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Spitziale-Macher planen Spielfilmproduktion in der Stadt und ihrer Umgebung

Espelkamp wird Klein-Hollywood

Espelkamp (WB). Wird Espelkamp bald zu einer Art Hollywood in Ostwestfalen-Lippe? Nach dem Film »Phantomschmerz« könnte schon bald der nächste Film in der Jungen Stadt und der näheren Umgebung gedreht werden.

Bei der Spitziale 2017 war Anja Uhland (7. von links) Mitglied der Jury. Nun will sie mit Günter Fröhlich, (3. von links) und Stephan Fröhlich (2. von rechts) ein Filmprojekt realisieren. Foto:

Planungen laufen

Die Planung für die Spielfilmproduktion, die in Espelkamp und Umgebung umgesetzt werden soll, ist in vollem Gange. Der Titel soll lauten »The Girl of his choice – Auserwählt«. Die Dreharbeiten sollen bereits in diesem Jahr beginnen.

Produziert werden soll der Film von Uhlandfilm aus Köln, deren Inhaberin Anja Uhland Ko-Produzentin des 2015 in Cannes uraufgeführten und im Jahr darauf für den Oscar nominierten Spielfilm »Mustang« ist. Der wird übrigens morgen, Mittwoch, um 20.15 Uhr im Fernsehen bei ARTE zu sehen sein. Uhland ist dem hiesigen Publikum bekannt als Jurorin des Filmfestivals Spitziale, deren Initiator der Espelkamper Stephan Fröhlich ist. Durch diesen Kontakt ist die Idee entstanden, das neue Filmprojekt in Zusammenarbeit mit der Format Fröhlich Filmproduktion und deren beiden Geschäftsführer Stephan und Günter Fröhlich zu initiieren.

Drehstart im September

Im September soll der 100-minütige Kinofilm »Auserwählt« von Drehbuchautor und Regisseur Misha Kreuz entstehen. Stephan Fröhlich wird dann hinter der Kamera stehen und Günter Fröhlich zeichnet als Produktionsleiter verantwortlich.

Bei dem Werk handelt es sich um einen Mystery-Thriller mit Zügen eines Sozialdramas. »Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass die bürgerliche Welt unlösbaren Widersprüchen ausgeliefert ist, sie aber auch selbst tagtäglich produziert und somit Tatsachen erschafft, die oft ins Verbrechen und die Zerstörung führen«, erklärt Misha Kreuz.

Stahlberg in der Hauptrolle

Mit Jan Henrik Stahlberg konnte bereits ein namhafter Schauspieler für die männliche Hauptrolle gewonnen werden. Für eine weitere Rolle hat der Schauspieler Patrick Mölleken zugesagt, der als Jurymitglied bei der Spitziale 2016 fungierte. Für die weibliche Hauptrolle haben Castings stattgefunden.

Stephan Fröhlich erläutert, warum der Mühlenkreis als Drehort ausgesucht worden ist. »Die Hauptlocation im Film ist eine Wassermühle, und als ich das Drehbuch las, habe ich unweigerlich an viele tolle Locations aus meiner Heimat denken müssen.« Dass die Region filmisches Potenzial besitze, sollte nach vier Jahren Spitziale und dem erfolgreichen Filmprojekt »Phantomschmerz« der Espelkamper Daniel Littau und Andreas Olenberg jedem klar sein, so Fröhlich weiter.

Crowdfunding

Um das Filmprojekt zu realisieren, wird auch eine Crowdfunding Aktion gestartet. Unterstützer werden gesucht, um das Projekt mit einem finanziellen Beitrag zu fördern. Als Gegenleistung kommen verschiedene Formen in Betracht, etwa die Einladung zur Filmpremiere oder die Namensnennung im Abspann.

Unterstützung, auch materieller Art oder durch die Bereitstellung von Unterkünften, erhoffen sich die Initiatoren auch durch die heimische Wirtschaft und die Bevölkerung. »Wer bereit ist, unser Projekt auf welche Weise auch immer, zu unterstützen und genauere Infos hierzu benötigt, kann mich jederzeit ansprechen«, so Produktionsleiter Günter Fröhlich. Er ist zu erreichen unter Telefon 0176/83770281 oder per E-mail: guenter@formatfroehlich.de.

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