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Waldfreibad: Unterstützer zur Besichtigung eingeladen – Orth übernimmt Verpflegung

Die Sponsoren staunen nicht schlecht

Espelkamp

Das Espelkamper Waldfreibad hat nach den Umbauarbeiten wieder geöffnet. Ohne die Spenden vieler privater Geldgeber wäre das aber wohl nicht möglich gewesen. Für alle Unterstützer hatten der Waldfreibadverein und die Stadtwerke AöR daher nun zur Besichtigung eingeladen.

Von Peter Götz

Ohne die Unterstützung aus dem privaten Sektor wäre der Fortbestand des Waldfreibades sehr gefährdet gewesen. Die Sponsoren wurden daher zur Besichtigung eingeladen.  Foto: Peter Götz

Da nicht nur die Erstellung eines öffentlichen Schwimmbeckens nebst Wasseraufbereitung viel Geld kostet, sondern auch die überirdische Ausstattung und Gestaltung eines Freibads nicht gratis zu haben sind, bedurfte es im Fall des Espelkamper Waldfreibads eines breiten Schulterschlusses von Politik, Verwaltung, engagierten Bürgern und ortsansässigen Unternehmen, um der in die Jahre gekommenen Anlage ein attraktives neues Gesicht zu verpassen.

Investition: 4 Millionen Euro

In der Summe steht eine Investition von vier Millionen Euro - 2,9 Mio kamen von der öffentlichen Hand, der Rest stammt aus privater Hand und geht sozusagen "auf das Konto" von Horst Radtke, Vorsitzender des Vereins „Pro Waldfreibad Espelkamp“. Hauptsächlich ihm oblag die Akquise der fehlenden 1,1 Millionen Euro - eine Aufgabe, die er durch die großzügige Spendenbereitschaft der Unternehmer erfolgreich bewältigte.

Der Wermutstropfen dabei ist, das er selbst wegen einer Erkrankung nicht persönlich bei der offiziellen Begehung im Kreise der beteiligten Geldgeber dabei sein konnte, um seine Dankbarkeit im Namen des Vereins auszudrücken. Diesen Job übernahm am Dienstagabend Florian Craig.

Florian Craig, stellvertretender Vorsitzender des Waldfreibadvereins bei der Ansprache zur Waldfreibad-Besichtigung Foto: Peter Götz

„Wenn wir uns heute das Bad ansehen, fällt sofort die wunderschöne Breitwellenrutsche ins Auge, daneben die Kletterwand, laut Hersteller mit sieben Metern aktuell die Größte in OWL. Wir haben Schwallduschen, Strömungskanal, Sprungtürme und werden den Kindern im nächsten Jahr einen tollen neuen Spiel-und Spaßbereich zur Verfügung stellen können“, beschrieb der stellvertretende Vorsitzende des Vereins die schon erreichten und kommenden Vorzüge der Espelkamper Freiluft-Badeanstalt.

Florian Craig

„Wir haben eine Ausstattung bekommen, die ihresgleichen sucht, und das ist nur möglich, weil Sie so großzügig gespendet haben, weil Sie daran geglaubt haben, dass wir etwas Gutes für die Familien in Espelkamp erschaffen können - dafür möchte ich meinen ganz herzlichen Dank an Sie ausrichten - ohne Sie wäre das nicht möglich gewesen“, formulierte es Craig in seiner Ansprache an die Gäste der Espelkamper Unternehmen und Institutionen. Seine eigene Motivation für die Beteiligung an der Vorstandsarbeit des Vereins ist der Gedanke, das Waldfreibad zu erhalten und in eine gesicherte Zukunft zu führen - dies sei nun vorbildlich gelungen.

Margit und Jo Orth betreiben den Kiosk im Waldfreibad. Foto: Peter Götz

Einen nostalgischen Blick zurück in die Anfangsjahre warf Rolf-Bernd Eggersmann, Präsident des Stadtmarketingvereins.  Für ihn begann die Geschichte des ehemaligen Feuerlöschteichs der Muna im Jahr 1954. „Zum Umkleiden gab es Bretterverschläge, die Böschung des Teichs bestand aus Kies, die Attraktion für uns Kinder war damals die baumbestandene Insel“, schildert der Präsident beim persönlichen Gespräch auf dem Rundgang um das Becken seine Erlebnisse. „Schwimmmeister Weiß bediente sich eines durchaus militärisch anmutenden Tons, während wir Kinder einer großen Seilschlinge folgen mussten, die er an einer langen Stange vor uns Schwimmschülern durch das Wasser zog. Darin schwammen außer uns auch noch Laub und viele Kaulquappen.“

Kristallklar

Laub und Lurche suchte man allerdings vergeblich in der im Abendlicht kristallklar glitzernden Füllung des Beckens, als Reminiszenz an die Gründerjahre diente zum festlichen Ereignis ein Tablett mit Senfbrötchen, welche Josef "Jo" Orth seinen erfreuten Badekiosk-Besuchern stil-und ortsgerecht kredenzte.

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