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Espelkamper Seniorenbeirat tagt im Rathaus – Jubiläumsfeier wird verschoben

Hilfe soll gebündelt werden

Espelkamp (WB). Der Seniorenbeirat der Stadt Espelkamp möchte eine Anlaufstelle für Helfende und Hilfesuchende bilden. In der jüngsten Versammlung des Seniorenbeirates im Sitzungszimmer des Rathauses stand dieses Thema an erster Stelle. Es war erst die zweite Zusammenkunft in diesem Jahr. Unter Corona-Regeln traf sich etwas mehr als eine Hand voll Besucher und Interessierte.

Andreas Kokemoor

Der Boras-Park ist eines der Projekte, die vom Seniorenbeirat federführend angeschoben wurden. Nun setzen sich die Beiratsmitglieder unter anderem für E-Bike-Ladesäulen und eine gepflasterte Veranstaltungsfläche ein. Foto: Felix Quebbemann

Der Vorsitzende des Seniorenbeirates Reinhard Rödenbeck erinnerte an den Besuch von Peter Teschner vom Seniorenbeirat der Stadt Delbrück, der Anfang Juli das Projekt „das nez verbindet Menschen“ aus seiner Stadt vorgestellt hatte. Dabei geht es um kleinere Arbeiten und Aufgaben aus dem Alltag, wie Hund ausführen, Schnee räumen, Kuchen backen, Hilfe beim Einkaufen, Begleitung zum Arzt oder Keller aufräumen, bei denen Hilfsangebote und -gesuche zusammengeführt werden sollen. „Das nez soll die tägliche Arbeit erleichtern und die analoge und digitale Welt verknüpfen“, erläuterte Rödenbeck.

Seit geraumer Zeit beschäftigen sich auch die Stadt Espelkamp und ihre Dörfer mit Themen wie Tausch- und Taschengeldbörse. Auch die Siedlerbünde „Espelkamp-Mittwald“ und „Drake-Siedlung“ planen Hilfsportale. Die Dörfer Vehlage und Frotheim haben ebenfalls Netzwerke in Gang gebracht. Unter anderem hat Gunter Kramer im Bürgerhaus das Projekt Taschengeldbörse vorgestellt.

Rücksichtslose Radler

„Das Delbrücker Projekt ist gut“, erklärte Rödenbeck. Teschner beschrieb in seiner Präsentation im Juli das Projekt als eine digital gestützte Brückenfunktion, um Exklusion, Separation, Integration mit Inklusion zu begegnen. Inklusion ist das Ziel.

Die Versammlung beschloss, erst einmal die Kommunalwahlen abwarten. Danach sollten sich alle Espelkamper Hilfsportalanbieter zusammen setzen, um am Ende ein System und Programm an den Start zu bringen, das alle wollen. Unter anderem wolle der Seniorenbeirat abwarten, welche Rolle das Ehrenamt in der neuen Verwaltung einnehme. Die nächste Versammlung des Seniorenbeirates wurde auf Donnerstag, 19. November, festgelegt.

„Hier gibt es zu viele rücksichtslose Radfahrer“, brachte ein Besucher seinen Unmut über seine Erlebnisse im Mehrgenerationen-Bewegungsparcours zum Ausdruck, der als Punkt zwei auf der Tagesordnung stand. Gunter Kramer, der dort Boule-Vormittage organisiert, bestätigte das. Ansonsten fiel das Fazit über die Umgestaltung der Grünfläche aber äußerst positiv aus. Die Seniorenspielgeräte, der Kinderspielplatz sowie Bewegungs- und Fitnessgeräte für Jugendliche und junge Erwachsene würden gut angenommen.

Feier verschoben

Reinhard Rödenbeck sagte bei der Eröffnung vor eineinhalb Jahren, dass es mit der Gestaltung nicht möglich gewesen sei, den vorhandenen Baumbestand komplett zu erhalten. Gunter Kramer wünscht sich, dass auf den vielen Freiflächen der eine oder andere Baum gepflanzt wird. Zu viele Bäume seien damals gewichen, als die Bagger anrückten. So schön die offene Gestaltung und die große Rasen-Spielfläche auch seien, etwas mehr Schatten sei wünschenswert. Rödenbeck nahm diesen Wunsch auf. Ebenfalls wolle er die Pflasterung der Veranstaltungsecke erstellen. Des Weiteren stand auf seiner Wunschliste die Errichtung einer Ladestation für E-Bikes.

Eigentlich wollte der Seniorenbeirat in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiern. „Angedacht war eine Messe zusammen mit dem Seniorenbüro“, erläuterte Rödenbeck. Angesichts der Corona-Situation hätten beide Seiten davon Abstand genommen. Rödenbeck schlug vor, die Feier des Seniorenbeirates auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

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