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Kreis Minden-Lübbecke und Stadt Espelkamp haben Dialog geführt – jedes Wochenende Impfaktionen

Gespräche mit Freikirchen wegen hoher Corona-Inzidenz

Espelkamp/Minden

Als Reaktion auf die aktuelle Corona-Lage in Espelkamp haben die Stadt Espelkamp und die Krisenstabsleitung des Kreises Minden-Lübbecke die örtlichen freikirchlichen Gemeinden zu einem Gespräch eingeladen. Außerdem kommt an jedem Wochenende das Impfmobil nach Espelkamp.

Der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke und sie Stadt Espelkamp setzen auf mehr Impfungen und seriöse Informationen, um die hoe Inzidenz zu senken. Zudem haben sie Gespräche mit freikirchlichen Gemeinden geführt. Foto: Fabian Sommer/dpa

16 Gemeindevertreter waren der Einladung ins Rathaus der Stadt Espelkamp gefolgt, um offen über mögliche Wege zu einer Senkung der Infektionszahlen zu diskutieren. Die Infektionszahlen in Espelkamp sind weiterhin besorgniserregend hoch. Zuletzt hatten Werte über 800 für Aufsehen gesorgt. In den Krankenhäusern werden überdurchschnittlich viele Patienten und Patientinnen mit schweren Verläufen aus Espelkamp behandelt. Am Montag waren drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Alle Anwesenden seien sich in dem Ziel einig, das Infektionsgeschehen nachhaltig zu bremsen und eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern, hieß es in einer Mitteilung.

Ein wesentlicher Faktor ist aus Sicht von Stadt und Kreis die Steigerung der Impfrate. Dazu sei vereinbart worden, dass der Kreis weiterhin mobile Impfangebote in Espelkamp durchführe. Um Bedenken aus dem Weg zu räumen, soll es begleitend niederschwellige Informationsangebote über die Impfungen geben.

Kursierenden Behauptungen, es werde „von der Kanzel von einer Impfung abgeraten“, hätten die Gemeindevertreter deutlich widersprochen. Die Anwesenden seien sich vielmehr darüber einig, dass durch Aufklärung den irreführenden Falschinformationen zu den Impfungen begegnet werden müsse.

Insbesondere Mediziner sollten auf Informationsveranstaltungen über Sachargumente aufklären und sich mit Fragen dazu auseinandersetzen. In den Gemeinden solle zu den Impfaktionen und Informationsveranstaltungen eingeladen werden.

„Die Gemeinden sind sich ihrer Verantwortung bewusst, daneben auch durch weitere geeignete Schutzmaßnahmen an der Senkung der Infektionszahlen mitzuwirken“, erklärte Kreissprecherin Sabine Ohnesorge. Es sei weiter wichtig, „dass alle durch entsprechendes Verhalten dazu beitragen, andere und sich selbst vor möglichen Infektionen zu schützen“.

Impfmobil kommt regelmäßig

Darüber hinaus weist die Stadt Espelkamp darauf hin, dass die hohen Inzidenzwerte Bürgermeister Henning Vieker (CDU) zum Handeln veranlasst hätten. Ab sofort und bis auf Weiteres werde jedes Wochenende ein Impfteam des DRK in Espelkamp bereitstehen: samstags am Bürgerhaus (Wilhelm-Kern-Platz 14) und sonntags am Nachbarschaftszentrum im Erlengrund, Gabelhorst 38, jeweils von 11 Uhr bis 14 Uhr.

Diese Information verbindet der Bürgermeister Henning Vieker mit Einladung und Appell an alle Espelkamper Haushalte, das Impfangebot bald anzunehmen. „In den Krankenhäusern unserer Mühlenkreiskliniken liegen, leiden und sterben immer mehr unserer Mitmenschen durch Corona-Infektionen. Menschen aller Altersgruppen… es liegt niemand als Folge der Impfung auf den Intensivstationen!“, heißt es darin.

Espelkamps Bürgermeister Henning Vieker (CDU). Foto:

Faktenblatt

Als Anlage zum Brief aus dem Rathaus gibt es ein Faktenblatt des Robert-Koch-Instituts zur Covid-19-Impfung. „Die Impfung ist sicher – die Studienlage dazu ist eindeutig!“, ist der Tenor des Bürgermeister-Appells. Er verweist auf weitere seriöse Informationsquellen zu Corona sowie auf die Arztpraxen in der Stadt, die ebenfalls weiterhin Coronaschutzimpfungen anbieten und individuell berieten und informierten.

Die Coronaschutzimpfung ist kostenlos. Es werden lediglich der Personalausweis, die Gesundheitskarte der Krankenkasse und wenn vorhanden der Impfausweis benötigt.

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