In Deutschland wird am 1. September der Antikriegstag begangen. Interessierte aus den Nachbarstädten seien zu der Aktion herzlich willkommen, sagt Claudia Strobel.

Die Redner

Bürgermeister Heinrich Vieker sagte in der Ratssitzung am Mittwoch, dass ihm angeboten wurde, die Schirmherrschaft zu übernehmen, er könne aber wegen eines Parallel-Termines nicht anwesend sein. Für die Stadt sei Christel Senckel als stellvertretende Bürgermeisterin dabei. Die einstündige Veranstaltung, die von Polizei und Ordnungsdienst begleitet wird, soll von kurzen Wortbeiträgen von Marie-Luise Schellong, Schulleiterin des Söderblom-Gymnasiums, Anja Buhrmann, Leiterin der Birger-Forell-Sekundarschule, Jugendbeirat, Pfarrer Friedrich Stork, Pfarrer Karl-Heinz Graute und Claudia Armuth vom Jugendmigrations-Dienst von der Balustrade am Mittwaldcenter eröffnet werden. Mit dem Läuten der Kirchenglocken der evangelischen und katholischen Gotteshäuser und einem Gebetsruf des türkisch-islamischen Vereins endet die Veranstaltung.

Startseite