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Mülltrennung und Insektenhotel bringen Kindergarten und Waldschule 2500 Euro ein 

Klimaschutz zahlt sich aus 

Espelkamp (WB). Natur-und Umweltschutz werden als wichtige gesellschaftliche Aufgabe anerkannt. Das Engagement wurde jetzt auch honoriert. Zwei Projekte, für die sich der Einsatz gelohnt hat, sind jetzt mit dem Klimaschutzpreis 2014 ausgezeichnet worden.

Arndt Hoppe

Bürgermeister Heinrich Vieker und Johannes Geers (RWE, Mitte) bei der Übergabe der Urkunden des Klimaschutzpreises 2014 an die Vertreter der preisgekrönten Projekte der Waldschule Espelkamp sowie von Kita und OGS in Isenstedt. Foto:

Die Hauptschule Waldschule sowie ein gemeinsames Projekt des evangelischen Kindergartens und des offenen Ganztags an der Grundschule Isenstedt teilen sich in diesem Jahr die Auszeichnung durch den Stromversorger RWE, die mit insgesamt 2500 Euro dotiert ist. Die Waldschule erhält die Ehrung für das Projekt »Weiterentwicklung der Abfalltrennung« und die Isenstedter engagierten sich mit dem Kooperationsprojekt »Lernort Insektenhotel« für die Umwelt.

»Wir freuen uns, dass die Stadt Espelkamp wieder zwei so würdige Preisträger nominieren konnte«, sagte Johannes Geers, von der RWE, der die Urkunden gemeinsam mit Bürgermeister Heinrich Vieker an die Verantwortlichen übergab.

Mülltrennung

Von der Waldschule waren Lehrer Jörg Pieterek, Hausmeister Axel Knizewski und die Schülerinnen Chantal Brendel, Jennifer Krämer und Pamela Pfaffl von der jetzigen Klasse 10A1 zur Verleihung gekommen. Und sie hatten gleich die große umgebaute Schubkarre mitgebracht,die dazu dient, den Abfall zu sortieren. »Wir haben an der Waldschule schon vor etwa zehn Jahren begonnen, Mülltrennung einzuführen. Doch die unterschiedlich farbigen Eimer reichen nicht aus. Besonders auf dem Schulhof landet noch vieles in einer einzigen Tonne. Und so entstand in der damaligen Klasse 9A die Idee, einmal pro Woche den Müll von Hand nachzusortieren«, erklärt Pieterek. Wie die Schülerinnen berichten besteht zwar ein recht hoher Ekelfaktor, aber das Trennen lohne sich durchaus. »Etwa Dreiviertel ist Verpackungsmüll, der weiter verwertet werden kann«, sagen sie. Durch das Sortieren spart die Schule eine ganze Restmülltonne ein, und damit auch die Gebühren. »Zuerst waren die Schüler sehr zurückhaltend, doch inzwischen machen alle begeistert mit«, sagte Pieterek.

Insektenhotel

Die Idee zum Lernort Insektenhotel sei im vergangenen Herbst aufgekommen, entsprechend vorbereitet und seit dem Frühjahr umgesetzt worden, erklärten die Organisatoren. Das Startkapital habe man durch den Verkauf selbst gebastelter Dinge beim Weihnachtsbasar erwirtschaftet. Für das Projekt waren bei der Übergabe Ina Boldt und Sebastian Döding vom Kindergarten, Claudia Holle, Vorsitzende des Betreuungsvereins der OGS, die Betreuerinnen Birgit Berner und Petra Kunkel sowie Schulverbundleiterin Erika Müller anwesend.

Die Kinder lernten für das Projekt vieles über Wildbienen und ihren Lebensraum und sammelten in der Projektgruppe mit großem Eifer Materialien wie Baumscheiben, Schilfhalme und Hohlziegel, die dann in dem Insektenhotel wie in einem Setzkästen zusammengefügt wurden, erläuterten die Leiterinnen. »Das Projekt ist langfristig angelegt und soll in die p Arbeit beider Einrichtungen etabliert werden«, sagte Erika Müller.

Beratung

Zudem habe man sich von einem Fachmann der Biologischen Station beraten lassen. »Er hat empfohlen, Lehmziegel zu verwenden. Vielleicht werden wir die dann noch selbst formen und trocknen.« Insofern könne das Preisgeld dem Projekt zugute kommen. Das Geld, das die Waldschule erhält, soll laut Jörg Pieterek zum Teil dafür verwendet werden, die Mensabetreuung weiter zu finanzieren. »Unser Angebot läuft aus, weil wir zu wenige Schüler haben. Mit dem Geld wird die Küchenkraft bezahlt.« Ein Teil könne auch in ein neues Projekt »Stoffbeutel statt Plastiktüten« fließen.

Bürgermeister Heinrich Vieker zeigte sich erfreut über das große Engagement der drei Preisträger. »Für die Zukunft können wir uns vorstellen, dass der Klimaschutzpreis aber auch für andere Einrichtungen als Schulen geöffnet wird.« Kooperationen seien gern gesehen, wie das Beispiel in Isenstedt zeige. Aber eventuell könnten auch Vereine und andere Gruppen honoriert werden.

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