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25. Berufsausbildungsmesse in Espelkamp: 80 Unternehmen präsentieren 180 Jobs

Eine BAM der Superlative

Espelkamp (WB). Neugierig betrachten Justin Koop und Justin Schulz das große Mischpult. Die Schüler stehen am Stand des Unternehmens FB Event Service aus Espelkamp und lassen sich den Beruf des Veranstaltungs-, Licht- und Tontechnikers erläutern.

Felix Quebbemann und Andreas Kokemoor

Justin Koop (16 Jahre) und Justin Schulz (14), beide von der Gesamtschule Hüllhorst, haben sich für den Beruf des Veranstaltungs-, Ton- und Lichttechnikers interessiert. Das Unternehmen FB Event Service war das erste Mal auf der BAM. Foto: Felix Quebbemann

Die beiden Schüler der Gesamtschule Hüllhorst waren nur zwei von mehreren Hundert Jugendlichen, die gestern die etwa 80 Stände auf der Berufsausbildungsausbildungsmesse (BAM) im und vor dem Bürgerhaus besucht

haben.

Mehr als 1500 Anmeldungen

Die 25. BAM hat im Vorfeld, nach Angaben von Dirk Engelmann-Homölle vom organisierenden Stadtmarketingverein, mehr als 1500 Anmeldungen aus den Schulen des Altkreises Lübbecke und aus Hille zu verzeichnen gehabt. Und Engelmann-Homölle schob noch nach, dass es die bis jetzt größte BAM in der Geschichte der Messe sei.

Die wurde bereits am Mittwochabend im Neuen Theater eröffnet. Der Stadtmarketingverein und Vertreter der Firma Kolbus – das Rahdener Unternehmen ist in diesem Jahr Mit-Organisator der BAM – begrüßten 250 Gäste.

Echte Erfolgsgeschichte

»25 Jahre BAM sind eine echte Erfolgsgeschichte«, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Espelkamps, Christel Senckel. »Als im Jahr 1993 die erste Berufsausbildungsmesse im Bürgerhaus ausgerichtet wurde, war das für alle Beteiligten absolutes Neuland«, sagte sie. Kai Büntemeyer von der Firma Kolbus lobte das Konzept der BAM: »Die Veranstalter der Berufsausbildungsmesse verstehen die Situation der Schüler.«

Natürlich durfte die obligatorische Steuerradübergabe vom diesjährigen an den nächsten Mit-Organisator nicht fehlen. Die Wahl fiel auf die Arbeitsagentur. »Seit 22 Jahren begleitet die Arbeitsagentur die BAM. Wir kennen die BAM aus dem eff-eff und wir freuen uns, dass wir das Steuerrad auch einmal in Empfang nehmen dürfen«, sagte Marion Eckel. Birgitt Hafer und Caroline Krüger vom Kolbus-Organisationsteam sowie Dirk Engelmann-Homölle reichten das Symbol weiter an Eckel. Für Unterhaltung während der Eröffnungsveranstaltung sorgten die Schüler der Sekundarschule Rahden.

Mehr Handwerk

Am Donnerstagmorgen ging es für die Jugendlichen dann durch die Gänge der zahlreichen Unternehmensstände. Während vor Jahren noch viele Handwerkerstände das Bild dominierten, ist heutzutage immer häufiger digitale Technologie anzutreffen – so zum Beispiel beim Lübbecker Unternehmen Alhorn, das mit einer Virtual-Reality-Brille neugierig machte.

Dies sah auch Engelmann-Homölle so. »Handwerkliche Berufe sind deutlich weniger nachgefragt.« Sein Wunsch ist es aber, wieder mehr solcher Berufsbilder auf der BAM zu präsentieren – die Standbetreuung könne zum Beispiel auch durch bereits pensionierte Handwerker geschehen.

Viel Lob

Sophie Kopitz und Merlin Udig ließen sich derweil am Stand der Espelkamper Firma Plümat die Produkte vom Weltmarktführer für Kunststoffverpackungen und pharmazeutische Verpackungskonzepte erläutern. Plümat-Ausbildungsleiter Holger Marten zeigte sich vom Interesse der Schüler begeistert. »Wir haben schon viele Gespräche geführt und viele Schüler gehabt, die an die Stände gekommen sind. Durch das Scouting-System klappt das auch gut«, lobte er die 74 Scouts, zumeist Azubis der beteiligten, Unternehmen, die die Schüler über die Messe führten.

Es gab viele lobende Worte für die Organisation. Florian Rieke fand zum Beispiel die Auswahl der Berufe – mehr als 180 Berufsbilder wurden vorgestellt – gut. Die Organisation am Anfang mit dem Treffpunkt im Bürgerhauses fand er jedoch »blöd«. »Daran könnten sie noch arbeiten«, sagte der 19-jährige Berufskolleg-Schüler.

Heute ab 8.30 Uhr und Samstag ab 10 Uhr bietet die BAM noch Gelegenheit, sich zu informieren.

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