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Hauptausschuss: Organisatoren stellen in Espelkamp Sachstand zur erstmals digital ausgerichteten Berufsausbildungsmesse vor

Ausbildungsmesse einmal ganz anders

Espelkamp

Die Berufsausbildungsmesse BAM 2021 wird komplett digital ausgerichtet. Die Organisatoren, Vertreter der Stadt Espelkamp und der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, haben den Stand der Vorbereitungen vorgestellt.

Felix Quebbemann

Bei der BAM 2021 arbeiten die Organisatoren mit der Osnabrücker Firma JF Messekonzept zusammen, die zum Beispiel die Messe ABI Zukunft mit ausgerichtet hat.

Anklicken statt anfassen, anschreiben statt ansprechen – Die Berufsausbildungsmesse BAM aktiv gibt es in diesem Jahr in einem etwas anderen Gewand als gewohnt. Denn wegen Corona wird es keine Präsenz-Messe im Bürgerhaus geben.

Dennoch haben sich die Organisatoren einiges einfallen lassen, damit die Schüler einen umfassenden Einblick in die verschiedensten Berufe erhalten – inklusive Bewerbungsmöglichkeiten und Live-Chat.

„Neue Wege gehen“

Die BAM 2021 – das bedeute vor allem: Digital unter dem Motto „Neue Wege gehen“. Das Organisationsteam hat im Hauptausschuss den Stand der Planungen und der Organisation vorgestellt. Und da staunte so manch Anwesender nicht schlecht, als Juliane Rohlfing und Dirk Engelmann-Homölle als Vertreter der Stadt und des Stadtmarketings, sowie Maja-Vanessa Häck und Bernd Wlotkowski vom diesjährigen Kooperationspartner, dem Wittekindshof, den Stand der Planungen vorstellten.

„Im Oktober des vergangenen Jahres haben wir uns getroffen und sind schnell zu dem Schluss gekommen, die Messe in eine moderne Form zu gießen“, sagte Wlotkowski. Die Entwicklung der Pandemie habe dem Team keine andere Möglichkeit gelassen.

Dirk Engelmann-Homölle, Stadtmarketingverein Espelkamp Foto: Hendrik Schmalhorst

Zunächst stellte Wlotkowski den Wittekindshof vor. Der sei nicht nur im Mühlenkreis beheimatet. Vielmehr hat die Einrichtung mehr als 100 Standorte. Hauptsitz ist der Kreis Minden-Lübbecke. Aber es gibt weitere Standorte unter anderem in den Kreisen Herford und Borken in Hamm, Herne und Oberhausen. Insgesamt beschäftige der Wittekindshof 1200 Arbeitnehmer. Und die Diakonische Stiftung, die bereits 1887 von Pfarrer Hermann Krekeler gegründet wurde, sei ein Ort, an dem sich Menschen verschiedener Kulturen und Religionen, Menschen mit und ohne Behinderungen begegneten. Die Einrichtung, so Wlotkowski weiter, sei unter anderem „einer von drei, vier Anbietern in ganz Deutschland, die Menschen mit dem Prader-Willi-Syndrom betreuen“.

Maja-Vanessa Häck

Maja-Vanessa Häck widmete sich in ihren Ausführungen der Personalentwicklung im Wittekindshof. Sie betonte, dass die Einrichtung eine sehr moderne Personalentwicklung auszeichne. Es gebe „teilweise übertarifliche Vergütung“. Zudem stellte sie heraus, dass die BAM auch für den Wittekindshof eine interessante Herausforderung sei. „Die Generation Z tickt anders“, sagte sie. Der heutige Nachwuchs lege andere Schwerpunkte.

Lob gab es im Anschluss von Dirk Engelmann-Homölle: „Wir sind sehr froh über den Wittekindshof als Partner. Es war eine gute Entscheidung, diesen Arbeitgeber ins Boot zu holen.“ Engelmann-Homölle stellt im Anschluss die Rahmendaten zur digitalen BAM 2021 vor. Die ist vom 8. bis 14. Juni terminiert. Vom 10. bis 12. Juni haben die Besucher die Gelegenheit, sich direkt mit den Standbetreibern unterhalten zu können. Dann nämlich gebe es die aktiven Chat-Zeiten – am Donnerstag, 10. Juni von 17 bis 20 Uhr, am Freitag, 11. Juni, von 9 bis 13 Uhr und am Samstag, 12. Juni, von 10 bis 13 Uhr. Die beiden Tage im Anschluss seien für die Schüler und Eltern zum Nacharbeiten vorgesehen.

35 Anmeldungen

Aktuell gebe es 35 Standbetreiber. „Anmeldungen sind noch bis zum 10. Mai möglich.“ Er betonte weiter, dass es sich schwerpunktmäßig um Aussteller aus der Region handele. Aber auch Unternehmen aus dem benachbarten Niedersachsen seien dabei. „Wir sprechen einen großen Kreis an, damit die Jugendlichen eine große Auswahl haben.“

Um die Aussteller bestens über die Möglichkeiten einer digitalen Ausbildungsmesse zu informieren, wurden diese bereits in Online-Seminaren unterrichtet, welche Optionen sie an ihren individuell gestalteten Ständen haben. „Im Mai gibt es zudem noch zwei Webinare für die Lehrer. Anfang Juni sind zwei Webinare für Schüler und Eltern vorgesehen“, so Engelmann-Homölle.

Die Chancen

Er erklärte weiter, dass durch die Corona-Pandemie vor allem der Kontakt der Schüler zu Unternehmen sehr gelitten habe. „Praktika wurden in den vergangenen zwölf Monaten zurückgefahren.“ Er sieht aber genau darin auch die Chance der digitalen BAM. „Die virtuelle Messe ist eine sehr gute Möglichkeit, diese Lücke wieder zu schließen.“

Es bleibe zu hoffen, „dass wir auch gut an die Schulen herankommen“, so Engelmann-Homölle. Durch das derzeitige Homeschooling aber sieht er gute Optionen „auch mal einen Link herauszuschicken“.

Aushängeschild

Christian Schmitt (SPD) sprach nach diesen Ausführungen ein Lob aus. „Im Jahr der Ausbildung ist es wichtig, eine solche Messe auszurichten.“ Daniela Beihl (FDP) sagte, gerade die jungen Menschen benötigten Perspektiven. „Die BAM ist sehr wertvoll und wirklich ein Aushängeschild.“

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