1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Espelkamp
  6. >
  7. Ein „Haus des Lernens“

  8. >

Berufskolleg-Leiter Stefan Becker stellt die Bildungseinrichtung im Schulausschuss vor

Ein „Haus des Lernens“

Espelkamp

Das Berufskolleg ist für viele Schüler nach der 10. Klasse neben dem Gymnasium eine Alternative, um sich auf den Beruf vorzubereiten. Kollegleiter Stefan Becker hat im Espelkamper Schulausschuss dargelegt, warum das so ist.

Felix Quebbemann

Stefan Becker, Foto: Felix Quebbemann

6,6 Millionen Euro hat der Kreis Minden-Lübbecke seit dem Jahr 2016 in den Standort Espelkamp des Berufskollegs Lübbecke investiert. Der Kollegleiter Stefan Becker hat während des vergangenen Schulausschusses den Politikern vermittelt, wo dabei die Schwerpunkte liegen. Aber nicht nur das.

Stefan Becker

Während der Sitzung im Bürgerhaus-Saal zeigte Becker auch die Möglichkeiten und Perspektiven auf, die sich den Jugendlichen am Berufskolleg bieten.

So würden in Espelkamp 650 Schüler von insgesamt 40 Lehrern unterrichtet. Das Berufskolleg werde für die Schüler interessant, die sich nach der 10. Klasse entscheiden müssen, wie sie sich auf ihren Beruf vorbereiten wollen.

Und Becker sagte: „Das Berufskolleg bietet eine Fülle von Bildungsgängen.“ Insgesamt gebe es 177 Klassen in 75 Bildungsgängen. Dabei steht die Ausbildung im Bereich Metall ebenso auf dem Stundenplan wie eine Ausbildung als Erzieher oder das Abitur.

Duale Ausbildung

Es gebe die Möglichkeit, eine duale Ausbildung zu machen. Dies bedeute, dass der Schüler anderthalb Tage an der Bildungseinrichtung ist. Die übrigen Tage verbringt er im Unternehmen.

Etwa 1000 Schüler, das sind ungefähr ein Drittel der Gesamtschülerzahl des Berufskollegs Lübbecke mit seinen Standorten in Lübbecke und Espelkamp, besuchten die Vollzeit-Bildungsgänge. Insgesamt seien am Kolleg 150 Lehrer tätig.

Stefan Becker

Becker unterstrich in seinen Ausführungen, was im Mittelpunkt der Kolleg-Lehre steht – also als pädagogisches Profil bezeichnet werden kann: „Wir verstehen uns als Haus des Lernens. Das praxisnahe Lernen ist ein wesentliches Merkmal.“

Es sei ebenfalls das Ziel, auf dem Berufskolleg zusätzliche Kompetenzen zu erwerben – zum Beispiel im Bereich des digitalen Lernens.

Darüber hinaus unterstrich Becker, dass die Bildungseinrichtung enge Kooperationen mit Unternehmen vor Ort unterhalte. Die Ergebnisse der Vergangenheit hätten auch gezeigt, „dass wir unsere Schüler gut auf unsere Abschlussprüfungen vorbereiten“.

Bauliche Voraussetzungen

Um nicht nur bei der Lehre ganz vorne dabei zu sein, sondern auch die besten baulichen Voraussetzungen zu schaffen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in die Hand genommen.

So gibt es unter anderem für Barrierefreiheit. Darüber hinaus ist auch die digitale Infrastruktur auf den neuesten Stand. Brandschutz und energetische Baumaßnahmen sind ebenfalls umgesetzt worden.

Es gebe innerhalb des Berufskollegs in Espelkamp Selbstlernräume. Zudem seien alle Räume mit digitalen Plätzen ausgestattet worden.

Die Schüler des Berufskollegs erwartet eine Ausstattung an Maschinen und Arbeitsplätzen, die ihresgleichen sucht. So gibt es am Kolleg unter anderem eine Fünf-Achs-Fräse und einen 3D-Drucker.

ZDI-Labor

Darüber hinaus erwähnte Becker auch das ZDI-Labor. Zur Förderung der so genannten MINT-Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik wurden am Berufskolleg in Espelkamp Labore eingerichtet, um die Schüler der allgemeinbildenden Schulen für technische Berufe zu begeistern.

Zudem sei ein Automatenlabor im Kolleg eingerichtet – unter anderem, um die Ausbildung zum Automatenfachmann zu optimieren. Dieses sei auch ein Prüfungslabor der Industrie- und Handelskammer.

Neben den Kooperationen mit den heimischen Unternehmen arbeitet das Berufskolleg mit verschiedenen Bildungseinrichtungen vor Ort zusammen – zum Beispiel mit der Espelkamper Sekundarschule.

Startseite