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Das Volksbildungswerk Espelkamp startet im Oktober in die neue Theater-Spielzeit

Große Namen auf der Bühne

Espelkamp

Die Saison 2022/23 für das Neue Theater Espelkamp steht in den Startlöchern. Und die Aufführungen versprechen beste Unterhaltung. Große Namen sind ebenso wieder dabei wie tolle Musicals.

Das Musical Once wird am 28. Januar auf die Bühne des Neuen Theaters gebracht.

Den Anfang in den Abo-Reihen macht am Samstag, 15. Oktober, die Komödie „Noch einen Augenblick“, die sich gefühlvoll, romantisch aber auch grotesk ganz im Stil des berühmten Films „Ghost – Nachricht von Sam“ mit dem Thema Trauer, Abschied, Neubeginn und der großen Liebe auseinandersetzt.

In ihrem Bühnensolo „Die Dinge meiner Eltern“ nimmt die Hamburger Schauspielerin und Produzentin Gilla Cremer am Samstag, 12. November, das Publikum in anrührenden und komischen Momenten mit in einen Lebensabschnitt, den man eigentlich lieber verdrängt: den Tod der Eltern, das Auflösen von deren Haushalt, und die Wucht der Emotionen, die aus der Vergangenheit heranrollen und auf die man nicht vorbereitet ist.

Der Graf von Monte Christo

Klassisch wird es im November. Zwar wurde die Geschichte des Seefahrers Edmond Dantès von Alexandre Dumas Roman „Der Graf von Monte Christo“ vielfach verfilmt und bereits als Musical umgesetzt. Jetzt wurde die weltberühmte Geschichte von Theaterautorin Susanne Felicitas Wolf für die Bühne umgesetzt und ist am Samstag, 19. November, in einer Produktion der Theaterlust Produktions GmbH in Espelkamp zu sehen. Mit „Hexenjagd“ von Arthur Miller steht am Samstag, 14. Januar, ein Schauspielklassiker über die perfiden Mechanismen von Intoleranz und Massenwahn auf dem Programm. Der Bezug zu aktuellen Geschehnissen liegt auf der Hand – hervorragend dargestellt von Wolfgang Seidenberg und Carsten Klemm in den Titelrollen und umgesetzt in einer außergewöhnlichen Inszenierung.

Auch in seinem aktuellen Stück „The Who and the What“, das am Samstag, 21. Januar, auf dem Programm steht, geht Pulitzerpreisträger Ayad Akhtar den brennenden Fragen nach der Rolle der Frau im Islam und der Suche nach Identität von Migranten nach. Basierend auf den gleichnamigen irischen Independent Film „Once“ von John Carney kommt am Samstag, 28. Januar, ein mitreißendes Musical mit einem multitalentierten Ensemble auf die Bühne, das zugleich die Live-Band sein wird. Aus dem altbekannten Szenario Boy meets Girl entwickelt sich in Once eine besondere Verbindung zwischen zwei jungen Menschen: Straßenmusiker Guy, der auf den großen Durchbruch hofft, begegnet der jungen Pianistin, die sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Ein Moment, der alles verändern soll.

Ein Glücksfall

Ein Glücksfall für das Theater und ein Fest für Schauspieler ist das humorvoll melancholische Schauspiel „Dinge, die ich sicher weiß“ am Freitag, 3. Februar. In diesem Wellmade Play mit Nina Petri und Christoph Tomanek steht jedes Wort an der richtigen Stelle: Kein Satz wird zu viel, aber auch kein Wort zu wenig gesagt. Dass die beiden Schauspielgrößen Mariele Millowitsch und Walter Sittler ein gutes Paar abgeben, haben sie einem großen Fernsehpublikum hinlänglich bewiesen. Am Samstag, 11. Februar, brillieren die beiden Darsteller in der szenischen Lesung „Alte Liebe“ nach dem Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder auf der Bühne im Neuen Theater.

