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Ordination: Katharina Wortmann ist nun Pfarrerin in der Martinskirchengemeinde

„Das Leben ist ein Geschenk“

Espelkamp (WB/ko). „Wir danken Gott, dass er Menschen, wie Dich, in seinen Dienst beruft.“ Pfarrer Friedrich Stork freute sich sichtlich über die Ordination von Pfarrerin Katharina Wortmann. Beinahe alle Plätze waren am Sonntag in dem Festgottesdienst der Martins-Kirchengemeinde auf dem Ludwig-Steil-Hof in Espelkamp besetzt.

Pfarrer Friedrich Stork, Pfarrer Stefan Bäumer, Superintendent Dr. Uwe Gryczan, und Pfarrer Dr. Sven Keppler gratulieren Katharina Wortmann zur Ordination in Espelkamp. Die Feier fand auf dem Gelände des Steil-Hofes statt. Foto: Andreas Kokemoor

Aufgrund der Corona-Bestimmungen war es vorgeschrieben, dass jeder Besucher einen festen Platz hatte. Viele Gemeindemitglieder, Weggefährten und Freunde und Familienmitglieder waren gekommen, um der Zeremonie, die Superintendent Dr. Uwe Gryczan vornahm, beizuwohnen.

Probedienst

Stork begrüßte auch Ehemann Hans-Wilhelm Wortmann. Denn als Katharina Blöbaum trat Espelkamps neue Pfarrerin ihren Dienst vor zwei Jahren und zwei Monaten im Probedienst an. Noch bis vor ein paar Tagen stand sie unter ihrem Geburtsnamen sogar auf der Internetseite der Kirchengemeinde.

Stork gab zu Beginn eine kurze Erläuterung. Die Ordination ist in den evangelischen Kirchen die in einem Gottesdienst vollzogene Einsetzung in das geistliche Amt (Pfarramt). Mit ihr werden Pfarrer auf ihr Amt verpflichtet. Der Begriff „Ordination“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „ordnen“, „anordnen“, „regulieren“ oder auch „Einsetzung“.

Christel Senckel, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt, erklärte, dass es Katharina Wortmann in ihrer eigenen Art und Weise geschafft hat, Tradition zu bewahren und gleichzeitig neue Wege zu gehen. Sie habe alle Generationen erreicht und Akzente gesetzt. Die evangelische Kirche brauche Frauen wie sie, die dem Kirchenleben ein zeitgemäßes Gesicht geben.

Danke

„Ich bin in Espelkamp mit offenen Armen empfangen worden“, sagte Katharina Wortmann. „Ich habe tolle Begegnungen mit Menschen gehabt.“ Sie dankte ihren Eltern, dankte ihnen für das Studium. Sie dankte der Kirchengemeinde in Stift Quernheim, über den CVJM lernte sie den Glauben lieben.

Die gebürtige Bünderin, aufgewachsen in Kirchlengern absolvierte nach dem Studium ein Vikariat in Versmold. Ihr damaliger Mentor Pfarrer Dr. Sven Keppler war eigens zu ihrer Ordination nach Espelkamp gereist. Direkt nach Versmold und vor Espelkamp habe sie ein Sondervikariat in Jerusalem absolviert.

Die Stadt Jerusalem spielte auch in der Predigt von Katharina Wortmann eine Rolle, in der sie Bezug auf das Markus-Evangelium 8,34 und 35 nahm: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren und wer sein Leben verliert um meinetwillen und des Evangeliums willen, der wird es behalten.“

Pfarrerin Wortmann blickte auf Jesu bewegtes Leben, der immer sich selbst, andere und Gott zugleich im Blick hatte. „Wer sich das Leben von Gott schenken lässt, gewinnt es“, sagte Wortmann.

Herausforderungen

Sie ermunterte die Besucher des Gottesdienstes, das Leben als Geschenk Gottes anzusehen, das eigene Leben anzunehmen, das Leben zu teilen, Zeit und Aufmerksamkeit schenken, auch mal in sich gehen, die dunkle Seite anerkennen und sich damit auseinandersetzen und zu beten. Das Gebet sei die Quelle des Lebens.

Sie sei sich ihrer Herausforderung bewusst gewesen, als sie nach Espelkamp kam. Und sie möchte sie nicht missen.

Katharina Wortmann erklärte, kurz nachdem sie zum Dienst einer Pfarrerin in der evangelischen Kirche von Westfalen ordiniert worden ist, dass sie sich bewerben werde, wenn es entsprechende Angebote gebe. In Espelkamp besetzt sie im Moment nur eine halbe Stelle.

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