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Kurzfristige Sammlung des Schäferhundevereins für die Tiere in der Ukraine

Eine letzte Tour!

Espelkamp

Es bleibt nicht viel Zeit, um Spenden für die zurückgelassenen Haustiere in der Ukraine zu sammeln. Der Schäferhundeverein in Espelkamp ist dennoch voller Hoffnung, dass am heutigen Mittwoch, 13. April, und am Donnerstag, 14. April, viele Menschen die Sammlung unterstützen.

Von Felix Quebbemann

Klaus Koch und Schäferhund Uso vor den Tierfutterspenden, die beim letzten Mal gesammelt wurden. Foto: Felix Quebbemann

Der Verein für deutsche Schäferhunde Espelkamp sammelt noch einmal für zurückgelassene Hunde und Katzen in der Ukraine. Ein letztes Mal wird es – jedenfalls unter Mithilfe ihres Paderborner Freundes Viktor – eine Hilfstour in das Kriegsgebiet geben.

Die Zeit ist knapp

Aber die Zeit ist knapp. Nur Mittwoch, 13. April, bis 18 Uhr und Donnerstag, 14. April, von 14 bis 18 Uhr, werden noch Spenden angenommen. Denn der Hilfskonvoi geht Freitagmorgen um 2 Uhr auf Tour. Fahrer Viktor ist dem Espelkamper Schäferhundeverein eng verbunden. „Doch so langsam wird es zu gefährlich für ihn“, sagt Klaus Koch, Vorsitzender des Espelkamper Vereins.

Ihr Fahrer, der noch einen ukrainischen Pass besitzt, ist bei seinen drei vorherigen Touren sogar immer noch ein Stückchen in die Ukraine hineingefahren, um die Spenden abzuliefern. Die Spenden seien auch, nach Mitteilung der Schäferhund-Landesgruppe, die die Espelkamper Hilfsaktion genau verfolgt hat, dort angekommen, wo sie hin sollten.

Klaus Koch

An Gründonnerstag noch haben alle Menschen, die die zurückgelassenen Tiere in der Ukraine unterstützen möchten, die Gelegenheit, Tierfutter, Decken, Hunde-Geschirre oder ähnliches im Vereinsheim am Schüsselbruchweg abzugeben -- von 14 bis 18 Uhr. Die Decken, das hat Koch bereits aus Dankesschreiben aus der Ukraine mitbekommen, kamen übrigens nicht nur den Tieren zugute, sondern auch Menschen. Denn an Decken mangele es in der eiskalten Kriegsregion sehr, so Koch.

Der Schäferhundeverein stellt auch wieder ein Sparschwein auf. Fahrer Viktor, der bis jetzt alle Fahrten aus der eigenen Tasche bezahlt habe, ginge langsam das Geld aus. „Eine Fahrt kostet 1000 bis 1200 Euro“, sagt Koch. Damit die letzte Ukraine-Hilfstour überhaupt stattfindet, werde der Espelkamper Schäferhundeverein in Vorleistung treten, so Koch. Wer die Aktion finanziell unterstützen möchte, kann das im Schüsselbruchweg tun.

Klaus Koch

In den vergangenen Tagen seien bereits Spenden beim Schäferhundeverein eingetrudelt, sagt Koch. Die letzte Sammlung erbrachte ein überragendes Ergebnis von rund 1,7 Tonnen an Futter. Da war die Vorlaufzeit jedoch etwas länger. Dennoch hofft Koch noch einmal auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. „Wir sind froh, dass Viktor ein letztes Mal fährt.“ Am Donnerstagabend gehe es noch einmal von Espelkamp nach Paderborn – um die Hilfsgüter abzuliefern. „Den Tieren und den Menschen dort muss geholfen werden“, sagt Koch. Der Espelkamper Verein überlege übrigens bereits, wie er den Tieren und Menschen in der Ukraine künftig helfen kann.

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