Das Altonaer Theater versteht sich gut darauf, große Romane auf die Theaterbühne zu bringen. Schon mit dem Schauspiel „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ von Joachim Meyerhoff konnten die Hamburger das im Frühjahr 2020 unter Beweis stellen. Schreiend komisch und doch tief berührend wird daher auch der zweite Roman des großartigen Schauspielers und Autors „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ am Samstag, 18. Februar. Erzählt wird die Geschichte von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht. Mit viel schwarzem Humor geht es auch am Samstag, 25. Februar, weiter im Programm. Unter dem Titel „Das Huhn auf dem Rücken“ kommen sich in der Komödie der Gastspiele Berlin zwei einsame Menschen unter skurrilen Umständen langsam näher. Spannend wird es mit der Kriminalgeschichte „Der Richter und sein Henker“ nach dem Roman von Friedrich Dürrenmatt am Samstag, 4. März. Gibt es das perfekte Verbrechen? In kurzen Sequenzen, skurril anmutenden Tableaus und eindringlichen Bildern nehmen die Ermittlungen zum Mord an Polizeileutnant Schmied ihren Lauf.

Das Wintermärchen nach William Shakespeare gibt es am 29. April zu sehen. Foto:

In der Komödie „Komplexe Väter“ versuchen drei nicht mehr ganz so junge Männer am Samstag, 18. März, auf unterschiedliche Weise Versäumtes nachzuholen. Die beiden Väter Anton und Erik (Jochen Busse und Hugo Egon Balder) sind wie Feuer und Wasser. Als Tochter Nadine ihnen jedoch ihren neuen Freund vorstellt, schließen sie Waffenstillstand, denn Björn ist 20 Jahre älter als ihre Tochter und das finden die beiden gar nicht komisch. Zum Abschluss der Abo-Reihen steht am Samstag, 29. April, mit „Wintermärchen“ eine komödiantische Romanze von William Shakespeare mit faszinierender Musik und märchenhaftem Ausgang auf dem Programm. Die märchenhaften Elemente setzt die Inszenierung mit lebensnahen Puppen um, die von den Schauspielern gespielt und gesprochen werden.

Komplexe Väter  mit Hugo Egon Balder (von links), Alexandra von Schwerin, Katarina Schmidt, Rene Heimersdorff und Jochen Busse.  Foto: Bo Lahola

Nicht weniger umfangreich präsentiert sich auch das spezielle Angebot der Jungen Bühne für Kinder und Jugendliche. Großes Theater dürfen Kinder ab fünf Jahren zum Beispiel mit dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ am Donnerstag und Freitag, 1. und 2. Dezember, jeweils um 8.45 und 11 Uhr, sowie bei der Familienvorstellung am Samstag, 3. Dezember, um 15 Uhr erleben. In einer liebevollen Inszenierung der Laienspieltheatergruppe „Schatulle“ der Volkshochschule Lübbecker Land wird unter der Regie von Friedlind Thane die Geschichte der vier Freunde Esel, Hund, Katze und Hahn erzählt, die sich gemeinsam auf den Weg nach Bremen machen, um dort als Stadtmusikanten ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Für die ganz kleinen Kinder ab 4 Jahren geht es am Mittwoch, 15. März, um 9.15 und 10.30 Uhr mit der Bielefelder Puppenbühne Dagmar Selje mit einem heiteren Handpuppentheater in die wunderbare Welt der „Die Drei Freunde ff.“ nach dem Kinderbuchklassiker von Helme Heine.

Musik für Kinder und Jugendliche

Mit einem Musikprogramm für Kinder und Jugendliche wird die erfolgreiche Reihe der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford fortgesetzt. Bei dem „Konzert für Kinder“ begegnen Schüler der 3. und 4. Klassen am Dienstag, 14. Februar, „Kommissar Notus im Orchesterkeller“ und versuchen, gemeinsam mit dem Orchester unter der Leitung von Johannes Hofmann den Klangdieben das Handwerk zu legen. Das „Konzert für Junge Leute“ heißt die Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufen am 11. Mai unter dem Titel „Das Lied von Loch Ness oder Abenteuer in Schottland“ mit Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy „Die Hebriden“ und William Alwyn „Schottische Tänze“ willkommen in Schottland.

Weitere Infos zum Programm und zu den Ticketkontingenten erteilt die Geschäftsstelle des Volksbildungswerks im Bürgerhaus, Telefon 05772/562185. Der freie Verkauf für die nichtabonnierten Plätze und alle übrigen Vorstellungen startet erst im September. Angeboten wird ab Montag, 5. September das Theaterpaket „Theater à la carte“ (gültig ab einer Auswahl von vier Vorstellungen), sowie ab Mittwoch, 7. September, der Kartenverkauf für einzelne Vorstellungen.

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