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Hauptausschuss: Politiker sprechen über die neue Konsum-Witte-Straße in Isenstedt

»Ein ungewöhnlicher Name«

Espelkamp (WB/fq). Ein »ungewöhnlicher Name« – wie CDU-Politiker Wilfried Windhorst sagte – hat die Mitglieder des Hauptausschusses nun etwas länger beschäftigt.

An der Brinkerorter Straße in Isenstedt entsteht das Baugebiet mit der Konsum-Witte-Straße. Foto: Felix Quebbemann

Neues Baugebiet

Das Gremium hat am Mittwochnachmittag über den Namen für die Straße im neuen Isenstedter Baugebiet zwischen Alte Schulstraße und Stadtweg gesprochen. Aus den Reihen der Isenstedter Dorfgemeinschaft, des Heimatvereins und des Ortsheimatpflegers wurde den Politikern der Name »Konsum-Witte-Straße« vorgeschlagen, heißt es in den Erläuterungen der Verwaltung. Der Name soll an den ehemaligen »Konsumladen Witte« in der Brinkerorter Straße erinnern.

Auch wenn der historische Hintergrund dieses Namens den Politikern bewusst war, zeigten sie sich doch irritiert über den Vorschlag. »Aber wenn die Bürgerschaft das so haben will«, sagte Windhorst.

Enthaltung

Andreas Sültrup (Grüne) sagte: »Ich tue mich ja schwer mit solchen Namen.« Er werde sich daher bei der Abstimmung enthalten.

Reinhard Bösch (SPD) hingegen unterstützte den Namensvorschlag der Bürger. Der Isenstedter Ortsvorsteher sagte, dass der Witte Konsumladen ein bekannter Name im Ort sei.

»Hurra-Schreie«

Dr. Oliver Vogt (CDU) entgegnete, dass dieser Vorschlag »nicht gerade Hurra-Schreie ausgelöst hat. Ich habe auch etwas gestutzt«, sagte er. Er habe sich an seine alten DDR-Zeiten erinnert gefühlt. Dort habe es nur zwei Läden gegeben und einer habe das Wort »Konsum« im Namen getragen.

Vogt gab darüber hinaus zu bedenken: »Sollte es Anwohner geben, die die Straße umbenennen möchten, wird die CDU das unterstützen.« Derzeit gebe es ja noch keine Bewohner in dem Bereich, da das Baugebiet erst in Kürze erschlossen werden soll. Man könne daher auch noch nicht absehen, wie die künftigen Bewohner auf den Straßennamen reagieren. »Die Betroffenen müssen aber mit dem Straßennamen leben«, so Vogt weiter. Er persönlich würde den Namen jedenfalls nicht haben wollen, wenn er dort wohnen würde, so Vogt. Es sei schon ein »sehr außergewöhnlicher«. Bürgermeister Vieker sagte, diese Meinung sei ein bisschen der Biografie Vogts geschuldet.

Bürgerwille

Viele andere Politiker des Hauptausschusses sahen es aber ähnlich wie Vogt. Insgesamt enthielten sich neun Mitglieder bei der Abstimmung, um dem Bürgerwillen nicht entgegen zu treten. Fünf Politiker stimmten für den neuen Straßennamen. Da es keine Gegenstimme gab, gilt der Vorschlag mit fünf Ja-Stimmen als einstimmig angenommen.

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