1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Espelkamp
  6. >
  7. „Es ist unser größtes Verwaltungsgebäude“

  8. >

Gauselmann-Gruppe wendet 14 Millionen Euro Baukosten auf – Unternehmenschef erhält bei Richtfest viel Lob für klares Standortsignal

„Es ist unser größtes Verwaltungsgebäude“

Espelkamp (WB)

14 Millionen Euro Baukosten, fünf Geschosse und Platz für 300 Mitarbeiter bietet das im Bau befindliche Gebäude der Gauselmann-Gruppe in Espelkamp.

Jan Lücking

Lars Reichel (Energiemanagementbeauftragter Gauselmann-Gruppe), Frank Kögel (Bauunternehmer), Hennig Vieker (Bürgermeister) und Paul Gauselmann (Unternehmensgründer) vor dem Richtkranz.

Zum Richtfest am Freitagnachmittag ließ es sich Unternehmensgründer Paul Gauselmann nicht nehmen, selbst einige Worte an die Ehrengäste und Besucher zu richten, unter ihnen auch Bürgermeister Hennig Vieker und der ausführende Bauunternehmer Frank Krögel.

„Wir haben heute ein Novum in unserer 64-jährigen Unternehmensgeschichte und feiern Richtfest bei unserem größten und teuersten Verwaltungsgebäude, das wir je gebaut haben“, sagte Unternehmensgründer Paul Gauselmann. Die Corona-Pandemie sei beim Spatenstich im Februar des vergangenen Jahres nicht abzusehen gewesen und man habe sich zusammen mit dem Unternehmer Kögel entschlossen, im Juni 2020 mit dem Bau des Bürogebäudes zu beginnen, erklärte der Unternehmensgründer. „Die Corona-Pandemie hat uns alle unwahrscheinlich getroffen. Mehr als 1000 unserer Betriebe in Südamerika und Europa sind geschlossen. Auch unser Bürgermeister wird es gemerkt haben, dass hier nicht Geld verdient, sondern Geld ausgegeben wird, was wir früher mal verdient haben. Die Gewerbesteuer wird eine Zeit lang ein bisschen mager ausfallen“, sagte Paul Gauselmann an Bürgermeister Henning Vieker gewandt.

Dachdeckermeister Daniel Wiens bei seiner Ansprache. Foto: Jan Lücking

Letztendlich gehe das Leben weiter und Corona sowie die damit verbundenen Einschränkungen seien seiner Einschätzung nach im Mai oder Juni, wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft sei, weitestgehend vorbei, sagte Paul Gauselmann. „Ich bin froh, dass wir vor einem Jahr entschieden haben, dieses Haus zu bauen“, betonte der Unternehmenschef und blickte optimistisch in die Zukunft seiner Gruppe. Er bezeichnete das Verwaltungsgebäude als ein „gewaltiges Werk“, und wenn alle Prognosen richtig seien, werde das Gebäude im nächsten Jahr voll besetzt sein, so Gauselmann weiter.

„Wir haben hier eine Höhe von 20 Metern in den fünf Geschossen realisiert und somit ist das neue Gebäude auch das höchste Gebäude in der Merkur-Allee. Wir werden uns farblich noch an die Merkur-Allee angleichen“, sagte Lars Reichel, Energiemanagementbeauftragter der Gauselmann-Gruppe, und erklärte, dass die großen Fensterflächen des Gebäudes den offenen Charakter des Neubaus verdeutlichten. Man habe ein Gebäude mit komplett offenen Arbeitswelten gebaut und man werde so der Situation gerecht, dass die Arbeitnehmer immer mehr miteinander kommunizieren und sich abstimmen würden, sagte Lars Reichel.

Thorsten Blauert (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Stadtmarketing und Bauen der Stadt Espelkamp), Henning Vieler (Bürgermeister) und Paul Gauselmann (Unternehmensgründer) beim Rundgang auf der Baustelle. Foto: Jan Lücking

Frank Kögel bedankte sich bei Paul Gauselmann für das Vertrauen in sein Bauunternehmen. „Wer baut, der hat Vertrauen. Vertrauen in die Mitarbeiter und Vertrauen in die Zukunft. Das finde ich großartig und das brauchen wir gerade in diesen Zeiten umso mehr“, sagte Kögel und bezeichnete den Neubau als ein „Leuchtturmprojekt“ für sein Unternehmen und ganz OWL.

„Was mir an Paul Gauselmann so toll gefällt. ist sein Optimismus. Dieser Optimismus, an die Dinge ranzugehen und Lösungen zu finden – das finde ich großartig“, sagte Espelkamps Bürgermeister Henning Vieker. Er teile diesen Optimismus völlig. Und das stehe auch so einer jungen Stadt wie Espelkamp gut zu Gesicht, sagte der Bürgermeister. Vieker äußerte seine Freude über das „klare Standortsignal“ der Familie Gauselmann für die Stadt Espelkamp.

Im Anschluss an die Grußworte wandte sich Dachdeckermeister Daniel Wiens hoch oben vom Baugerüst an die Besucher und würdigte den Neubau mit humorvollen Worten in seiner Richtfestrede. Ein Kran hob den großen Richtkranz in die Höhe. Anschließend begingen die Ehrengäste und Besucher noch die Baustelle und schauten sich das Erdgeschoss des Neubaus etwas genauer an. Die Fertigstellung des Bürogebäudes ist für den Herbst oder Winter dieses Jahres geplant.

Startseite
ANZEIGE