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Vierter „Friedensspaziergang“ – 90 Teilnehmer ziehen durch Espelkamp

„Herr Bürgermeister, wie geht es weiter?“

Espelkamp (WB)

Etwa 90 Teilnehmer haben am Samstagnachmittag an einem erneuten „Friedensspaziergang“ durch Espelkamp teilgenommen. Diese Zahl schätzte die Polizei, die zusammen mit Kräften des Ordnungsamtes den Umzug begleitete.

Andreas Kokemoor

Etwa 90 Teilnehmer beteiligten sich am Samstag am mittlerweile vierten „Friedensspaziergang“ durch Espelkamp. Die Demonstranten kritisierten erneut die ihrer Meinung nach überzogenen Corona-Maßnahmen. Foto: Andreas Kokemoor

Mit Schildern und Transparenten – diesmal allerdings weniger als sonst – kritisierten die Demonstranten die Corona-Schutzmaßnahmen. „Schluss mit Verboten und Dauer-Lockdown – die Wirtschaft ist in existenzieller Not – Kinder leiden“, dies und mehr stand auf Handzetteln, die im Vorfeld unter anderem in einigen Restaurants verteilt worden waren. Die Teilnehmer wollten aus ihrer Sicht deutlich machen: „Es reicht!“

Veranstaltungsleiter Udo Neikes aus Stemwede freute sich über die Resonanz. „Das ist unsere vierte Veranstaltung“, sagte er. „Dies ist ein friedlicher Umzug mit Livemusik, Tanz und Kundgebung“, erklärte er. Er legte großen Wert darauf, dass dies während der öffentlichen und angemeldeten Versammlung auch so bleiben sollte. „Willst du die Welt verändern, so verändere dich.“ Angelehnt an diese Weisheit von Mahatma Gandhi gab Neikes den Spaziergängern das Ziel mit auf den Weg. Es sei wichtig, darüber nachzudenken, wie Corona und die Maßnahmen das gesellschaftliche Leben veränderten.

Treffpunkt war, wie bei den vorigen Veranstaltungen auch, am Boras-Park. Gemeinsam und demokratisch sei es das Anliegen, so die Teilnehmer, für mehr Diskurs, Menschenwürde, Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie Meinungsfreiheit, Berufsfreiheit und für angemessene Corona-Maßnahmen zu sensibilisieren. Die Teilnehmer spazierten die Breslauer Straße in Richtung Wilhelm-Kern-Platz. An der Tanzschule von Anna Nasirov stoppten sie. Die Leiterin der Tanzschule zeigte vom Dach des Hauses eine Choreographie und machte somit auf ihre Weise auf ihre existenzbedrohende Lage aufmerksam. Am Wilhelm-Kern-Platz folgte eine musikalische Darbietung. „Frieden, Freiheit. Dafür stehen wir. Frieden, Freiheit. Wir werden immer mehr.“ Eine Gegendemonstration gab es nicht.

Udo Neikes freute sich, dass auch Bürgermeister Henning Vieker in Kontakt mit den Aktiven des Friedensspaziergangs steht. „Herr Bürgermeister, wie geht es denn nun weiter?“, fragten die Veranstalter auf ihrem Handzettel. „Wir sind gespannt auf Ihre Antworten zu unserem offenen Brief.“

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