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Quartiersmanagement will viele Ideen im kommenden Jahr realisieren – Stadt und Aufbau führen Projekt weiter

„Eine wunderbare Sache“

Espelkamp

Das Quartiersmanagement besteht seit zwei Jahren. Nun läuft die Förderung aus. Die Stadt Espelkamp und die Aufbaugemeinschaft wollen das Projekt nun eigenständig fortführen.

Felix Quebbemann

Mit dem Adventskalender dankt das Quartiersmanagement den vielen Unterstützern. Foto: Felix Quebbemann

Das Quartiersmanagement (QM) in Espelkamp soll in jedem Fall fortgeführt werden. Das stellte Thorsten Blauert, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, während der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses fest.

Das Projekt sei vor zwei Jahren innerhalb des Förderprogramms Soziale Stadt ins Leben gerufen worden. Für zwei Jahre wurde es finanziell gefördert. Ende dieses Jahres wäre Schluss. Aber weder die Stadt noch die Aufbaugemeinschaft wollen, dass das Projekt beendet wird. Zu viele Erfolge hat das QM hervorgebracht.

Und genau diese Erfolge stellte Marlo Pfau, einer der Quartiersmanager, im Bürgerhaussaal vor. Er sagte allerdings zunächst, dass das Coronajahr 2020 die QM-Beteiligten sehr durcheinander gebracht habe. Dennoch konnte Pfau, der gemeinsam mit Marie Steinhauer das Quartiersbüro an der Isen-stedter Straße leitet, eine tolle Bilanz vorweisen. So sei unter anderem die Hängematten-Oase in der Burano-Siedlung aus Mitteln des Quartiersfonds entstanden. Im Fond befinden sich 38.000 Euro zur Umsetzung verschiedener Ideen.

Ehrenamtliche hätten zudem zahlreiche Nistkästen gebaut. Ausstehende Projekte wie die Obstbaumwiese im Frotheimer Weg sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden. Beteiligt sei das QM auch an der Corona-Hilfsplattform „Espelkamp hält zusammen“.

Ein absoluter Erfolg sei der Kauf des Lasten-E-Bikes gewesen. „Die Resonanz war sehr gut. Im Sommer wurde es drei bis vier Mal in der Woche ausgeliehen“, sagte Pfau (wir berichteten). Besonders glücklich zeigte er sich auch über die Aktion „Kinder malen für Senioren“ während des Corona-Lockdowns. „Da kam eine große Menge an Bildern zusammen.“

Eine weitere Idee hat das QM in diesem Monat realisiert. Da nämlich wird im Schaufenster ihres Büros der Menschliche Adventskalender präsentiert. „Hinter jeder Zahl versteckt sich eine wichtige Person, der wir ‚Danke‘ sagen“, erläuterte Pfau die Idee.

Für das kommende Jahr ist zudem geplant, dass Stadt Espelkamp und Aufbaugemeinschaft das QM „eigenständig weiterführen“. Das Quartiersbüro – geschrieben übrigens mit drei iii – sei eine „beliebte Anlaufstelle“, so Pfau. Es habe sich als Treffpunkt für die Nachbarn etabliert.

Im März des kommenden Jahres will sich das QM an der Aktionswoche „Bunt statt schwarz-weiß“ beteiligen, so Pfau. Ein weiteres Projekt für 2021 sind die Quartierspaziergänge. Die fallen sehr unterschiedlich aus. Denn das QM kümmert sich um drei Quartiere – im Osten (Brandenburger Ring), in der Innenstadt und im Westen (Gabelhorst). Thorsten Blauert fügte hinzu, dass mittlerweile auch Ideen aus der Bevölkerung kämen.

Die Ausführungen zum QM erhielten viel Lob. So sagte Paul-Gerhard Seidel (Unabhängige): „Ich finde es sehr gut, dass die Stadt bereit ist, dafür Geld auszugeben. Das ist eine wunderbare Sache. Auch der ein oder andere Ortsteil kann ein Quartiersmanagement gebrauchen.“

Horst Radtke (FDP) meinte, dass das QM „positiv auf sich aufmerksam gemacht hat“. Und Hartmut Stickan (SPD) fügte an: „Ich bin ein Fan des Quartiersmanagements. Ich finde es gut, wenn es weitergeht. Es übernimmt eine wichtige Aufgabe in den kritischen Stadtteilen.“

Thorsten Blauert betonte abschließend noch einmal, dass es leider keine Förderung aus dem Topf Soziale Stadt mehr gebe. Er sagte aber, dass er eine langfristige Finanzierung des Projektes verfolge.

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