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Söderblom-Gymnasium und Birger-Forell-Sekundarschule legen zu

Jeweils eine Klasse mehr in Espelkamp

Espelkamp

Die beiden weiterführenden Schulen Birger-Forell-Sekundarschule und Söderblom-Gymnasium erhalten im kommenden Schuljahr mehr Zuspruch. In den fünften Klassen kann jeweils ein Zug mehr gebildet werden. Probleme hingegen gibt es bei den Planungen an den Grundschulen.

Von Felix Quebbemann

Birger-Forell-Realschule und Söderblom-Gymnasium freuen sich über das große Interesse von Grundschülern. Foto: Felix Quebbemann

Die Flüchtlingskrise betrifft direkt auch die Planungen für dieses und für das nächste Schuljahr. Das machte Schulamtsleiter Andreas Bredenkötter während der vergangenen Schulausschuss-Sitzung im Bürgerhaus deutlich. „In diesem Jahr ist alles anders“, sagte er.

Problem

Was er damit meinte, wurde schon deutlich, als es um die Beschulung der Flüchtlingskinder ging. Sven Hagemeier, Schulleiter im Grundschulverbund-Süd, stellte die Problematik aus Lehrersicht dar und sagte: „Wir arbeiten daran, dass es auch ukrainische Lehrer gibt.“ Denn viele der Flüchtlingskinder sprechen kein Deutsch. Daher werde ebenfalls Material zum Thema „Deutsch als Zweitsprache“ besorgt. Ein Problem stelle aber unter anderem dar, dass in der Ukraine kyrillisch geschrieben wird. Dies sei natürlich nicht Teil des Lehrplanes, so Hagemeier. Durch die Flüchtlingskinder haben sich auch die Pläne für die Eingangsklassen an den städtischen Grundschulen für das kommenden Schuljahr etwas verändert. Bredenkötter erläuterte, dass die Verwaltung noch nicht genau wisse, ob die Flüchtlingskinder in den Pläne mit einbezogen werden sollen oder nicht. Gespräche mit der Schulrätin hätten bereits stattgefunden. Die Verwaltung schlug daher vor, einen so genannten Vorratsbeschluss zu fassen. Bei einer Erstklässlerzahl von 208 oder mehr – zum Beispiel durch weiteren Zuzug ukrainischer Kinder – könnte die Stadt zwei weitere Eingangsklassen gründen. Diese, so der Vorschlag der Verwaltung, sollten dann in der Grundschule Auewald und in Benkhausen eingerichtet werden. „Momentan sieht es aber nicht danach aus“, sagte Bredenkötter. Der Ausschuss votierte für den Vorschlag.

Andreas Bredenkötter

Richtig gute Nachrichten hatte die Verwaltung bei den Übergangen von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen zu verkünden. „Die Zahlen sind sehr erfreulich“, sagte Bredenkötter. Für das kommende Schuljahr 2022/23 sind 254 Kinder gemeldet, von denen 81 – im aktuellen Schuljahr waren es 54 – auf das Söderblom-Gymnasium gehen wollen. Mit Schülern aus den umliegenden Kommunen ergibt sich eine Jahrgangsstärke von 133 Kindern. Das bedeutet, das Söderblom wird dann fünfzügig. „Wir hatten jahrelang immer vier Züge.“ Auch die Birger-Forell-Sekundarschule (BFS) kann kräftig zulegen. Aus den Espelkamper Grundschulen wollen 78 Kinder auf die Bildungseinrichtung wechseln. Mit Schülern aus den umliegenden Gemeinden kommt die BFS dann auf eine Jahrgangsstärke in den fünften Klassen von 89 Kindern. „Es gibt dann eine Vierzügigkeit an der BFS, was uns sehr freut“, so Bredenkötter. Er analysierte im Anschluss, dass die Abgänge von Schülern der Espelkamper Grundschule in weiterführende Schulen der Nachbarkommunen „deutlich abgenommen haben“. Erstmals werde auch die Johannes-Daniel-Realschule dreizügig, führte der Schulamtsleiter weiter aus. Dort werden im kommenden Schuljahr 51 Jungen und Mädchen in den fünften Klassen unterrichtet. „Es werden dann auch Kinder aus den umliegenden Kommunen aufgenommen.“

"Sehr stark"

Mit Blick auf die Entwicklung der beiden weiterführenden Schulen in Trägerschaft der evangelischen Landeskirche betonte Andreas Bredenkötter. „Das Söderblom ist sehr stark.“ Die Entwicklung an der Sekundarschule „freut uns ebenfalls, und wir hoffen, dass sie so weitergeht“, schloss Bredenkötter seine Ausführungen.

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