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Geschichtskreis Espelkamp lädt in die Bücherei der Sekundarschule ein

Birger-Forell-Buch wird veröffentlicht

Espelkamp (fq). Birger Forell – dieser Name ist untrennbar mit der Existenz Espelkamps, so wie wir die Stadt heute kennen, verbunden. Der schwedische Pastor ist einer der Hauptfiguren nach dem Zweiten Weltkrieg gewesen, der sich für den Erhalt der Gebäude in der ehemaligen Munitionsanstalt eingesetzt hat.

In Espelkamp läuft man an den verschiedensten Stellen dem Namen von Birger Forell über den Weg – sei es als Straßenbezeichnung oder als Schulname. Über einen der Gründerväter bringt der Geschichtskreis nun ein neues Buch heraus. Fotos: Quebbemann/Kokemoor Foto:

In die Geschichte eingetaucht

Und eben jener Birger Forell wäre in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden. Zudem wird im Jahr 2018 auch an seinen 60. Todestag gedacht. Grund genug für den Geschichtskreis der Stadt Espelkamp, sich intensiv mit einem der Gründerväter Espelkamps zu beschäftigen. Und dabei hat die Gruppe um Manfred Steinmann keine Mühen gescheut.

Tief sind sie in die Geschichte eingetaucht und haben sich mit dem Schaffen und der Person Birger Forells auseinandergesetzt. Gerhard Könemann und Manfred Steinmann haben dabei die Federführung bei der Erstellung des Buches »Birger Forell und Espelkamp – Weshalb Schulen und Straße seinen Namen tragen« übernommen.

100 Seiten stark

»Wir haben in diesem Jahr mehrere Aktionen geplant. Die erste ist am Dienstag, 29. Mai«, erklärt Manfred Steinmann im Gespräch mit dieser Zeitung. Dann nämlich wird das 100 Seiten starke Buch in der Bücherei der Birger-Forell-Sekundarschule öffentlich vorgestellt. Ab 13 Uhr sind alle Interessierten eingeladen.

Steinmann ist es besonders wichtig, dass der Termin für die gesamte Öffentlichkeit gedacht ist. Denn er und der Geschichtskreis stellen immer wieder heraus, wie wichtig Birger Forell für die Gründung Espelkamps war und immer noch ist. Auch in Borås, Forells Heimat, werden in diesem Jahr entsprechende Feierlichkeiten stattfinden, erläutert Steinmann weiter.

Weitere Aspekte

Das neue Birger-Forell-Buch beschäftigt sich vornehmlich mit dem Schaffen des Pastors für Espelkamp. Sicherlich hätte man noch viele weitere Aspekte beleuchten können. Doch das wäre wohl zu umfangreich geworden.

So steht das Wirken des schwedischen Pastors in der jungen Stadt im Mittelpunkt. Und viele dieser Informationen und Aufzeichnungen basieren auf Texte, die Forell in seinem Tagebuch niedergeschrieben hat. ». . .Es (die Muna – das spätere Espelkamp, Anm. d. Red.) soll keine Anstalt sein, sondern einfach eine kleine Arbeitstadt, wo Menschen untergebracht werden, sie sonst nicht wissen wohin, zum Beispiel heimkehrende Kriegsgefangene, die kein Zuhause haben. . .« Dies ist ein Auszug aus einem Brief Forells an seinen Freund Forshell. Es zeigt schon, dass das Buch die Anfänge Espelkamps – und damit das Wirken Forells – bis zum plötzlichen Tod des schwedischen Pastors am 4. Juli 1958 möglichst genau nachzeichnen will.

Verborgene Quellen

»Zugute kam uns dabei, dass Gerhard Könemann schwedisch spricht«, so Steinmann weiter. Dies habe ihnen den Zugang zu so manch verborgener Quelle in Schweden eröffnet.

Zum Todestag Forells am 4. Juli soll ein Relief von Birger Forell im Schwedenkindergarten enthüllt werden. Dies hing lange Zeit im Martinshaus und wird nun im Kindergarten, dessen Mitgründer Birger Forell ist, seinen neuen Platz finden.

Kernstück des Buches

Zunächst aber richtet der Geschichtskreis sein Augenmerk auf den 29. Mai und damit auf die Veröffentlichung des neuen Forell-Buches. Steinmann stellt bereits im Vorfeld heraus, dass die Einleitung und der Zwischenruf – der sich mit der Beziehung Forells zu Dr. Max Illgner beschäftigt – zu den Kernstücken des Buches zählen. Auch dazu gibt es am 29. Mai weitere Ausführungen – ab 13 Uhr in der Bücherei der Birger-Forell-Sekundarschule. Alle Interessierten sind dazu eingeladen.

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