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Sozialausschuss: Teilhabemanagerin Marei Nagel stellt der Politik ihr Tätigkeitsfeld vor

Große Hilfe für die Flüchtlinge

Espelkamp

Marei Nagel ist Teilhabemanagerin in Espelkamp. Während des Sozialausschusses hat sie ihre Arbeit mit den jungen Flüchtlingen vorgestellt.

Felix Quebbemann

Mit der Initiative „Durchstarten“ soll Flüchtlingen die Teilhabe an der Gesellschaft erleichtert werden. Der Teilhabemanager koordiniert die einzelnen Schritte. Foto: Daniel Karmann

Marei Nagel ist die Espelkamper Teilhabemanagerin. Aber was genau ist eigentlich mit dem doch recht sperrigen Wort Teilhabemanager gemeint?

Das hat Marei Nagel nun während der ersten Sitzung des Sozialausschusses nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr im Bürgerhaus erläutert. Am Donnerstagnachmittag erklärte sie den Mitgliedern des Gremiums, dass die Stelle des Teilhabemanagers durch die Aktion „Durchstarten – in Ausbildung und Arbeit“ des NRW-Landesozialamtes ins Leben gerufen wurde.

Claudia Strobel (rechts) und Marei Nagel im Büro des Vereins Mitmenschen im Atrium in Espelkamp Foto: Felix Quebbemann

Zielgruppe seien dabei Flüchtlinge im Alter von 18 bis 27 Jahren, die entweder den Duldungsstatus oder den Status „Gestattet“ inne haben. Als geduldet zum Beispiel bezeichne man die Flüchtlinge, die eigentlich ausreisepflichtig sind, deren Abschiebung aber ausgesetzt wurde. „Mein Oberziel ist es, für diese Menschen Wege in die Qualifizierung und in die Ausbildung aufzuzeigen und sie zu unterstützen“, sagte Nagel.

Zusammenhang

Dafür hätte sie verschiedene Möglichkeiten. Sie selbst sprach von Förderbausteinen und nannte unter anderem Sprachkurse und Coaching in dem Zusammenhang.

Die Idee des Teilhabemanagers ist noch recht jung. Marei Nagel ist mit ihrer Tätigkeit erst sei Anfang des vergangenen Jahres in Espelkamp tätig. Überhaupt gibt es im Kreis Minden-Lübbecke zurzeit nur noch einen weiteren Teilhabemanager. Der sei nicht für eine bestimmte Kommune tätig, sondern für den gesamten Bereich Altkreis Lübbecke, sagte Nagel.

Marei Nagel

In Espelkamp gebe es derzeit 55 „Gestattete“ und „Geduldete“ im Teilhabemanager-Alter. Und mit der Hälfte der Personen habe sie Gespräche geführt. Nagel erklärte ganz praktisch, worin ihre Arbeit besteht. „Ich begleite und unterstütze bei der Ausbildung, helfe bei Bewerbungsschreiben oder auch bei der Passbeschaffung“, sagte sie.

Sie erkundige sich in den Gesprächen über den persönlichen Stand des Flüchtlings. Von ihrer Zielgruppe seien 38 Prozent in Arbeit. 17 Prozent seien Auszubildende, sieben Prozent noch Schüler.

Erstgespräche

Nach den Erstgesprächen würden in diesem Jahr die Förderbausteine Coaching, Sprachkurse und Einstiegsqualifizierung beginnen. Nagel betonte, dass die Kooperation mit dem Sozialamt, unter deren Federführung sie arbeitet, „gut klappt“.

Die Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen aber steht bei Nagel, die ihr Teilhabemanagement-Büro im Atrium hat, ganz oben auf der Agenda. „Ich schaue, was benötigt die Person und wo passt sie am besten hin“, erläuterte sie. Erstmal noch bis Ende 2022 ist Marei Nagel als Teilhabemanagerin in Espelkamp tätig. Wer mit ihr Kontakt aufnehmen will, kann sie telefonisch erreichen unter 05772/562328.

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