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Berufskolleg möchte junge Menschen für MINT-Berufe begeistern

Labor gegen Fachkräftemangel

Espelkamp (WB). Die Einweihung einer Zukunftswerkstatt mit dem Schwerpunkt Metall- und Automatisierungstechnik ist am Berufskolleg Espelkamp gefeiert worden.

Andreas Kokemoor

Gemeinsam forschen und verstehen: Klaus Bösche, Leiter der Abteilung Weiterbildung und politische Bildung, schaut Schülern in der Lernwerkstatt über die Schulter. Foto: Andreas Kokemoor

Das Berufskolleg in Espelkamp möchte junge Menschen für Berufe im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – die sogenannten MINT-Berufe – begeistern. Zwar liegen diese Berufsgruppen inhaltlich ziemlich weit auseinander. Eine Gemeinsamkeit prägt jedoch jeden MINT-Beruf: der Fachkräftemangel.

»Zukunft durch Innovation«

In Gang gesetzt vom NRW-Wirtschaftsministerium hat die Politik mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, gesellschaftlichen Gruppen und Schulen in Nordrhein-Westfalen aus diesem Grund eine Gemeinschaftsoffensive mit dem Schlagwort »Zukunft durch Innovation« mit der Abkürzung zdi ins Leben gerufen.

Mittlerweile wurden darüber 60 Schülerlabore gegründet. Weitere dieser Schülerlabore gibt es im Kreis Minden-Lübbecke neben Espelkamp am Berufskolleg in Lübbecke mit dem Schwerpunkt Umwelt- und Gebäudetechnik und in Minden am Leo-Sympher-Berufskolleg mit dem Themenschwerpunkt Holztechnik in Kombination mit der Fertigung von Kunststoffteilen. Im Beisein von Klaus Bösche vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, und von Landrat Ralf Niermann forschten und experimentierten Schülergruppen in den Werkstätten an ihren Aufgaben.

Auch eine Chance für Unternehmen

»Schüler sollen ihre eigenen Stärken entdecken und die Begeisterung für naturwissenschaftliche oder technische Berufe in sich wecken, lautet die Idee hinter den zdi-Schülerlaboren«, sagte Bösche. Deutschlandweit würden etwa so viele Fachkräfte fehlen, wie der Kreis Minden-Lübbecke Einwohner habe. Neben Meistern und Technikern würden immer mehr dieser dringend benötigten Fachkräfte in der dualen Ausbildung, in den Betrieben und an den Berufsschulen fehlen. Somit seien diese Schülerlabore nicht nur für die berufliche Orientierung der Schüler und Jugendlichen wichtig, sondern auch eine Chance für viele Unternehmen, ihre Zukunft zu sichern.

Hochschulen könnten über die Schülerlabore neue Studenten gewinnen und den ebenfalls dringend benötigten wissenschaftlichen Nachwuchs sichern, hieß es. Bösche gab bekannt, dass jährlich mehr als 30.000 junge Menschen zwischen drei und 23 Jahren die jeweiligen zdi-Maßnahmen besuchen würden.

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