1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Espelkamp
  6. >
  7. Die »Buschhoff« fährt die Ernte ein

  8. >

Dresch- und Backtag auf dem Frotheimer Dorfplatz – Alttraktorentreffen

Die »Buschhoff« fährt die Ernte ein

Espelkamp-Frotheim (WB). Die Erntezeit ist für die Landwirte immer etwas Besonderes. Und sie ist mit viel Arbeit verbunden. Vor etlichen Jahrzehnten aber war sie noch viel anstrengender und aufwendiger.

Andreas Kokemoor

Uwe Beier gibt die gebundenen Roggengarben an Kai Sander. Der öffnet sie. Rainer Döding legt sie in den Buschhoff-Dreschkasten. Die Vorführung der Erntearbeit aus dem vergangenen Jahrhundert hat die Besucher begeistert. Foto: Andreas Kokemoor

Historische Erntearbeit

Wie anstrengend, das konnte nun während des Dresch- und Backtages in Frotheim

beobachtet werden. Heinz Neuhaus, Christian Döding und Ernst Hellmann haben am Sonntag auf einem Leiterwagen sowie auf einem historischen Buschhoff-Dreschkasten gestanden. Während einer mit einer Forke die Strohgarben anreichte, knotete der nächste die Garben los und ein weiterer Helfer sorgte dafür, dass die Garben in den Trichter des Mähdreschers aus Großvaters Zeiten kamen.

Zusammen mit Rainer Döding, Kai Sander und Uwe Beier haben die heimatverbundenen Freunde spannende Einblicke in die landwirtschaftliche Erntearbeit vor mehr als 50 Jahren präsentiert.

Alttraktoren-Treffen

Passend dazu lud die Dorfgemeinschaft zu einem Alttraktoren-Treffen ein. Christian Döding und Rainer Döding hatten unter anderem einen 15-er Deutz mitgebracht. Dies soll, so vermutete Christian Döding, der erste Traktor in Frotheim gewesen sein. Er stand in der Scheune seines Vorbesitzers Heinrich Kronshorst. Vor fünf Jahren habe Döding ihn aus der Scheune geholt. »Einmal Ölwechsel. Diesel tanken. Schlüssel umdrehen. Er lief.« Vor Ort waren unter anderem die Alttraktorenfreunde aus Neuenbaum und aus Varlheide. Aber auch viele spontane und private Liebhaber der antiken Landmaschinen ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen.

Von »Lebensgefühl« haben die Harley-Freunde Ralf Kütemann, Heiner Schmidt und Rainer Pott beim Dresch- und Backtag gesprochen. Denn sie präsentierten ihre schweren Motorräder. Der Frotheimer Dirk Rabenort zeigte den Besuchern Fahrräder und Zubehör aus längst vergangener Zeit. »Hochräder waren damals echte Rennräder«, berichtete er. Eine entscheidende Rolle spielte dabei auch die Größe des vorderen Rades.

Auf den Geschmack gekommen

Auf den Geschmack kommen konnten die Besucher bei Hartmut und Sandra Knost aus Stemwede-Niedermehnen, die mit ihrer mobilen Saftpresse naturtrüben Saft gemostet haben. Die Löschgruppe Frotheim zeigte ihre modernen Fahrzeuge sowie ihre Handdruckspritze aus dem Jahr 1924.

Während des gesamten Tages herrschte auf dem Dorfplatz großer Andrang. Schon als die 20 Jungen und Mädchen der jetzt startenden zweiten bis vierten Grundschulklasse unter der Leitung von Gabi Bussmann einen Tanz vorführten, gab es viel Applaus. »Wir haben vier Wochen lang vor den Ferien geübt. Und nun einmal ganz kurz bevor der Aktionstag begann«, erzählten die Lehrerin. Der Applaus der Zuschauer zeigte, dass die Tanzdarbietung den Zuschauern gefallen hat.

Großer Erfolg

Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Jens Heiderich, berichtete zudem, dass die Party am Samstagabend, die wie der Dresch- und Backtag im Zeichen des 200. Geburtstages der Alten Klus stand, ein großer Erfolg war. Hans-Detlef Seibel und Sabine Wittkötter haben mit Geschichten und Musik den historischen Reigen anlässlich des runden Klus-Geburtstages am Sonntagnachmittag gestaltet.

Startseite
ANZEIGE